Kli­ma­li­ste Erlan­gen for­dert neue Fahr­rad­stra­ßen

In einem gemein­sa­men Antrag for­dern die Kli­ma­li­ste und GRÜNE/​Grüne Liste Stadt­rats­frak­ti­on die Schaf­fung von neu­en Fahr­rad­stra­ßen in Erlan­gen. Ins­ge­samt sol­len bis Ende 2021 elf neue Fahr­rad­stra­ßen aus­ge­wie­sen und ein­heit­lich gestal­tet wer­den. Die Hälf­te der neu­en Fahr­rad­stra­ßen-Kilo­me­ter sol­len bereits bis Mit­te 2021 ein­ge­rich­tet wer­den. Fahr­rad­stra­ßen dür­fen nur dann aus­ge­wie­sen wer­den, wenn der Rad­ver­kehr ohne­hin schon die vor­herr­schen­de Ver­kehrs­art ist. Dies ist unter ande­rem in der Bor­sig­stra­ße, der Hof­mann­stra­ße, der Uni­ver­si­täts­stra­ße und der Son­nen­stra­ße der Fall.

„Das Fahr­rad als umwelt­freund­li­ches und platz­spa­ren­des Ver­kehrs­mit­tel muss end­lich kon­se­quent geför­dert wer­den“, so Car­la Ober, Spre­che­rin für Mobi­li­tät der Grü­nen Stadt­rats­frak­ti­on. Die Stadt Erlan­gen hat dabei selbst im Leit­fa­den zur „Ein­heit­li­che Gestal­tung von Fahr­rad­stra­ßen“ ermit­telt: „[Es] wur­de deut­lich, dass Erlan­gen im deutsch­land­wei­ten Ver­gleich deut­lich weni­ger Fahr­rad­stra­ßen aus­ge­wie­sen hat als ande­re Kom­mu­nen mit ähn­li­cher Bevöl­ke­rungs­grö­ße.“.

Der Nach­hol­be­darf Erlan­gens wird auch beson­ders deut­lich, wenn man sieht, dass eini­ge der genann­ten Stra­ßen bereits seit 2018 der AG Rad vor­lie­gen und hier regel­mä­ßig ver­tagt wer­den. „Es ist unver­ständ­lich, dass die Umset­zung einer ver­bes­ser­ten Fahr­rad­in­fra­struk­tur so lan­ge ver­zö­gert wird“, meint Jona­than Flatt von der Kli­ma­li­ste.

Im Jahr 2019 hat die Stadt Erlan­gen den Kli­ma­not­stand aus­ge­ru­fen und somit die Ein­hal­tung des 1,5°-Grad-Ziels als ober­ste Prio­ri­tät fest­ge­legt. Auf die­ses Bekennt­nis müs­sen jetzt Taten fol­gen. Die För­de­rung des Ver­kehrs weg vom Ver­bren­nungs­mo­tor hin zum kli­ma­freund­li­chen Umwelt­ver­bund soll­te dabei selbst­ver­ständ­lich sein.