HWK Ober­fran­ken: Wei­te­re Erkennt­nis­se im Zuge der Ermitt­lun­gen zur GTO

Symbolbild Justiz

Ergeb­nis­be­richt zur Unter­su­chung der Zah­lungs­flüs­se zwi­schen Hand­werks­kam­mer und GTO durch exter­ne Kanz­lei

Im Zuge der Auf­klä­rung der Vor­gän­ge bei der Gewer­be­treu­hand Ober­fran­ken Steu­er­be­ra­tungs­ge­sell­schaft (GTO) wur­de eine unab­hän­gi­ge Kanz­lei­da­mit beauf­tragt, die Recht­mä­ßig­keit und die Ange­mes­sen­heit der Zah­lungs­flüs­se zwi­schen der Hand­werks­kam­mer für Ober­fran­ken und der GTO im Zeit­raum von 1999 bis 2019 zu prü­fen. Nun liegt der HWK der Abschluss­be­richt dazu vor. Im Rah­men die­ser Unter­su­chung wur­de fest­ge­stellt, dass ein Teil der Zah­lun­gen der Hand­werks­kam­mer an die GTO ohne die dazu erfor­der­li­chen Beschlüs­se durch die Voll­ver­samm­lung bzw. ohne ent­spre­chen­de Nach­wei­se getä­tigt wur­de. Dies betrifft einer­seits die zwi­schen den Jah­ren 2005 und 2010 gewähr­ten Dar­le­hen in Höhe von ins­ge­samt 730.000 €. Zum ande­ren betrifft es Zah­lun­gen, die ins­be­son­de­re unter dem Titel Reprä­sen­ta­ti­ons-und Kfz-Kosten in den Jah­ren 2002 bis 2014 an die GTO gegan­gen sind (789.000 €). Die­se Zah­lun­gen waren weder recht­lich zuläs­sig, noch hat je eine sach­li­che Begrün­dung für eine Dar­le­hens­ge­wäh­rung bestan­den. Der Bericht führt damit zum Ver­dacht, dass Haus­halts­mit­tel der Hand­werks­kam­mer für Ober­fran­ken nicht sat­zungs­ge­mäß nach den Bestim­mun­gen des Haus­halts­plans ver­wen­det wor­den sind. Die Hand­werks­kam­mer hat daher am 7.August der Staats­an­walt­schaft Hof– Abtei­lung für Wirt­schafts-und Steu­er­straf­sa­chen die Unrecht­mä­ßig­keit die­ser Zah­lun­gen ange­zeigt. Mit der Anzei­ge setzt die Hand­werks­kam­mer ihr kon­se­quen­tes Vor­ge­hen bei der Auf­klä­rung der Gescheh­nis­se rund um die GTO fort. Bis die Ermitt­lun­gen der Staats­an­walt­schaft abge­schlos­sen sind, gibt die Hand­werks­kam­mer zum aktu­el­len Ver­lauf der Ermitt­lun­gen kei­ne wei­te­ren Aus­künf­te.