Baye­ri­sche Justiz­voll­zugs­an­stal­ten pro­du­zie­ren bis zu sie­ben Mil­lio­nen Mund-Nasen-Bedeckun­gen pro Jahr

Ab der kom­men­den Woche gilt in Bay­ern eine sog. Mas­ken­pflicht: Das Tra­gen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist ab dem 27. April 2020 in allen Läden und dem öffent­li­chen Nah­ver­kehr verpflichtend.

Die baye­ri­sche Justiz fährt schon seit eini­gen Wochen die Pro­duk­ti­on von Mund-Nase-Mas­ken (MNM) in den Justiz­voll­zugs­an­stal­ten hoch. Nach Aich­ach, Amberg, Kais­heim und Mün­chen wer­den jetzt auch Gefan­ge­ne der Justiz­voll­zugs­an­stal­ten Ber­nau, St. Geor­gen-Bay­reuth und Hof mit­hel­fen. Zudem wer­den in den JVAs Lands­berg am Lech, Nürn­berg und Strau­bing Mas­ken für den Eigen­be­darf im Voll­zug pro­du­ziert. Bay­erns Justiz­mi­ni­ster Georg Eisen­reich: “Coro­na wird uns noch lan­ge for­dern. Aber gemein­sam bewäl­ti­gen wir die­se Kri­se. Ich freue mich über das gro­ße Enga­ge­ment von Mit­ar­bei­tern und Gefan­ge­nen der baye­ri­schen JVAs.”

Die Zahl der Nähe­rin­nen und Näher hat sich mehr als ver­dop­pelt und ist auf über 100 Gefan­ge­ne ange­stie­gen. Die Justiz hat kurz­fri­stig 65 moder­ne Schnell-Näh­ma­schi­nen im Gesamt­wert von etwa 150.000 Euro ange­schafft und bestehen­de Arbeits­be­trie­be in den JVAs wie Pol­ste­rei­en und Schuh­ma­che­rei­en zu Schnei­de­rei­en umge­wid­met. Die Gefan­ge­nen (übri­gens nicht nur Frau­en, auch Män­ner) nähen Gum­mi-Lit­zen für eine baye­ri­sche Fir­ma an die Mas­ken-Roh­lin­ge. Das Unter­neh­men wie­der­um lie­fert sie an das Zen­tral­la­ger der Staats­re­gie­rung – 1,6 Mio. Mas­ken im Jahr sind geplant.

Wei­te­re 5,4 Mio. Mas­ken will die­se Fir­ma jähr­lich in der JVA Augs­burg-Gab­lin­gen pro­du­zie­ren. Dort rich­tet der Tex­til­zu­lie­fe­rer der­zeit eine Pro­duk­ti­ons­stra­ße ein. 450.000 Mas­ken wer­den dort künf­tig pro Monat her­ge­stellt – vom Zuschnitt und Pres­sen der Mas­ken im Sekun­den­takt über die Ver­ar­bei­tung bis hin zur Ver­packung. Die ersten Maschi­nen wur­den bereits angeliefert.