Ehren­amt­li­che Motor­rad­sa­ni­tä­ter star­ten in die Som­mer­sai­son

Die Pro­fis star­ten in die Sai­si­on / Foto: Pri­vat

Auch die Pro­fis berei­ten sich mit einem Fahr­si­cher­heits­trai­ning vor

Noch ist nicht abzu­se­hen, wie sich die Coro­na-Pan­de­mie auf den som­mer­li­chen Rei­se­ver­kehr aus­wirkt. Genug Ver­kehr wird es auf den Stra­ßen aber sicher geben und damit auch genug zu tun für die ehren­amt­li­chen Motor­rad­staf­feln der Johan­ni­ter. Auch in Ober­fran­ken sind erfah­re­ne Biker unter­wegs, die zum Bei­spiel als aus­ge­bil­de­te Not­fall­sa­ni­tä­ter zugleich kom­pe­ten­te Hel­fer im Not­fall sind. Das Team der Motor­rad­ein­heit fährt Strei­fe, lei­stet Hil­fe bei Unfäl­len bis der Ret­tungs­wa­gen vor Ort ist oder küm­mert sich um Rei­sen­de, die im Stau fest­stecken. Dabei kommt ihnen zugu­te, dass sie auf ihren zwei Rädern in vie­len Fäl­len wen­di­ger und schnel­ler sind als Hel­fer auf vier Rädern – vor allem wenn es zum Bei­spiel im Stau eng wird.

An Erfah­rung für die­sen ver­ant­wor­tungs­vol­len Job man­gelt es den ehren­amt­li­chen Hel­fern nicht, doch auch sie berei­ten sich gewis­sen­haft auf ihre „Motor­rad­sai­son“ vor. „Wir absol­vie­ren jedes Jahr gemein­sam ein Fahr­si­cher­heits­trai­ning beim ADAC. Üben scha­det nie, vor allem wenn das Motor­rad lan­ge Zeit in der Gara­ge stand, und man­che Din­ge muss man sich regel­mä­ßig ins Gedächt­nis rufen, um sie dann im Fal­le eines Fal­les abru­fen zu kön­nen“, erzählt Die­ter Eck von der ober­frän­ki­schen Motor­rad­ein­heit. Auf dem Übungs­ge­län­de kön­nen risi­ko­rei­che Situa­tio­nen gefahr­frei „aus­pro­biert“ wer­den wie Brem­sen, Aus­wei­chen oder Fah­ren bei Näs­se. „Ich kann so ein Trai­ning nur jedem ans Herz legen, der Motor­rad fährt. Es gibt Sicher­heit und hilft in kri­ti­schen Situa­tio­nen sou­ve­rä­ner reagie­ren zu kön­nen“, so Die­ter Eck wei­ter.

Eini­ge tau­send Kilo­me­ter legt die Motor­rad­ein­heit zwi­schen April und Okto­ber im Schnitt zurück. Wegen Coro­na fal­len in die­sem Jahr eini­ge Ein­sät­ze zur Absi­che­rung von Groß­ver­an­stal­tun­gen weg und auch auf dem Zwei­rad ist natür­lich die FFP2-Mas­ke im medi­zi­ni­schen Equip­ment, das in den Motor­rad­kof­fern ver­staut ist, immer mit an Bord. Unter­wegs sind die Johan­ni­ter vor allem auf der A3 rund um Schlüs­sel­feld, und auf stark befah­re­nen Bun­des­stra­ßen in der Regi­on. Bei Bedarf wer­den sie von der Inte­grier­ten Leit­stel­le Bam­berg-Forch­heim alar­miert. Die Ein­sät­ze der Motor­rad­sa­ni­tä­ter sind rein ehren­amt­lich, die Hel­fer inve­stie­ren ihre Frei­zeit, Motor­rä­der und Aus­stat­tung wer­den über Spen­den finan­ziert. „Wir freu­en uns immer über Unter­stüt­zung“, so Tobi­as Dre­ver­mann, der eben­falls zum Team gehört, „vor allem, weil eines unse­rer Motor­rä­der inzwi­schen doch schon etwas älter ist und wir sicher bald Ersatz brau­chen.“ Wer sich als Fah­rer ehren­amt­lich in der Motor­rad­ein­heit enga­gie­ren möch­te, muss min­de­stens 30 Jah­re alt sein, Erfah­rung auf dem Motor­rad mit­brin­gen und bereit sein, die ent­spre­chen­de Aus­bil­dung zu durch­lau­fen. Jonas Güld­ner, der sich eben­falls frei­wil­lig in der Motor­rad­ein­heit enga­giert, ergänzt: „Das Beson­de­re in die­sem Ehren­amt ist, dass man die Freu­de am Motor­rad­fah­ren mit der Freu­de am Hel­fen ver­bin­den kann. Ich freue mich jedes Jahr, wenn es end­lich wie­der los­geht.“