Bam­berg: 5. Mai 2020 – Euro­päi­scher Pro­test­tag zur Gleich­stel­lung von Men­schen mit Behin­de­rung – Mal­te­ser Schul­be­glei­tung – Inklu­si­ons­ar­beit in Zei­ten von Coro­na

Bam­berg. Coro­na wir­belt die Welt durch­ein­an­der. Auch Kin­der mit Beein­träch­ti­gung, die auf eine Regel- oder För­der­schu­le gehen, lei­den unter den Fol­gen der Pan­de­mie. Über 660 Schul­be­glei­ter in Bay­ern unter­stüt­zen in der Regel Kin­der in ihrem Schul­all­tag. „Schul­be­glei­ter ermög­li­chen Kin­dern mit Han­di­cap den Besuch einer Regel­schu­le, was für die Ent­wick­lung und das Selbst­wert­ge­fühl der Betrof­fe­nen eine enor­me Hil­fe ist“, sagt San­dra Mors­bach, Lei­te­rin des Schul­be­gleit­dien­stes im Bezirk Nürn­berg. Auch in der Coro­na­zeit und den damit erfolg­ten Schul­schlie­ßun­gen waren die Mal­te­ser für ihre Kli­en­ten da. „Wo es ging, haben unse­re Schul­be­glei­ter tele­fo­ni­schen Kon­takt zu den Fami­li­en gehal­ten“, so Mors­bach. Seit dem 27. April läuft der Schul­be­trieb wie­der an und damit auch ver­mehrt der Ein­satz der Schul­be­glei­ter. Die­ser hat sich aber ver­än­dert, erklärt Mors­bach: „Nor­ma­ler­wei­se haben Schul­be­glei­ter einen engen Kon­takt zu den anver­trau­ten Kin­dern. Die­ses müs­sen wir natür­lich – gemäß allen Hygie­ne- und Abstands­vor­schrif­ten aktu­ell anpas­sen.“ Den­noch ist Mors­bach froh, dass wie­der All­tag in das Leben der Kin­der mit Behin­de­rung ein­tritt. „Für die Kin­der sind gere­gel­te Abläu­fe wich­tig. Dass es jetzt wie­der zur Nor­ma­li­tät zurück­geht, wenn auch in klei­nen Schrit­ten, ist eine gro­ße Hil­fe und Ent­la­stung.“

Der Mal­te­ser Schul­be­gleit­dienst in Bay­ern

Über 660 Mal­te­ser Schul­be­glei­ter unter­stüt­zen in Bay­ern Kin­der und Jugend­li­che mit kör­per­li­chen, gei­sti­gen und see­li­schen Behin­de­run­gen in Kin­der­gär­ten und –krip­pen, in Hor­ten und Schu­len. Die­se Hel­fer ermög­li­chen den Besuch und die tat­säch­li­che Teil­ha­be in der ent­spre­chen­den Ein­rich­tung. Sie sind dabei die stil­len Hel­fer im Hin­ter­grund, die Betrof­fe­nen bei Bedarf zur Hand gehen „Unser Anspruch ist die Chan­cen­gleich­heit für alle“ erläu­tert San­dra Mors­bach. Bei der indi­vi­du­el­len Ein­zel­be­treu­ung in der Ein­rich­tung ste­hen dabei die Ent­wick­lung der Selbst­stän­dig­keit und die Inte­gra­ti­on in die Grup­pe bzw. in die Klas­se im Vor­der­grund.

Mit der 2008 in Kraft getre­te­nen UN-Behin­der­ten­rechts­kon­ven­ti­on wur­de die Teil­ha­be von Men­schen mit Behin­de­rung in allen Lebens­be­rei­chen bestärkt. „Seit dem Beschluss haben wir vie­len Fami­li­en hel­fen kön­nen. Die Nach­fra­ge ist aber wei­ter groß. Die Mal­te­ser Schul­be­glei­ter ver­su­chen, allen Anfra­gen nach­zu­kom­men und zu hel­fen. Eine 100% Umset­zung ist aber nach wie vor eine gro­ße Her­aus­for­de­rung für Eltern, Kind bzw. Jugend­li­chen sowie die Ein­rich­tung“, sagt Mors­bach. Eine der Haupt­auf­ga­ben des Mal­te­ser Schul­be­gleit­dien­stes ist, hier­bei alle Betei­lig­ten zu unter­stüt­zen und dem Kind bzw. dem Schü­ler bedarfs­ge­rech­te Hil­fen zu ermög­li­chen.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum Mal­te­ser Schul­be­gleit­dienst erhal­ten Inter­es­sier­te unter der
Tele­fon­num­mer 0911÷96891−28 oder auf der Home­page www​.mal​te​ser​-schul​be​gleit​dienst​.de.