KI-Netz­werk in Bay­ern: Uni­ver­si­tät Bam­berg betreibt inter­dis­zi­pli­nä­re KI-For­schung mit allen Fakul­tä­ten

Bild: Wis­sen­schafts­mi­ni­ster Bernd Sibler (mi.) mit Prof. Dr. Dr. habil. Gode­hard Rup­pert, amtie­ren­der Prä­si­dent der Uni­ver­si­tät Bam­berg (re.) und Prof. Dr. Kai Fisch­bach, zukünf­ti­ger Prä­si­dent der Uni­ver­si­tät Bam­berg (ab 1. Okto­ber 2020) (li.) (Foto: Ben­ja­min Her­ges / Uni­ver­si­tät Bam­berg)

Wis­sen­schafts­mi­ni­ster Bernd Sibler besucht Uni­ver­si­tät Bam­berg

Bay­ern arbei­tet mit Hoch­druck dar­an, sei­ne Stel­lung als einer der füh­ren­den Stand­or­te für Künst­li­che Intel­li­genz (KI) wei­ter aus­zu­bau­en, unter ande­rem in Bam­berg. Als Teil sei­ner Stra­te­gie spannt der Frei­staat im Rah­men der High­tech Agen­da Bay­ern (HTA) aus­ge­hend vom KI-Zen­trum in Mün­chen und den Kno­ten­punk­ten in Würz­burg, Erlan­gen-Nürn­berg und Ingol­stadt ein lan­des­wei­tes, the­ma­tisch fokus­sier­tes Netz­werk in der KI-For­schung auf. Die Otto-Fried­rich-Uni­ver­si­tät Bam­berg hat­te im Mai 2020 im Rah­men eines bay­ern­wei­ten wis­sen­schafts­ge­lei­te­ten Wett­be­werbs um die Ein­rich­tung von KI-Pro­fes­su­ren sie­ben Pro­fes­su­ren gewin­nen kön­nen.

Inter­dis­zi­pli­nä­re Zusam­men­ar­beit der Infor­ma­tik mit den Geistes‑, Kultur‑,Sozial-und Human­wis­sen­schaf­ten als Allein­stel­lungs­merk­mal

Wis­sen­schafts­mi­ni­ster Bernd Sibler infor­mier­te sich heu­te vor Ort über die Akti­vi­tä­ten der Uni­ver­si­tät Bam­berg auf dem Gebiet der Künst­li­chen Intel­li­genz und unter­strich: „Ich habe mich sehr dar­über gefreut, dass sich die Uni­ver­si­tät Bam­berg sie­ben Pro­fes­su­ren im wis­sen­schafts­ge­lei­te­ten KI-Wett­be­werb sichern konn­te. Hier am Stand­ort ent­steht damit fak­tisch ein neu­es KI-Zen­trum. Es ist ein ganz beson­de­res Allein­stel­lungs­merk­mal der Uni­ver­si­tät Bam­berg, dass im Bereich der KI-For­schung die klas­si­schen Inge­nieurs­wis­sen­schaf­ten wie die Infor­ma­tik inter­dis­zi­pli­när mit den Geistes‑, Kultur‑, Sozi­al-und Human­wis­sen­schaf­ten zusam­men­ar­bei­ten. Im Vor­der­grund der For­schung steht dabei der Mensch in sei­nen ver­schie­de­nen Lebens­be­rei­chen, vom Pri­vat­le­ben über die Arbeit bis hin zur Pfle­ge. Die Uni­ver­si­tät Bam­berg ist damit eine wich­ti­ge Part­ne­rin im Netz der baye­ri­schen KI-For­schung und kann den Fort­schritt und die Inno­va­tio­nen in dem für uns alle bedeut­sa­men Zukunfts­feld der Künst­li­chen Intel­li­genz ent­schei­dend mit­ge­stal­ten.

