Rat­tels­dor­fer “Tag der offe­nen Gar­ten­tür” auf 2021 ver­scho­ben

Gar­ten­fans müs­sen sich gedul­den

Foto: KV Bamberg für Gartenbau und Landespflege

Foto: KV Bam­berg für Gar­ten­bau und Lan­des­pfle­ge

Gar­ten­lieb­ha­ber müs­sen in die­sem Jahr ganz stark sein: der belieb­te „Tag der offe­nen Gar­ten­tür“ muss in die­sem Jahr auf­grund der aktu­el­len Situa­ti­on aus­fal­len und auf 2021 ver­scho­ben wer­den. Dann öff­nen zum 23. Mal Gar­ten­be­sit­zer in und um Rat­tels­dorf ihre Gar­ten­pfor­ten.

Auch wenn sich Obst- und Gar­ten­bau­ver­ei­ne jetzt wie­der zu Sit­zun­gen tref­fen dür­fen (mit dem gebo­te­nen Sicher­heits­ab­stand und unter Ein­hal­tung der Hygie­ne­be­stim­mun­gen), hät­te der Tag der offe­nen Gar­ten­tür mit sei­nen tau­sen­den Besu­chern den Rah­men der der­zeit zuge­las­se­nen Ver­an­stal­tungs­grö­ße gesprengt. Denn die pri­va­ten grü­nen Klein­ode haben sich seit vie­len Jah­ren als wah­re Besu­cher­ma­gne­te erwie­sen. Allein die zu erwar­ten­de Besu­cher­zahl hät­te die Ver­an­stal­tung von vor­ne­her­ein unter­sagt. Zudem wäre eine ent­spre­chen­de Len­kung der Besu­cher­strö­me unter Coro­na-Bedin­gun­gen nicht vor­stell­bar, wie die Orga­ni­sa­to­ren Alex­an­dra Kle­misch und Clau­dia Küh­nel von der Kreis­fach­be­ra­tung für Gar­ten­kul­tur und Lan­des­pfle­ge am Land­rats­amt in Bam­berg erklä­ren. Der Tag der offe­nen Gar­ten­tür wird seit 1997 jähr­lich vom land­kreis­wei­ten Zusam­men­schluss der 80 Obst- und Gar­ten­bau­ver­ei­ne mit sei­nen ca. 11.000 Mit­glie­dern ver­an­stal­tet. „Es ist wirk­lich scha­de, dass wir auf die­ses Gar­ten­sch­man­kerl ver­zich­ten müs­sen“, meint Clau­dia Küh­nel „denn die Gar­ten­be­sit­zer wären bereit und der Regen der letz­ten Tage hat den Gär­ten gut getan. Sie hät­ten präch­tig aus­ge­se­hen!“ Gera­de jetzt, wo vie­le Men­schen den Rück­zug und die Beschäf­ti­gung im eige­nen Gar­ten wie­der suchen und schät­zen, wären die Anre­gun­gen aus den exklu­siv geöff­ne­ten grü­nen Schatz­käst­chen sicher auf beson­de­res Inter­es­se gesto­ßen. Ins­ge­samt acht Gär­ten unter­schied­li­cher Grö­ße und Struk­tur hät­te man besu­chen kön­nen. Vom geschütz­ten Innen­hof­gar­ten über lie­be­voll wie­der her­ge­rich­te­te histo­ri­sche Gär­ten – im Rat­tels­dor­fer Klo­ster und im Anwe­sen am Tor­haus – bis hin zu geschmack­voll gestal­te­ten Wohn- oder Nutz­gar­ten wäre für jeden Gar­ten­fan etwas dabei gewe­sen.

Für den 2021 geplan­ten Tag der offe­nen Gar­ten­tür in Rat­tels­dorf wird es noch eine Beson­der­heit geben. Erst­mals wer­den zer­ti­fi­zier­te Natur­gär­ten aus der Akti­on „Bay­ern blüht – Natur­gar­ten“ zu erle­ben sein. „Öko­lo­gi­sches Bewirt­schaf­ten bzw. natur­na­he Gar­ten­ge­stal­tung lässt sich mit ästhe­ti­schem Gar­ten­ge­nuss wun­der­bar ver­ein­ba­ren.“ Davon zei­gen sich die Kreis­fach­be­ra­te­rin­nen über­zeugt. Gär­ten sind eben auch wich­ti­ge Rück­zugs­räu­me und Ent­fal­tungs­mög­lich­kei­ten für Pflan­zen, Men­schen und Tier­welt. Es kommt nur dar­auf an, was man dar­aus macht.