Bezirks­me­dail­le für Mon­si­gno­re Rüdi­ger Feul­ner

„Die Her­kunft hat Rüdi­ger Feul­ner ohne Fra­ge geprägt: Er ist Fran­ke durch und durch, er ist weit in der Welt her­um­ge­kom­men, er war lan­ge Jah­re vati­ka­ni­scher Diplo­mat und hat zahl­rei­che hohe Ehrun­gen emp­fan­gen und doch ist er der ker­ni­ge Fran­ken­wäld­ler geblie­ben.“ Die­se Fest­stel­lung traf Bezirks­tags­prä­si­dent Hen­ry Schramm (CSU) gestern bei der Ver­lei­hung der Ehren­me­dail­le in Sil­ber des Bezirks Ober­fran­ken an Mon­si­gno­re Prof. Dr. Dr. Rüdi­ger Feul­ner im Rah­men sei­nes 25-jäh­ri­gen Prie­ster­ju­bi­lä­ums in sei­ner Hei­mat­kir­che St. Jako­bus der Älte­re. Mit sei­nem Wir­ken hat er nicht nur den Hei­li­gen Stuhl, son­dern auch sei­ne ober­frän­ki­sche Hei­mat immer auch in der gan­zen Welt ver­tre­ten.

Zahlreiche Freunde und Wegbegleiter aus Politik und Wirtschaft gratulieren Rüdiger Feulner (Foto: Florian Bergmann).  Hintere Reihe von links: Hofer Landrat Dr. Oliver Bär, Altbezirkstagspräsident Dr. Günther Denzler, Bamberger Landrat Johann Kalb, Kulmbacher Landrat Klaus Peter Söllner, Bürgermeister von Presseck Christian Ruppert, Bürgermeister von Helmbrechts Stefan Pöhlmann  Vordere Reihe von links: Bürgermeister von Presseck a. D. Siegfried Beyer, Bezirkstagsvizepräsident Andreas Starke, Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz, Msgr. Prof. Dr. Dr. Rüdiger Feulner, Bezirkstagspräsident Henry Schramm, Hans Albert-Ruckdeschel, Dr. Harald Fichtner, Heinz Schott

Zahl­rei­che Freun­de und Weg­be­glei­ter aus Poli­tik und Wirt­schaft gra­tu­lie­ren Rüdi­ger Feul­ner (Foto: Flo­ri­an Berg­mann).
Hin­te­re Rei­he von links: Hofer Land­rat Dr. Oli­ver Bär, Alt­be­zirks­tags­prä­si­dent Dr. Gün­ther Denz­ler, Bam­ber­ger Land­rat Johann Kalb, Kulm­ba­cher Land­rat Klaus Peter Söll­ner, Bür­ger­mei­ster von Presseck Chri­sti­an Rup­pert, Bür­ger­mei­ster von Helm­brechts Ste­fan Pöhl­mann
Vor­de­re Rei­he von links: Bür­ger­mei­ster von Presseck a. D. Sieg­fried Bey­er, Bezirks­tags­vi­ze­prä­si­dent Andre­as Star­ke, Regie­rungs­prä­si­den­tin Hei­drun Piwer­netz, Msgr. Prof. Dr. Dr. Rüdi­ger Feul­ner, Bezirks­tags­prä­si­dent Hen­ry Schramm, Hans Albert-Ruck­de­schel, Dr. Harald Ficht­ner, Heinz Schott

Bezirks­tags­prä­si­dent Hen­ry Schramm ver­wies dar­auf, dass Enchen­reuth Jahr­hun­der­te lang an der Gren­ze des Fürst­bis­tum Bam­bergs zum Mark­gra­f­en­tum Kulm­bach-Bay­reuth lag, denn hier grenz­te die katho­li­sche Regi­on an die evan­ge­li­sche und in die­sem Fran­ken­wald­dorf ist Rüdi­ger Feul­ner daheim und die­se Lage hat, wie Schramm beton­te, den katho­li­schen Theo­lo­gen und Geschichts­kun­di­gen ohne Fra­ge geprägt, der in Bam­berg das Gym­na­si­um besuch­te und im erz­bi­schöf­li­chen Kna­ben­se­mi­nar Otto­nia­num leb­te und wie Vie­le vor ihm, anschlie­ßend am Prie­ster­se­mi­nar die geist­li­che Lauf­bahn ein­schlug. Feul­ner stu­dier­te katho­li­sche Theo­lo­gie, dazu Phi­lo­so­phie Geschich­te und Klas­si­sche Phi­lo­lo­gie zunächst in Bam­berg, dann in Inns­bruck, wo er den phi­lo­so­phi­schen und den theo­lo­gi­schen Magi­ster­grad erlang­te und bereits im Alter von 27 Jah­ren im glei­chen Jahr in bei­den Fächern die Dok­tor­wür­de zuge­spro­chen bekam.