Sie­ben neu bewil­lig­te Pro­fes­su­ren adres­sie­ren unter­schied­li­che KI-For­schungs­be­rei­che

Seit mehr als zehn Jah­ren betreibt die Uni­ver­si­tät Bam­berg in ihrer Fakul­tät für Wirt­schafts­in­for­ma­tik und Ange­wand­te Infor­ma­tik For­schung und Leh­re in den Berei­chen Künst­li­che Intel­li­genz (KI) und Maschi­nel­les Ler­nen. Dabei ver­fügt sie über einen Stu­di­en­schwer­punkt Künst­li­che Intel­li­genz und zeich­net sich durch zahl­rei­che For­schungs­bei­trä­ge im Bereich men­schen­zen­trier­ter KI-Syste­me aus. Die sie­ben im Rah­men des KI-Wett­be­werbs neu bewil­lig­ten Pro­fes­su­ren adres­sie­ren so unter­schied­li­che KI-For­schungs­be­rei­che wie die auto­ma­ti­sier­te Text­ana­ly­se in den Gei­stes-und Human­wis­sen­schaf­ten, ver­trau­ens­wür­di­ge KI-Syste­me und den effi­zi­en­ten Ein­satz von Künst­li­cher Intel­li­genz in Unternehmen.Der Prä­si­dent der Uni­ver­si­tät Bam­berg, Prof. Dr. Dr. habil. Gode­hard Rup­pert, beton­te anläss­lich des Besuchs des Wis­sen­schafts­mi­ni­sters: „Neben der Aner­ken­nung der Arbeit, die hier in den letz­ten Jah­ren gelei­stet wur­de, freut mich beson­ders, dass wir damit ein noch stär­ke­rer Part­ner der Regi­on sein kön­nen. Was immer in der Regi­on Bam­berg in Sachen Digi­ta­li­sie­rung ange­gan­gen wird, kann von der Zusam­men­ar­beit mit der Uni­ver­si­tät nur pro­fi­tie­ren. Die Uni­ver­si­tät wie die KI wer­den hier mit­tel-und lang­fri­stig wesent­li­che Fak­to­ren der Ent­wick­lung sein.

100 neue Pro­fes­su­ren auf dem Zukunfts­ge­biet der KI

Die For­schung im Bereich Künst­li­che Intel­li­genz stellt einen der Schwer­punk­te der im Okto­ber 2019 von Mini­ster­prä­si­den­ten Dr. Mar­kus Söder ange­kün­dig­ten High­tech Agen­da Bay­ern dar. 50 KI-Pro­fes­su­ren wur­den zur geziel­ten Stär­kung des KI-Zen­trums in Mün­chen und den Kno­ten­punk­ten in Würz­burg, Erlan­gen-Nürn­berg und Ingol­stadt gesetzt, 50 wei­te­re KI-Pro­fes­su­ren wur­den im Rah­men des KI-Wett­be­werbs ver­ge­ben. Dadurch soll auch der Leh­re an den Hoch­schu­len und damit der Aus­bil­dung drin­gend benö­tig­ter Fach-und Füh­rungs­kräf­te in allen Regio­nen Bay­erns ein kräf­ti­ger Schub ver­lie­hen wer­den und eine brei­te Ver­an­ke­rung der KI an den baye­ri­schen Hoch­schu­len erfol­gen. „Mit ins­ge­samt 100 neu­en Pro­fes­su­ren auf die­sem Zukunfts­ge­biet legen wir die Grund­la­ge dafür, dass Bay­ern als Wis­sen­schafts­stand­ort sei­ne Sicht­bar­keit und Wett­be­werbs­po­si­ti­on auf die­sem begehr­ten Markt ent­schei­dend ver­bes­sern kann. Das ist auch mit Blick auf die Bele­bung der Wirt­schaft und von Wert­schöp­fungs­ket­ten nach der Coro­na-Pan­de­mie wert­voll“, so Sibler.