Vor dem Seme­ster­start in Kulm­bach: das Team wächst, die erste Stu­den­tin ist imma­tri­ku­liert

Symbolbild Bildung

Fakul­tät VII für Lebens­wis­sen­schaf­ten: Lebens­mit­tel, Ernäh­rung und Gesund­heit

Gründungsdekan Prof. Dr. Stephan Clemens begrüßt die erste immatrikulierte Studentin der neuen Fakultät, Miriam Pikulski. © Rennecke/UBT

Grün­dungs­de­kan Prof. Dr. Ste­phan Cle­mens begrüßt die erste imma­tri­ku­lier­te Stu­den­tin der neu­en Fakul­tät, Miri­am Pikul­ski. © Rennecke/​UBT

Gut einen Monat vor dem offi­zi­el­len Vor­le­sungs­be­ginn hat Prof. Dr. Ste­phan Cle­mens, Grün­dungs­de­kan der Fakul­tät VII der Uni­ver­si­tät Bay­reuth in Kulm­bach, nicht nur neue Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen, son­dern auch die erste offi­zi­ell ein­ge­schrie­be­ne Stu­den­tin der Fakul­tät für Lebens­wis­sen­schaf­ten: Lebens­mit­tel, Ernäh­rung und Gesund­heit in Kulm­bach begrüßt. Sie wird am 2. Novem­ber 2020 mit dem Master­stu­di­en­gang Food Qua­li­ty and Safe­ty begin­nen. Mit Prof. Dr. Kai Purn­ha­gen und Prof. Dr. Lau­ra König sind der erste Pro­fes­sor und die erste Pro­fes­so­rin eigens für Kulm­bach an Bord der Uni­ver­si­tät Bay­reuth.

„Das Stu­di­en­an­ge­bot in Kulm­bach ist auf gro­ßes Inter­es­se gesto­ßen“, berich­tet Grün­dungs­de­kan Prof. Dr. Ste­phan Cle­mens. „Die über­wie­gend sehr guten Bewer­bun­gen kamen aus dem In- und dem Aus­land, sodass ein diver­ser, inter­na­tio­na­ler Cam­pus ent­ste­hen wird, der For­schen und Leh­ren auf hohem Niveau ermög­licht.“ Das Ange­bot in Kulm­bach wird auf­grund der Coro­na-Pan­de­mie zunächst hybrid sein: Es wer­den sowohl Prä­senz- als auch Online-Ver­an­stal­tun­gen statt­fin­den.

Die „erste Kulm­ba­cher Stu­den­tin“ ist Miri­am Pikul­ski aus Die­speck (Land­kreis Neustadt/​Aisch-Bad Winds­heim). Sie erwarb an der Hoch­schu­le für ange­wand­te Wis­sen­schaf­ten in Coburg ihren Bache­lor in Bio­ana­ly­tik und stieß im Inter­net auf das neue Ange­bot: „Da mich seit dem Bache­lor Stu­di­um Lebens­mit­tel­the­men sehr inter­es­sie­ren, habe ich nach Master­stu­di­en­gän­gen in die­sem Bereich gesucht. Bei Food Qua­li­ty and Safe­ty hat mich die Kom­bi­na­ti­on lebens­mit­tel­che­mi­scher Modu­le mit inter­dis­zi­pli­nä­ren Inhal­ten wie Lebens­mit­tel­recht und Wis­sen­schafts­kom­mu­ni­ka­ti­on über­zeugt.“