Wie der Bezirks­tags­prä­si­dent wei­ter berich­te­te, wur­de der Hei­li­ge Stuhl nach weni­gen Jah­ren in der Seel­sor­ge auf den jun­gen Dr. Dr. Feul­ner auf­merk­sam. Er besuch­te ab 1999 die päpst­li­che Diplo­ma­ten­aka­de­mie und dane­ben stu­dier­te er noch im Rom Kir­chen­recht und erlangt dar­in einen Abschluss und ist Lizen­ti­at des Kano­ni­schen Rechts. Ein Lizen­ti­at ist im katho­li­schen Hoch­schul­recht der Inha­ber der aka­de­mi­schen Vor­aus­set­zung, um an kirch­li­chen Hoch­schu­len leh­ren zu dür­fen. Prak­ti­sche Erfah­rung sam­mel­te Rüdi­ger Feul­ner an der stän­di­gen diplo­ma­ti­schen Ver­tre­tung des Hei­li­gen Stuhls in Boli­vi­en. Nach Abschluss der Aka­de­mie war Feul­ner dann als Nun­tia­tur­se­kre­tär ein­ge­setzt, zunächst in Asta­na, der Haupt­stadt Kasach­stans, anschlie­ßend in Wien und Ber­lin. Bezirks­tags­prä­si­dent Hen­ry Schramm wei­ter: „Auf­ge­stie­gen zum Lega­ti­ons­rat wirk­te er von 2013 bis 2014 in Vene­zue­la, danach bis 2019 in Brüs­sel. Er erleb­te Papst­be­su­che in sei­nen Wir­kungs­stät­ten und orga­ni­sier­te sie maß­geb­lich mit, auch den Deutsch­land­be­such Bene­dikts XVI. im Jahr 2011.“

Seit 2002 ist Rüdi­ger Feul­ner auch mit dem Titel eines Päpst­li­chen Ehren­ka­plans, Mon­si­gno­re, aus­ge­zeich­net und lehrt die Fächer Dog­ma­tik und Dog­men­ge­schich­te an der Uni­ver­si­tät der Bene­dik­ti­ner­ab­tei Hei­li­gen­kreuz im Wie­ner­wald, der größ­ten, deutsch­spra­chi­gen theo­lo­gi­schen Fakul­tät. Seit 2014 ist Rüdi­ger Feul­ner Pro­fes­sor an der Katho­li­schen Uni­ver­si­tät Cara­cas. Bezirks­tags­prä­si­dent Hen­ry Schramm: „Dop­pel­ter Dok­tor und noch dazu Lizen­ti­at, Pro­fes­sor, Lega­ti­ons­rat, Mon­si­gno­re, deren Wür­den und Auf­ga­ben sind es vie­le. Doch über all dem hat Rüdi­ger Feul­ner nie ver­ges­sen, wo er her­kommt, wo sei­ne Wur­zeln sind. Immer wie­der, bei jeder Gele­gen­heit hat es ihn nach Ober­fran­ken gezo­gen. Oft war er in Enchen­reuth, wohl noch öfter in Markt­z­euln, wo ihn eine enge Freund­schaft mit dem lang­jäh­ri­gen Orts­pfar­rer Wolf­gang Scher­bel ver­bin­det. Sähe man nur die äuße­ren Lebens­da­ten, könn­te man Mon­si­gno­re Prof. Dr. Dr. Rüdi­ger Feul­ner für einen trocke­nen Stu­ben­ge­lehr­ten hal­ten, aber weit gefehlt. Am wohl­sten fühlt er sich, so scheint mir, unter Men­schen. Er pflegt die Gemein­schaft und die Gesel­lig­keit und weiß das gute, unbe­schwer­te Mit­ein­an­der zu genie­ßen.“

Seit etwas über einem Jahr wirkt Rüdi­ger Feul­ner wie­der in sei­nem Ober­fran­ken, wo er zum Pfarr­vi­kar für War­ten­fels ernannt wur­de und auch die Kir­chen­ge­mein­den von Rei­chen­bach, Presseck und sei­ner Hei­mat­ge­mein­de Enchen­reuth betreut. Als Bot­schaf­ter der frän­ki­schen Regi­on kann er sich jetzt auch einem sei­ner Lieb­lings­an­lie­gen wid­men: Der Wall­fahrts­ba­si­li­ka in Mari­en­wei­her. Seit 2010 ist Rüdi­ger Feul­ner Vor­sit­zen­der des Freun­des­krei­ses, seit 2014 auch der neu errich­te­ten Stif­tung „Wall­fahrts­ba­si­li­ka Mari­en­wei­her“. Bezirks­tags­prä­si­dent Schramm: „Er setzt sich dafür ein, die geist­li­che und gei­sti­ge Strahl­kraft des Gna­den­or­tes im Fran­ken­wald und dar­über hin­aus wei­ter zu erhö­hen.“

Für sein außer­ge­wöhn­li­ches Enga­ge­ment hat der Bezirks­tag Ober­fran­ken beschlos­sen, Rüdi­ger Feul­ner mit der Ehren­me­dail­le des Bezirks Ober­fran­ken aus­zu­zeich­nen. Hen­ry Schramm dazu: „Mit der Medail­le ver­bun­den ist unser Dank für Dei­nen Ein­satz und Dein Enga­ge­ment für unse­re Regi­on, für unser Ober­fran­ken, unse­re Hei­mat. Man spürt, dass Du das, was Du tust, ger­ne und mit vol­ler Über­zeu­gung tust und getan hast. Du trägst Ober­fran­ken im Her­zen und hast Dei­ne Hei­mat als eine Art Mar­ken­bot­schaf­ter in der Welt bekannt gemacht.“

Mon­si­gno­re Prof. Dr. Dr. Rüdi­ger Feul­ner dank­te mit herz­li­chen Wor­ten für die Aus­zeich­nung: „Ich tra­ge die Medail­le am Her­zen, aber auch in mei­nem Her­zen.“

Wer­ner Reiß­aus

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