IHK-Aus­bil­dungs­be­trie­be im Raum Forch­heim suchen hän­de­rin­gend nach Aus­zu­bil­den­den

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“Aus­bil­dung ist das Mit­tel der Wahl, um den Fach­kräf­te­be­darf und damit die Wett­be­werbs­fä­hig­keit der Wirt­schaft nach­hal­tig zu sichern”, betont Dr. Micha­el Waas­ner, IHK-Vize­prä­si­dent und Vor­sit­zen­der des IHK-Gre­mi­ums Forch­heim. Da zum Start des neu­en Aus­bil­dungs­jah­res am 1. Sep­tem­ber 2020 im Raum Forch­heim noch etli­che Betrie­be hän­de­rin­gend nach Aus­zu­bil­den­den suchen, sei es ele­men­tar, die Aus­bil­dung wie­der stär­ker in den Fokus zu rücken. Unter dem aktu­el­len IHK-Mot­to “Ran an die Lehr­stel­len!” rich­tet Dr. Waas­ner sei­nen Appell an Wirt­schaft und Jugend­li­che zugleich.

Zum 31. Juli 2020 ver­zeich­net die IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth im Land­kreis Forch­heim 172 neu ein­ge­tra­ge­ne Aus­bil­dungs­ver­hält­nis­se für das Aus­bil­dungs­jahr 2020/2021, 34 weni­ger als im Vor­jahr. “In die­sen Zah­len spie­gelt sich die Coro­na-Pan­de­mie wider”, so Bernd Reh­orz, Lei­ter der Beruf­li­chen Bil­dung bei der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth. “Der gesam­te Aus­wahl­pro­zess hat sich gut sechs Wochen nach hin­ten ver­scho­ben. Eine Berufs­ori­en­tie­rung in der Schu­le fand kaum statt, Bewer­bungs­ge­sprä­che wur­den erst gar nicht ver­ein­bart.” Inzwi­schen sind immer mehr Unter­neh­men in Sor­ge, dass sie ihre Aus­bil­dungs­plät­ze nicht mehr beset­zen kön­nen.

Auf 295 unbe­setz­te Berufs­aus­bil­dungs­stel­len im Raum Forch­heim kom­men laut Agen­tur für Arbeit 118 unver­sorg­te Bewer­ber. Tat­säch­lich kom­men im Raum Forch­heim also auf jeden unver­mit­tel­ten Bewer­ber noch 2,5 unbe­setz­te Berufs­aus­bil­dungs­stel­len. Zum Ver­gleich: Im Bun­des­ge­biet sind es gera­de ein­mal 1,14 Ange­bo­te. “Wer befürch­tet, dass der regio­na­le Aus­bil­dungs­markt durch Coro­na gelähmt wur­de, ist auf dem Holz­weg”, macht Dr. Waas­ner klar.

Anschluss nicht ver­pas­sen

“In Kri­sen­zei­ten die eige­ne beruf­li­che Zukunft zu pla­nen, ist eine gro­ße Her­aus­for­de­rung. Vor die­ser Auf­ga­be ste­hen aktu­ell all jene Jugend­li­chen, die in die­sem Jahr unter abso­lu­ten Aus­nah­me­be­din­gun­gen die Schu­le abge­schlos­sen haben”, so der IHK-Vize­prä­si­dent. Wer jetzt den Anschluss nicht ver­pas­sen wol­le, sei gefor­dert, die Initia­ti­ve zu ergrei­fen und die eige­ne beruf­li­che Zukunft aktiv in die Hand zu neh­men. “Der Aus­bil­dungs­markt im Raum Forch­heim bie­tet aktu­ell vie­le attrak­ti­ve Chan­cen, sie müs­sen aber auch genutzt wer­den”, so Dr. Waas­ner. “Kein Jugend­li­cher muss befürch­ten, wegen Coro­na von sei­ner beruf­li­chen Zukunft in der Regi­on abge­hängt zu wer­den.” Reh­orz weist aus­drück­lich dar­auf hin, dass ein Aus­bil­dungs­start auch noch nach dem 1. Sep­tem­ber mög­lich ist.

Zur Wahl ste­hen über 170 ver­schie­de­ne Aus­bil­dungs­be­ru­fe

Auch wenn es mit dem per­sön­li­chen Wunsch­be­ruf nicht klap­pen soll­te, lohnt es sich, über den Tel­ler­rand auf inhalt­lich ver­wand­te Aus­bil­dungs­be­ru­fe zu blicken. Wer sich für eine Aus­bil­dung ent­schei­det, hat in Ober­fran­ken allei­ne bei den IHK-Aus­bil­dungs­be­trie­ben die Wahl zwi­schen rund 170 aner­kann­ten Aus­bil­dungs­be­ru­fen. Freie Aus­bil­dungs­stel­len gibt es der­zeit noch über prak­tisch alle Bran­chen hin­weg. Auf die Suche gehen kön­nen Jugend­li­che unter ande­rem in der Lehr­stel­len­bör­se der IHK (www​.ihk​-lehr​stel​len​bo​er​se​.de ) und der Agen­tur für Arbeit (www​.arbeits​agen​tur​.de/​b​i​l​d​ung).

Aus­bil­dungs­platz gesucht? Hot­line hilft wei­ter

Wer bei der Fül­le an Infor­ma­tio­nen per­sön­li­che Unter­stüt­zung bevor­zugt, für den hat die IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth eine Hot­line ein­ge­rich­tet, die sich sowohl an Aus­bil­dungs­platz­be­wer­ber, als auch an deren Eltern wen­det. IHK-Exper­ten bera­ten dort rund um die The­men Aus­bil­dung, Bewer­bung und Aus­bil­dungs­be­ru­fe und kön­nen wert­vol­le Ori­en­tie­rung auf dem Weg zur Aus­bil­dung geben. Die Aus­bil­dungs­platz-Hot­line ist Mon­tag bis Sams­tag von 9:00 bis 16:00 Uhr unter Tel. 0921 886–182 erreich­bar.

Ansprech­part­ner:
Anja Kova­rik (Pres­se)
Tel. 0921/886–164
E‑Mail: kovarik@​bayreuth.​ihk.​de

Bernd Reh­orz (Beruf­li­che Bil­dung)
Tel.: 0921/886–180
E‑Mail: rehorz@​bayreuth.​ihk.​de