Land­kreis Forch­heim: Ver­ein­te Natio­nen wür­di­gen erneut das Wäs­ser­wie­sen-Pro­jekt

Das Pro­jekt “Erhalt der tra­di­tio­nel­len Bewäs­se­rung im Wie­sent­tal im Forch­hei­mer Land” des Land­krei­ses Forch­heim wird erneut als offi­zi­el­les Pro­jekt der UN-Deka­de Bio­lo­gi­sche Viel­falt aus­ge­zeich­net. Die Aus­zeich­nung wird an Pro­jek­te ver­lie­hen, die sich in nach­ah­mens­wer­ter Wei­se für die Erhal­tung der bio­lo­gi­schen Viel­falt ein­set­zen. Das Wäs­ser­wie­sen-Pro­jekt hat die Aus­zeich­nung bereits 2018 erhal­ten.

Das Pro­jekt “Wäs­ser­wie­sen” setzt sich für den Erhalt, die Siche­rung und zum Teil die Reak­ti­vie­rung der tra­di­tio­nel­len Wie­sen­be­wäs­se­rung im Wie­sent­tal ein. Trä­ger ist der Land­kreis Forch­heim zusam­men mit acht Kom­mu­nen. Nach Abschluss der ersten Pro­jekt­pha­se wird aktu­ell die Zustim­mung der betei­lig­ten Kom­mu­nen für eine Ver­län­ge­rung bis 31.12.2022 ein­ge­holt. Das Pro­jekt wird wei­ter­hin durch den Baye­ri­schen Natur­schutz­fonds mit 290.000 € geför­dert. Land­rat Dr. Her­mann Ulm freut sich über die erneu­te Aus­zeich­nung: „Dass die­ses Pro­jekt jetzt zum zwei­ten Mal aus­ge­zeich­net wird, zeigt, wie wich­tig und nach­hal­tig die Maß­nah­men für die Erhal­tung die­ses ein­zig­ar­ti­gen Natur­raums „Wäs­ser­wie­sen“ sind.“

Zwar führ­te die­se tra­di­tio­nel­le Bewäs­se­rung zu einer inten­si­ve­ren Land­wirt­schaft. Doch sie erfolg­te stets natur­scho­nend und führ­te auch zu einer viel­fäl­ti­gen Arten­ge­mein­schaft. So bil­den die Bewäs­se­rungs­grä­ben bei­spiels­wei­se einen wich­ti­gen Lebens­raum für gefähr­de­te Vögel. Heu­te gibt es die­se inten­si­ve, aber auch nach­hal­ti­ge Wie­sen­be­wäs­se­rung kaum noch. Das Wie­sent­tal ist euro­pa­weit eine von nur noch zwölf Regio­nen, in denen die Land­wir­te ihre Wie­sen noch so bewäs­sern.

Die Aus­zeich­nung zum UN-Deka­de-Pro­jekt fin­det im Rah­men der Akti­vi­tä­ten zur UN-Deka­de Bio­lo­gi­sche Viel­falt statt (www​.unde​ka​de​-bio​lo​gi​sche​viel​falt​.de), die von den Ver­ein­ten Natio­nen für den Zeit­raum von 2011 bis 2020 aus­ge­ru­fen wur­de. Ziel der inter­na­tio­na­len Deka­de ist es, den welt­wei­ten Rück­gang der bio­lo­gi­schen Viel­falt auf­zu­hal­ten. Dazu strebt die deut­sche UN-Deka­de eine För­de­rung des gesell­schaft­li­chen Bewusst­seins in Deutsch­land an. Die Aus­zeich­nung ein­zel­ner Pro­jek­te soll zum Mit­ma­chen bewe­gen.

Forch­heim, 06.07.2020

Pres­se­stel­le LRA Forch­heim