Miri­am Pikul­ski stu­diert ab Novem­ber unter ande­rem bei Prof. Dr. Kai Purn­ha­gen, der seit 1. Juli 2020 die erste Pro­fes­sur für Lebens­mit­tel­recht in Deutsch­land hat. „Hier wer­den opti­ma­le Bedin­gun­gen für For­schung und Leh­re geschaf­fen, um die gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen unse­rer Zeit wie Kli­ma­wan­del, glo­ba­ler Hun­ger und die welt­wei­te Fehl­ernäh­rung bewäl­ti­gen zu kön­nen. Wer möch­te nicht an so einem Pro­jekt mit­ar­bei­ten?“, erklärt Purn­ha­gen. Neu an Bord ist Prof. Dr. Lau­ra M. König. Sie hat die Juni­or­pro­fes­sur für Public Health Nut­ri­ti­on inne. Die pro­mo­vier­te Psy­cho­lo­gin möch­te mit ihrer ver­hal­tens­wis­sen­schaft­li­chen Exper­ti­se „dazu bei­tra­gen, das all­täg­li­che Ess­ver­hal­ten bes­ser zu ver­ste­hen und dar­auf auf­bau­end Prä­ven­ti­ons­pro­gram­me für eine gesün­de­re Ernäh­rung ent­wickeln“. Sie wird zum Bei­spiel For­schungs­me­tho­den wie die Smart­pho­ne-basier­te Erfas­sung von Ver­hal­tens­wei­sen im All­tag im Rah­men eines ver­hal­tens­wis­sen­schaft­li­chen Labors am Cam­pus in Kulm­bach eta­blie­ren.

Um eine ser­vice­ori­en­tier­te Beglei­tung der Stu­die­ren­den – von der ersten rat­su­chen­den Anfra­ge bis hin zur Bezie­hungs­pfle­ge im Rah­men der Alum­ni-Arbeit – gewähr­lei­sten zu kön­nen, wur­de das Kulm­bach-Team mitt­ler­wei­le durch zwei Stu­di­en­gangs­ko­or­di­na­to­rin­nen ergänzt: Hel­ke Biehl und Dr. Pia Kaul haben bei­de lang­jäh­ri­ge Erfah­run­gen an Hoch­schu­len und wis­sen­schafts­na­hen Ein­rich­tun­gen. Aktu­ell unter­stüt­zen sie die inter­na­tio­na­len Inter­es­sen­ten auch bei der Erlan­gung der Stu­die­ren­den-Visa, was wegen der Pan­de­mie-Ein­schrän­kun­gen beson­ders wich­tig ist.

Der Cam­pus für die Anfangs­zeit

Noch müs­sen zahl­rei­che Hür­den über­wun­den wer­den, bevor der Bau des neu­en Cam­pus in Kulm­bach begin­nen kann. Bis die Gebäu­de ste­hen, wer­den For­schung und Leh­re in ange­mie­te­ten Räum­lich­kei­ten statt­fin­den. Büros für das Fakul­täts­team und die ersten Pro­fes­so­ren und Pro­fes­so­rin­nen exi­stie­ren schon im frü­he­ren Ver­wal­tungs­ge­bäu­de der Spin­ne­rei. In der Alten Spin­ne­rei wer­den der­zeit die Vor­aus­set­zun­gen für Semi­nar­räu­me, eine Biblio­thek und wei­te­re Ein­rich­tun­gen der uni­ver­si­tä­ren Leh­re geschaf­fen. Mit­te näch­sten Jah­res soll­te es soweit sein. Beson­ders her­aus­for­dernd ist der Auf­bau von Labor-Infra­struk­tur für natur­wis­sen­schaft­li­che Pro­fes­su­ren. Die­se soll im FRITZ ent­ste­hen.

Zwei­tes Master­pro­gramm Glo­bal Food, Nut­ri­ti­on and Health star­tet im SoSe 2021

Auch der näch­ste Stu­di­en­gang steht bereits in den Start­lö­chern. Mit dem eben­falls eng­lisch­spra­chi­gen Glo­bal Food, Nut­ri­ti­on and Health (M.Sc.) will die Uni­ver­si­tät Bay­reuth wis­sen­schaft­lich fun­diert den Zusam­men­hang zwi­schen der Pro­duk­ti­on und der Bereit­stel­lung aus­rei­chen­der und siche­rer Nah­rungs­mit­tel welt­weit (Food), zwi­schen den sozia­len und kul­tu­rel­len Aspek­ten der Ernäh­rung (Nut­ri­ti­on) sowie ihren Aus­wir­kun­gen auf die Gesund­heit (Health) im glo­ba­len Zusam­men­hang auf­zei­gen und erfor­schen sowie inter­dis­zi­pli­när agie­ren­de Exper­tin­nen und Exper­ten für die Lösung glo­ba­ler Gesund­heits­pro­ble­me aus­bil­den.