AOK Bam­berg – Forch­heim: Sozia­le Medi­en – So schüt­zen Sie Kin­der im Netz

Blogs, Chats, Foren und sozia­le Netz­wer­ke – das Inter­net bie­tet viel­fäl­ti­ge Mög­lich­kei­ten, sich mit ande­ren schnell und unkom­pli­ziert aus­zu­tau­schen. Das ist reiz­voll, nicht nur für Erwach­se­ne. Kin­der und Jugend­li­che nut­zen digi­ta­le Medi­en immer frü­her, häu­fi­ger und län­ger. So ver­brach­ten im ver­gan­ge­nen Jahr Jugend­li­che im Alter von zwölf bis 18 Jah­ren in Deutsch­land fast 3,5 Stun­den täg­lich im Inter­net. Zehn Jah­re zuvor waren es gute zwei Stun­den. Das zeigt die aktu­el­le JIM-Stu­die des medi­en­päd­ago­gi­schen For­schungs­ver­bunds Süd­west (mpfs). Jugend­li­che sind dem­nach auch zuneh­mend kon­fron­tiert mit Mob­bing und Hass im Netz. Jeder fünf­te Jugend­li­che gibt an, dass er bereits ein­mal Opfer sol­cher Attacken war. „Digi­ta­le Medi­en bie­ten Chan­cen, ber­gen aber auch Risi­ken. Früh­zei­tig Medi­en­kom­pe­tenz zu ver­mit­teln, ist daher eine wich­ti­ge Vor­aus­set­zung, um Kin­dern ein gutes und gesun­des Auf­wach­sen im digi­ta­len Zeit­al­ter zu ermög­li­chen“, so Klaus Knorr, Direk­tor von der AOK in Bam­berg-Forch­heim.

Gemein­sam das Inter­net ent­decken

Um mög­li­chen Risi­ken wie bei­spiels­wei­se Cyber-Mob­bing vor­zu­beu­gen, soll­ten Eltern zunächst gemein­sam mit ihrem Kind die Welt der sozia­len Medi­en erkun­den. Von Cyber-Mob­bing spricht man, wenn jemand in sozia­len Medi­en syste­ma­tisch und über einen län­ge­ren Zeit­raum hin­weg belei­digt und bloß­ge­stellt wird. Im Umgang mit den unter­schied­li­chen Platt­for­men wie bei­spiels­wei­se Tik­Tok, Snap­chat oder Insta­gram kön­nen ein­fa­che Regeln hel­fen. Per­sön­li­che Daten und Fotos soll­ten Nut­zer für sich behal­ten und gene­rell mög­lichst weni­ge Daten im Inter­net ver­öf­fent­li­chen. Die voll­stän­di­ge Adres­se oder Han­dy­num­mer sind tabu. Beim Anle­gen von Pro­fi­len in sozia­len Netz­wer­ken soll­ten unbe­dingt die Sicher­heits­ein­stel­lun­gen für den pri­va­ten Bereich beach­tet und genutzt wer­den. „Emp­feh­lens­wert ist es auch, Freund­schafts­an­fra­gen gründ­lich zu prü­fen und nur gute Bekann­te aus dem rea­len Leben in die Freun­des­li­ste auf­zu­neh­men“, so Knorr. Gene­rell gilt, sich auf Kom­mu­ni­ka­ti­ons­platt­for­men nie­mals in Strei­te­rei­en und Pro­vo­ka­tio­nen ver­wickeln zu las­sen, son­dern nur gut über­leg­te Bei­trä­ge online zu stel­len.

Mob­bing im Inter­net

Doch was tun, wenn es bereits zu Cyber-Mob­bing-Attacken gekom­men ist? „Wich­tig ist, nichts zu über­stür­zen und gemein­sam mit dem betrof­fe­nen Kind nach Lösun­gen zu suchen“, so Knorr. Hilf­reich kann es sein, den Klas­sen­leh­rer zu infor­mie­ren, damit die­ser Cyber-Mob­bing im Unter­richt zum The­ma machen kann. Bei mas­si­ven Attacken ist es zudem sinn­voll, mit­hil­fe von Bild­schirm­auf­nah­men Bele­ge der Gemein­hei­ten zu sam­meln sowie alle Infor­ma­tio­nen und Benut­zer­na­men zum Vor­fall zu notie­ren. Sofern die Betei­lig­ten bekannt sind, soll­ten Eltern die­se auf­for­dern, die Inhal­te zu ent­fer­nen. Häu­fig hören die Attacken auf, wenn das Mob­bing the­ma­ti­siert wird. Bleibt dies erfolg­los, kann man sich an den Betrei­ber der Inter­net­platt­form wen­den und ihn auf­for­dern, die Inhal­te zu löschen. Übri­gens: Mas­si­ve Belei­di­gun­gen und Dro­hun­gen sind straf­bar, genau­so wie das uner­laub­te Ver­öf­fent­li­chen von Fotos oder Vide­os. „Dage­gen kann man bei der Poli­zei Anzei­ge erstat­ten“, so Knorr.

AOK ist neu­er Part­ner von SCHAU HIN!

Die AOK unter­stützt als neu­er Part­ner die Initia­ti­ve „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medi­en macht.“ Der Medi­en­rat­ge­ber für Fami­li­en will Eltern sen­si­bi­li­sie­ren und moti­vie­ren, ihre Kin­der aktiv in die Welt der Medi­en zu beglei­ten. „Wir wol­len dazu bei­tra­gen, dass ins­be­son­de­re Kin­der ler­nen, Medi­en mit Freu­de und vor allem gefahr­los zu nut­zen“, so Knorr. Mehr Infor­ma­tio­nen zu SCHAU HIN! gibt es unter www​.schau​-hin​.info