Im Raum Kulm­bach wer­den Vogel­schutz­mar­kie­run­gen auf Hoch­span­nungs­lei­tun­gen mon­tiert

Vogel­schutz aus dem Hub­schrau­ber – Bay­ern­werk mar­kiert Hoch­span­nungs­lei­tun­gen

Vor­stel­lung der Arbei­ten zwi­schen Kulm­bach und Wür­gau – Enga­ge­ment für den Natur­schutz

Aus dem Hubschrauber heraus hat die Bayernwerk Netz GmbH am 2. September 2020 Vogelschutzmarkierungen auf der Hochspannungsleitung Kulmbach - Würgau angebracht. Foto: Christian Martens / Bayernwerk

Aus dem Hub­schrau­ber her­aus hat die Bay­ern­werk Netz GmbH am 2. Sep­tem­ber 2020 Vogel­schutz­mar­kie­run­gen auf der Hoch­span­nungs­lei­tung Kulm­bach – Wür­gau ange­bracht. Foto: Chri­sti­an Mar­tens / Bay­ern­werk

Aus dem Hub­schrau­ber her­aus mon­tiert eine Spe­zi­al­fir­ma zur­zeit im Auf­trag der Bay­ern­werk Netz GmbH (Bay­ern­werk) Vogel­schutz­mar­kie­run­gen auf aus­ge­wähl­ten Hoch­span­nungs­lei­tun­gen im Frei­staat. Die Arbei­ten fin­den in Abstim­mung mit den ört­li­chen Natur­schutz­be­hör­den im gesam­ten Netz­ge­biet statt. Um Vögel vor einer Kol­li­si­on mit den Strom­lei­tun­gen zu schüt­zen, wer­den schwarz-wei­ße Warn­mar­ken auf dem obe­ren Seil ange­bracht. Bei einem Ter­min vor Ort in Kulm­bach hat das Ener­gie­un­ter­neh­men die beson­de­ren Natur­schutz-Maß­nah­men am Mitt­woch, 02. Sep­tem­ber, vor­ge­stellt.

„Der Hub­schrau­ber ist meh­re­re Wochen für das Bay­ern­werk im Ein­satz. Neben der Repa­ra­tur klei­ne­rer Seil­schä­den wer­den auf unter­schied­li­chen Hoch­span­nungs­lei­tun­gen rund 1.300 Vogel­schutz­mar­kie­run­gen ange­bracht“, erläu­ter­te Vol­ker Stroh­bach, Ser­vice 110kV Lei­tun­gen Ober­fran­ken. Die Vogel­schutz­mar­ker erin­nern optisch mit den schwarz-wei­ßen Lini­en an einen Zebra­strei­fen. Die Mar­ker sind 50 Zen­ti­me­ter lang und 30 Zen­ti­me­ter breit, beweg­lich und wer­den am ober­sten Seil der Lei­tung befe­stigt. Auf der 110-Kilo­volt-Lei­tung, die von Kulm­bach nach Wür­gau führt, sind auf 42 Abschnit­ten mit einer Län­ge von 8,3 Kilo­me­tern ins­ge­samt 309 Mar­kie­run­gen vor­ge­se­hen, um den Natur­schutz vor Ort zu unter­stüt­zen.

Bes­se­re Sicht­bar­keit für Vögel

„Die gut sicht­ba­ren, kon­trast­star­ken Warn­ba­ken ver­hin­dern bei vor­bei­flie­gen­den Vögeln eine gefähr­li­che Kol­li­si­on mit den Erd­sei­len. Die Mar­kie­run­gen ermög­li­chen es den Vögeln, bereits in aus­rei­chen­der Ent­fer­nung ihre Flug­hö­he anzu­pas­sen“, erklär­te Bernd Lang, Pro­jekt­lei­ter Tras­sen­ma­nage­ment Bay­ern­werk Netz GmbH. Feld­stu­di­en haben gezeigt, dass Vögel die Frei­lei­tun­gen nahe­zu aus­nahms­los über­flie­gen, wenn sie die­se recht­zei­tig erken­nen. Sämt­li­che Bau- oder Ertüch­ti­gungs­maß­nah­men von Strom­lei­tun-gen prüft und bewer­tet das Bay­ern­werk natur­schutz­fach­lich. „Unser Anlie­gen ist bei allen tech­nisch erfor­der­li­chen Ein­grif­fen der größt­mög­li­che Ein­klang mit Natur und Umwelt“, sag­te Bernd Lang.

Nach Mon­ta­ge­flü­gen in Ober­bay­ern, Nie­der­bay­ern und in der Ober­pfalz seit Anfang Juli schließt der Netz­be­trei­ber in den kom­men­den Tagen in Fran­ken die Lei­tungs­ar­bei­ten ab. Mit der Mon­ta­ge der Vogel­schutz­mar­kie­run­gen hat das Bay­ern­werk eine Spe­zi­al­fir­ma aus dem Rhein­land beauf­tragt. Meh­re­re Wochen lang beflie­gen die Spe­zia­li­sten aus­ge­wähl­te Lei­tungs­ab­schnit­te im gesam­ten Netz­ge­biet, um in spek­ta­ku­lä­rer Wei­se aus dem Hub­schrau­ber her­aus die Mar­kie­run­gen zu befe­sti­gen oder klei­ne­re Seil­re­pa­ra­tu­ren zu erle­di­gen. Für die Vogel­schutz-Aus­stat­tung und die Instand­hal­tung der Hoch­span­nungs­lei­tun­gen wen­det das Bay­ern­werk gesamt rund 200.000 Euro auf.