Erlan­gen bie­tet Ath­le­ten und Ath­le­tin­nen idea­le Studienbedingungen

Symbolbild Bildung

Mit FAU und TH Nürn­berg zwei Part­ner­hoch­schu­len für Spit­zen­sport­le­rin­nen und Spit­zen­sport­ler in der Region

Sport­li­che Höchst­lei­stun­gen ver­lan­gen von Ath­le­tin­nen und Ath­le­ten inten­si­ven Ein­satz. Die Ver­ein­bar­keit von sport­li­chen Zie­len und einem erfolg­rei­chen Stu­di­um ist daher eine ech­te Her­aus­for­de­rung. Die Fried­rich-Alex­an­der-Uni­ver­si­tät Erlan­gen-Nürn­berg (FAU) und die Tech­ni­sche Hoch­schu­le Nürn­berg Georg Simon Ohm (TH Nürn­berg) hel­fen Spit­zen­sport­le­rin­nen und ‑sport­lern dabei: Am 1. Sep­tem­ber 2020 hat die FAU ihre Koope­ra­ti­on mit dem All­ge­mei­nen Deut­schen Hoch­schul­sport­ver­band (adh), dem Stu­den­ten­werk Erlan­gen-Nürn­berg und dem Olym­pia­stütz­punkt Bay­ern (OSP) als „Part­ner­hoch­schu­le des Spit­zen­sports“ erneu­ert; die TH Nürn­berg hat eine Ver­ein­ba­rung neu unterzeichnet.

Lei­stungs­sport betrei­ben jun­ge Sport­le­rin­nen und Sport­ler gera­de in einem Lebens­ab­schnitt, in dem sie zugleich die Grund­la­gen für eine spä­te­re beruf­li­che Kar­rie­re legen müs­sen. Die FAU, die TH Nürn­berg, das Stu­den­ten­werk, der adh sowie der OSP sehen sich in der Ver­ant­wor­tung, die Stu­di­en- und Rah­men­be­din­gun­gen so zu gestal­ten, dass spit­zen­sport­li­ches Enga­ge­ment mit einer aka­de­mi­schen Aus­bil­dung zu ver­ein­ba­ren ist.Die Koope­ra­ti­ons­ver­ein­ba­run­gen, mit denen die FAU ihr Enga­ge­ment als Part­ner­hoch­schu­le des Spit­zen­sports erneu­ert und die TH Nürn­berg neu zur Part­ner­hoch­schu­le des Olym­pia­stütz­punkts Bay­ern wird, sehen eine Viel­zahl von gegen­sei­ti­gen Lei­stun­gen vor, die dafür sor­gen, dass Ath­le­tin­nen und Ath­le­ten ihr Stu­di­um trotz der hohen zeit­li­chen Bela­stun­gen des Spit­zen­sports erfolg­reich absol­vie­ren können.

So ver­pflich­ten sich die Hoch­schu­len etwa, über eine beson­de­re Vor­ab­quo­te Spit­zen­sport­le­rin­nen und Spit­zen­sport­ler einen bevor­zug­ten Zugang zum gewünsch­ten Stu­di­en­gang im ört­li­chen Aus­wahl­ver­fah­ren zu ermög­li­chen. Auch im Hin­blick auf die Fle­xi­bi­li­sie­rung der Stu­di­en­pla­nung oder die Indi­vi­dua­li­sie­rung von Abga­be- und Prü­fungs­ter­mi­nen wol­len die Hoch­schu­len den Ath­le­tin­nen und Ath­le­ten ent­ge­gen­kom­men. Teil der Ver­ein­ba­rung ist auch eine Über­ein­kunft mit dem Stu­den­ten­werk, Wohn­heim­plät­ze für stu­die­ren­de Spit­zen­sport­le­rin­nen und Spit­zen­sport­ler bereit­zu­stel­len – im Rah­men der Ver­ga­be­richt­li­ni­en des Frei­staats Bay­ern – oder Hil­fe­stel­lung zu lei­sten, um eine bedarfs­ge­rech­te Ver­pfle­gung für sie sicher­zu­stel­len. Umge­kehrt berät der OSP die Ath­le­tin­nen und Ath­le­ten vor und wäh­rend des Stu­di­ums und koor­di­niert die lei­stungs­sport­li­chen Ver­pflich­tun­gen und die Studienanforderungen.

Die Sport­le­rin­nen und Sport­ler ihrer­seits stim­men zu, in Abstim­mung mit dem adh und dem natio­na­len Sport­ver­band bei Hoch­schul­mei­ster­schaf­ten und Uni­ver­sia­den bzw. Stu­die­ren­den­welt­mei­ster­schaf­ten für ihre Hoch­schu­le an den Start zu gehen. Nach Abschluss des Stu­di­ums wir­ken sie als Alum­ni gezielt an der Bera­tung akti­ver Spit­zen­sport­le­rin­nen und Spit­zen­sport­lern mit.

