Pfingst­pre­digt von Erz­bi­schof Lud­wig Schick in der Coro­na-Zeit

„Der Hei­li­ge Geist macht das Leben frei und sicher“

Das Pfingst­fest 2020 ist nach Wor­ten von Erz­bi­schof Lud­wig Schick beson­ders wich­tig für einen guten Aus­gang aus dem Lock­down in der Coro­na-Zeit. Gott habe den Hei­li­gen Geist gesandt, der das Leben frei und sicher mache. Er gebe die Kraft, eine Zukunft zu gestal­ten, in der alle Men­schen leben kön­nen, sag­te Schick am Sonn­tag in sei­ner Pfingst­pre­digt im Bam­ber­ger Dom.

„Wir fei­ern Pfing­sten in einer Zeit, in der wir aus dem Lock­down lang­sam her­aus­kom­men. Immer mehr Frei­hei­ten wer­den eröff­net, zugleich wird aber auch Sicher­heit ver­langt, um kei­ne zwei­te Wel­le zu ver­ur­sa­chen“, sag­te der Erz­bi­schof. Es stel­le sich die Fra­ge: „Wie müs­sen wir uns nach Coro­na ver­hal­ten, damit wir ein sowohl frei­heit­li­ches als auch siche­res Leben füh­ren, das in Zukunft auch Epi­de­mien früh erkennt und sie ein­grenzt.“ An Pfing­sten wird gebe­tet: „Gott, sen­de aus Dei­nen Geist, und das Ant­litz der Erde wird neu.“

Der Hei­li­ge Geist müs­se in die­ser Welt leben­dig blei­ben, füg­te Schick hin­zu. „Es ist Auf­ga­be der Kir­che, Got­tes Geist im Bewusst­sein der Men­schen und der Welt zu erhal­ten.“ Er sei der Geist Jesu Chri­sti und des Evan­ge­li­ums, der das Leben human gestal­te in allen Dimen­sio­nen. Der Erz­bi­schof ging auf die sie­ben Gaben ein: Weis­heit und Ein­sicht, Rat, Erkennt­nis und Stär­ke, Fröm­mig­keit und Got­tes­furcht und führ­te aus: „Es ist der Hei­li­ge Geist, der wei­se macht und Erkennt­nis von rich­tig und falsch schenkt. Er regt den Ver­stand an, das gute Leben zu suchen für alle.“ Er sei der Geist der Stär­ke, der alle Kräf­te bün­delt, um Mensch­heit und Schöp­fung eine gute Zukunft zu ermög­li­chen, der uns voll­brin­gen lässt, was wir als gut und rich­tig erkannt haben und davor bewahrt, alle Schwie­rig­kei­ten zu mei­den und in Mit­tel­mä­ßig­keit und Gleich­gül­tig­keit abzu­glei­ten“, so Schick wei­ter. Die Ehr­furcht vor Gott impli­zie­re auch Ehr­furcht vor der Wür­de des Men­schen und vor der gan­zen Schöp­fung. Die Fröm­mig­keit in Gebet und Got­tes­dienst mache den Men­schen nütz­lich für die Mit­men­schen.

Der Pfingst­got­tes­dienst wird auf www​.you​tube​.com/​e​r​z​b​i​s​t​u​m​b​a​m​b​erg live über­tra­gen und kann auch im Nach­hin­ein dort ange­schaut wer­den.