MdB Dr. Sil­ke Lau­nert: “Fich­tel­berg, Gold­kro­nach und Hum­mel­tal pro­fi­tie­ren von Sofort­hil­fe­pro­gramm”

Eines der Museen mit den höchsten Besucherzahlen im Landkreis Bayreuth ist das Deutsche Fahrzeug- und Automobilmuseum in Fichtelberg. Im Bild von links: Gabi Eckert, Dr. Silke Launert, Perry Eckert und Bürgermeister Sebastian Voit

Eines der Muse­en mit den höch­sten Besu­cher­zah­len im Land­kreis Bay­reuth ist das Deut­sche Fahr­zeug- und Auto­mo­bil­mu­se­um in Fich­tel­berg. Im Bild von links: Gabi Eckert, Dr. Sil­ke Lau­nert, Per­ry Eckert und Bür­ger­mei­ster Seba­sti­an Voit

Fünf Muse­en aus dem Bay­reu­ther Land­kreis wer­den mit zusam­men über 70.000 Euro aus dem „Sofort­hil­fe­pro­gramm Hei­mat­mu­se­en“ geför­dert, das hat die CSU-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Dr. Sil­ke Lau­nert bekannt gege­ben. Im Ein­zel­nen gehen die För­der­gel­der an das Gold­berg­bau­mu­se­um Gold­kro­nach (12.000 Euro), das neue Besu­cher­berg­werk in Gold­kro­nach (10.215 Euro), das Deut­sche Fahr­zeug- und Auto­mo­bil­mu­se­um Fich­tel­berg (22.400 Euro) das Besu­cher­berg­werk „Gleiß­in­ger Fels“ in Fich­tel­berg (23.249 Euro) und das Muse­um „Hum­mel­stu­be“ in Hum­mel­tal (4.292 Euro).

Damit erfah­re die Muse­ums­land­schaft im Land­kreis eine enor­me Auf­wer­tung, freu­te sich Lau­nert. Mit den Zuwen­dun­gen wer­de nicht nur die Kul­tur unse­res Rau­mes gestärkt, auch das gro­ße Enga­ge­ment und die Arbeit der vie­len ehren­amt­li­chen Hel­fer vor Ort wer­de damit gewür­digt. „Geld, das in die Fort­ent­wick­lung unse­rer Muse­en inve­stiert wird, ist gut ange­leg­tes Geld“, so Lau­nert. Sie hat­te die För­der­be­schei­de jetzt per­sön­lich vor Ort in den ein­zel­nen Ein­rich­tun­gen über­ge­ben. Dabei sah sie die Coro­na-Kri­se durch­aus auch als gro­ße Chan­ce für das Fich­tel­ge­bir­ge und die Frän­ki­sche Schweiz, da vie­len Men­schen die tou­ri­sti­schen Attrak­tio­nen ihrer Regi­on erst wie­der so rich­tig bewusst wer­den. Lau­nert: „Mit sei­ner reich­hal­ti­gen Kul­tur, der viel­fäl­ti­gen Natur und der her­vor­ra­gen­den Infra­struk­tur hat das Bay­reu­ther Land enorm viel zu bie­ten.“

Obwohl es das Muse­um schon seit mitt­ler­wei­le 27 Jah­ren gebe, habe es bis­lang noch kei­ne För­de­rung erfah­ren, sag­te Per­ry Eckert vom Fahr­zeug- und Auto­mo­bil­mu­se­um Fich­tel­berg. Umso grö­ßer sei die Freu­de, jetzt dabei zu sein, zumal das Fahr­zeug­mu­se­um zu den Muse­en im Land­kreis mit den höch­sten Besu­cher­zah­len gehö­re. Im Besu­cher­berg­werk Gleiß­in­ger Fels sol­len die För­der­gel­der dazu bei­tra­gen, den Ori­gi­nal­zu­stand wie­der­her­zu­stel­len. Bür­ger­mei­ster Seba­sti­an Voit sprach von einem der letz­ten begeh­ba­ren Erz­berg­wer­ke, die es über­haupt gibt. Jose Castro Rie­men­schnei­der, Vor­stands­vor­sit­zen­der der Mon­tan-Stif­tung, der das Berg­werk gehört, beton­te, dass durch die der­zei­ti­gen Arbei­ten am Berg­werk die enge Ver­bin­dung von Tra­di­ti­on, Berg­bau, Natur und Natur­schutz her­vor­ge­ho­ben wer­den soll.

Mit dem Gold­berg­bau­mu­se­um und dem neu­en Besu­cher­berg­werk wer­den in Gold­kro­nach eben­falls gleich zwei Ein­rich­tun­gen geför­dert. „Wir freu­en und über die­se Unter­stüt­zung ganz beson­ders“, sag­te Bür­ger­mei­ster Hol­ger Bär. Nach den Wor­ten von Klaus-Die­ter Nitz­sche vom Gold­berg­bau­mu­se­um soll mit Hil­fe des Gel­des ein Geo­lo­gi­scher Lehr­pfad im Muse­ums­gar­ten ent­ste­hen. In den Hum­mel­stu­ben in Hum­mel­tal plant der Freun­des­kreis schließ­lich die Anschaf­fung von zwei gro­ßen Vitri­nen, in denen unter ande­rem die typi­sche Tracht aus dem Hum­mel­gau gezeigt wer­den soll, so Vor­sit­zen­der Richard Mül­ler.

Durch das Pro­gramm wer­den regio­na­le Muse­en in ihrem Betrieb und ihrer Wei­ter­ent­wick­lung gestärkt und so der Erhalt des imma­te­ri­el­len und mate­ri­el­len Kul­tur­er­bes als wesent­li­cher Teil der kul­tu­rel­len Iden­ti­tät in länd­li­chen Räu­men unter­stützt. Damit lei­stet das Pro­jekt einen Bei­trag zur Schaf­fung gleich­wer­ti­ger Lebens­ver­hält­nis­se und zur Siche­rung der kul­tu­rel­len Teil­ha­be als Teil der regio­na­len Daseins­vor­sor­ge.

Das Pro­jekt „Sofort­hil­fe­pro­gramm Hei­mat­mu­se­en“ des Deut­schen Ver­ban­des für Archäo­lo­gie e.V. rich­tet sich in Koope­ra­ti­on mit dem Deut­schen Muse­ums­bund an regio­na­le Muse­en in länd­li­chen Räu­men mit bis zu 20.000 Ein­woh­ner. Die­se Ein­rich­tun­gen konn­ten Mit­tel bean­tra­gen, um Moder­ni­sie­rungs­maß­nah­men und pro­gramm­be­glei­ten­de Inve­sti­tio­nen durch­zu­füh­ren. Die Mit­tel stam­men aus dem Bun­des­pro­gramm „Länd­li­che Ent­wick­lung“ des Bun­des­land­wirt­schafts­mi­ni­ste­ri­um.