FAU-Prä­si­dent Prof. Dr. Joa­chim Horn­eg­ger ist die För­de­rung jun­ger Spit­zen­sport­le­rin­nen und ‑sport­ler ein beson­de­res Anlie­gen: „Unse­re FAU hat bereits im Jah­re 1999 erst­mals eine Ver­ein­ba­rung mit dem Olym­pia­stütz­punkt Bay­ern unter­zeich­net – einer der ersten Ver­trä­ge einer Uni­ver­si­tät zur Spit­zen­sport­för­de­rung in ganz Deutsch­land. Seit­dem stu­die­ren vie­le Ath­le­tin­nen und Ath­le­ten sehr erfolg­reich an der FAU. Eine Erneue­rung und Erwei­te­rung die­ser Koope­ra­ti­ons­ver­ein­ba­rung ist für uns eine Ehre und Freu­de. Wir sind stolz auf jede ein­zel­ne Sport­per­sön­lich­keit, für deren beruf­li­che Lauf­bahn hier an der FAU der Grund­stein gelegt wor­den ist.“

Eine die­ser Sport­per­sön­lich­kei­ten ist Andre­as Tausch. Er ist acht­fa­cher deut­scher Mei­ster im Tae­kwon­do und stu­diert im zwei­ten Master-Seme­ster Psy­cho­lo­gie an der FAU. Die enge Koope­ra­ti­on zwi­schen FAU und dem Spit­zen­sport ist für ihn sehr wert­voll: „Die erfolg­rei­che Ver­ein­ba­rung einer Spit­zen­sport­kar­rie­re mit einem Prä­senz-Stu­di­um stellt eine beson­de­re Her­aus­for­de­rung dar, die in mei­nen Augen ohne die Rück­sicht bezie­hungs­wei­se das Ent­ge­gen­kom­men von Sei­ten der Uni­ver­si­tät nicht umzu­set­zen ist. Die Koope­ra­ti­ons­ver­ein­ba­rung stellt dabei eine gute Grund­la­ge dar, uns Ath­le­ten bei der dua­len Kar­rie­re zu unterstützen.”
Auch sei­ne Mit­sport­le­rin Ale­ma Had­zic, fünf­fa­che deut­sche Mei­ste­rin im Tae­kwon­do, ist glück­lich mit ihrer Hoch­schul­wahl: Sie stu­diert an der TH Nürn­berg Media Engi­nee­ring im Bache­lor. „Dass die TH nun eine Part­ner­hoch­schu­le des Sports ist, ist ein bedeu­ten­der Schritt zur Unter­stüt­zung von Lei­stungs­sport­lern. Für mich erleich­tert das vor allem das Ver­ein­ba­ren von Trai­ning und Wett­kämp­fen mit dem Stu­di­um. Dies hat bis­her zwar schon gut funk­tio­niert, da die Pro­fes­so­rin­nen und Pro­fes­so­ren an mei­ner Hoch­schu­le sehr zuvor­kom­mend sind, doch nun bekommt es einen offi­zi­el­len Rahmen.”

TH Nürn­berg-Prä­si­dent Prof. Dr. Niels Ober­beck ist froh, die Ath­le­tin­nen und Ath­le­ten an sei­ner Hoch­schu­le künf­tig noch bes­ser unter­stüt­zen zu kön­nen: „Unser Ziel an der TH Nürn­berg ist es, für unse­re Stu­die­ren­den die besten Vor­aus­set­zun­gen für ein erfolg­rei­ches Stu­di­um zu schaf­fen. Das beinhal­tet sowohl die Ver­ein­bar­keit des Stu­di­ums mit dem Beruf oder der Fami­lie, als auch die Ver­ein­bar­keit mit dem Lei­stungs­sport. Es ist uns ein gro­ßes Anlie­gen, die beson­de­ren Bedürf­nis­se von Spit­zen­sport­le­rin­nen und Spit­zen­sport­lern im Stu­di­en­all­tag und bei Prü­fun­gen zu berück­sich­ti­gen. Durch die neue Koope­ra­ti­ons­ver­ein­ba­rung wer­den wir das noch geziel­ter aus­bau­en können.“

Der kom­mis­sa­ri­sche Lei­ter des OSP, Klaus Sars­ky, bezeich­net die Ver­trags­er­neue­rung mit der FAU sowie die neu­ge­won­ne­ne Koope­ra­ti­on mit der TH Nürn­berg als wich­ti­gen Schritt zur Ver­ein­bar­keit von Spit­zen­sport und Stu­di­um: „Für den Stand­ort Nürn­berg, der bereits mit vier Bun­des­stütz­punk­ten – für Tae­kwon­do, Rin­gen, Tri­ath­lon und Rad­sport – auf­war­tet, aber ins­be­son­de­re für die Nach­wuchs­sport­le­rin­nen und ‑sport­ler ist die­se neu­ge­won­ne­ne Koope­ra­ti­on äußerst wert­voll. Nach­dem im schu­li­schen Bereich mit den bei­den Eli­te­schu­len des Sports, der Ber­tolt-Brecht-Schu­le sowie der Lothar-von-Faber-Schu­le, bereits exzel­len­te Mög­lich­kei­ten bestehen, Schu­le und Spit­zen­sport zu ver­ein­ba­ren, kann somit auch der Anschluss an die Hoch­schu­le erleich­tert werden.“

Details zu den „Part­ner­hoch­schu­len des Spit­zen­sports“ fin­den sich auf den Sei­ten des All­ge­mei­nen Deut­schen Hoch­schul­ver­bands unter https://​www​.adh​.de/​p​r​o​j​e​k​t​e​/​p​a​r​t​n​e​r​h​o​c​h​s​c​h​u​l​e​-​d​e​s​-​s​p​i​t​z​e​n​s​p​o​r​t​s​/​p​a​r​t​n​e​r​h​o​c​h​s​c​h​u​l​en/