Coro­na-Update für die Bay­reu­ther Stadt­wer­ke-Bäder

Einen Monat nach der Wie­der­eröff­nung sehen die Stadt­wer­ke Bay­reuth Spiel­raum für Locke­run­gen des Hygie­nekon­zepts der Lohen­grin Ther­me. Auch im Kreuz­stein­bad ist das Unter­neh­men zufrie­den – so sehr, dass es die Frei­bad­sai­son bis zum 13. Sep­tem­ber ver­län­gert. Ledig­lich das Stadt­bad berei­tet den Stadt­wer­ken Kopf­zer­bre­chen.

Seit einem Monat ist die Lohen­grin Ther­me nach dem bun­des­wei­ten Lock­down wie­der geöff­net. Selbst­ver­ständ­lich nicht im Nor­mal­mo­dus, wes­we­gen auch hier Abstand und zusätz­li­ches Des­in­fi­zie­ren längst zum All­tag zäh­len. Nach vier Wochen steht für Harald Schmidt, Bäder­lei­ter bei den Stadt­wer­ken Bay­reuth, fest: Das Hygie­nekon­zept der Ther­me funk­tio­niert – und es gibt sogar Spiel­raum für Locke­run­gen. „Der Besu­cher­zu­spruch war in den ersten Wochen mode­rat und die Gäste waren in wei­ten Tei­len sehr rück­sichts­voll. Das macht es mög­lich, dass wir seit Kur­zem wie­der Tages­tickets anbie­ten kön­nen.“ Damit sei auch die Nach­zahl­ge­bühr in Höhe von 15 Euro hin­fäl­lig. Außer­dem wei­ten die Stadt­wer­ke das Ange­bot der Lohen­grin Ther­me wie­der aus: „Ab sofort schal­ten wir wie­der unse­re Mas­sa­ge­dü­sen und den Was­ser­fall an und wir bie­ten wie­der unse­ren Whirl­pool und den Strö­mungs­ka­nal an“, sagt Schmidt.

Eine wei­te­re Nach­richt, über die sich vor allem die Sau­na-Fans freu­en dürf­ten: Die Stadt­wer­ke öff­nen zum 15. Sep­tem­ber die Sau­na­land­schaft der Ther­me. „Durch das nahen­de Ende der Frei­bad­sai­son haben wir wie­der mehr Per­so­nal in der Ther­me. Das macht es mög­lich, unse­re Sau­nen wie­der anbie­ten zu kön­nen“, erklärt Schmidt. Nötig sei das, um deut­lich mehr Auf­güs­se als nor­mal durch­füh­ren zu kön­nen. „Wir dür­fen wegen der Abstands­re­geln ledig­lich 35 Gäste gleich­zei­tig in unse­re Sau­nen las­sen. Weil wir wis­sen, dass vie­le auf den Auf­guss nicht ver­zich­ten wol­len, set­zen wir mehr Mit­ar­bei­ter für die Auf­güs­se ein.“ Er bit­te jedoch um Ver­ständ­nis, dass es den­noch pas­sie­ren kön­ne, dass man einen Auf­guss ver­passt, weil die Höchst­gren­ze an Gästen einer Sau­na bereits erreicht ist. Außer­dem wer­de das Sau­na­er­leb­nis ein ande­res sein. „Wir müs­sen auf die Zere­mo­nie bei den Auf­güs­sen ver­zich­ten. Außer­dem dür­fen wir auf­grund des Infek­ti­ons­ri­si­kos nach dem Auf­guss den Dampf nicht mit dem Hand­tuch in der gan­zen Sau­na ver­tei­len.“

Zufrie­den ist Harald Schmidt bis­lang mit der Frei­bad­sai­son. Es sei zwar schon jetzt abzu­se­hen, dass die Besu­cher­zah­len im Ver­gleich zu den Vor­jah­ren um rund zwei Drit­tel zurück­ge­hen – bis Ende August haben rund 50.000 Men­schen das Kreuz­stein­bad besucht –, „für uns ist es aber viel wich­ti­ger, dass unse­re Gäste gesund blei­ben“. Weil das Wet­ter schön blei­ben soll, ver­län­gern die Stadt­wer­ke Bay­reuth die Frei­bad­sai­son, die eigent­lich am 6. Sep­tem­ber geen­det hät­te, bis zum 13. Sep­tem­ber. „Hof­fent­lich behält der Wet­ter­be­richt Recht und wir bekom­men noch ein paar schö­ne Sep­tem­ber­ta­ge.“ Die Kneipp­an­la­ge neben dem Fest­spiel­haus bleibt eben­falls bis zum 13. Sep­tem­ber geöff­net.

Wenn das Kreuz­stein­bad schließt, öff­net das Stadt­bad – was sonst immer der Fall war, steht die­ses Jahr wegen der Coro­na-Pan­de­mie in den Ster­nen. Hin­ter­grund sind die Auf­la­gen, die sicher­stel­len sol­len, dass die Bade­gä­ste genug Abstand zuein­an­der hal­ten kön­nen, erklärt Harald Schmidt. „Wir dür­fen höch­stens 25 Bade­gä­ste gleich­zei­tig ins Stadt­bad las­sen. Selbst wenn wir meh­re­re Zeit­fen­ster anbie­ten, wür­den unse­re Besu­cher­zah­len extrem schrump­fen – das ist für uns kaum zu stem­men.“ Ob die Schu­len das Stadt­bad für ihren Schwimm­un­ter­richt nut­zen wol­len, ist aktu­ell eben­falls frag­lich. Daher bleibt das Bad vor­erst geschlos­sen – wie es wei­ter­geht, ent­schei­det sich Ende Sep­tem­ber.