Land­ge­richt Bay­reuth: Ver­hand­lungs­be­ginn im sog. „Mord­ver­fah­ren Inn­stra­ße“

Mit Urteil der 1. Gro­ßen Straf­kam­mer des Land­ge­richts Bay­reuth als Schwur­ge­richt vom 23. Juli 2018 wur­de der Ange­klag­te Firat T. u.a. wegen Mor­des zu einer lebens­lan­gen Frei­heits­stra­fe ver­ur­teilt. Ihm lag u.a. zur Last, den Rent­ner Fried­rich K. am 12. April 2017 in der Bay­reu­ther Inn­stra­ße getö­tet zu haben. Der Ange­klag­te Anton S. wur­de wegen Dieb­stahls in Tat­mehr­heit mit unter­las­se­ner Hil­fe­lei­stung zum Nach­teil des Fried­rich K. zu einer Gesamt­frei­heits­stra­fe von 5 Jah­ren 2 Mona­ten ver­ur­teilt.

Wäh­rend das Urteil des Land­ge­richts Bay­reuth hin­sicht­lich des Ange­klag­ten Anton S. rechts­kräf­tig ist, hat der Bun­des­ge­richts­hof mit Beschluss vom 10. April 2019, Az. 1 StR 668/18, das Urteil des Land­ge­richts Bay­reuth vom 23. Juli 2018 auf­ge­ho­ben, soweit der Ange­klag­te Firat T. wegen Mor­des in Tat­ein­heit mit Dieb­stahl ver­ur­teilt wor­den ist. Das Ver­fah­ren wur­de dies­be­züg­lich an eine ande­re, eben­falls als Schwur­ge­richt zustän­di­ge Straf­kam­mer des Land­ge­richts Bay­reuth zur erneu­ten Ent­schei­dung zurück­ver­wie­sen.

Der Beginn der Haupt­ver­hand­lung vor der 2. Gro­ßen Straf­kam­mer des Land­ge­richts Bay­reuth als Schwur­ge­richt wur­de auf Don­ners­tag, den 16. Juli 2020 anbe­raumt.

Ins­ge­samt neun Zeu­gen sind zur Ver­neh­mung gela­den. Fer­ner wer­den vier Sach­ver­stän­di­ge der Fach­rich­tun­gen foren­si­sche Psych­ia­trie und Rechts­me­di­zin an der Haupt­ver­hand­lung mit­wir­ken. Vom Ver­lauf der Beweis­auf­nah­me wird abhän­gen, ob bis zum 25. Sep­tem­ber 2020 ein Urteil erge­hen kann.