Tier-Fernsehen gegen den „Corona-Koller“ – mit LBV-Webcams neue Vogelarten kennenlernen

Natur live und hautnah zuhause erleben – Staren und Wanderfalken beim Brüten zuschauen

In Zeiten der Corona-Krise ist klar, auch wenn das soziale Leben herunterfährt, der Frühling ist voll im Gange und die Natur hat nicht geschlossen. Damit der Frühling nicht draußen vor der Haustüre bleibt, empfiehlt der LBV: Ganz bequem vom eigenen Wohnzimmer aus in das Wohnzimmer anderer zu schauen – und zwar in das von Staren, Fledermäusen und Co. „Mit unseren zahlreichen Live-Webcams erhalten alle Bayern exklusive Einblicke in die Tierwelt, holen sich so die Natur direkt ins Wohnzimmer und lernen ganz nebenbei Neues über unsere heimischen Tierarten“, so LBV-Sprecher Markus Erlwein. Dabei geben die Webcams Antworten auf die Fragen: Wie verhalten sich unsere Gartenvögel am Futterhaus? Wie gehen Wanderfalken mit ihrem Nachwuchs um? Was machen Fledermäuse tagsüber und wann brechen sie zur Jagd auf? „Mit unseren LBV-Webcams kann gerade jetzt, wo wir so viel Zeit wie möglich zuhause verbringen müssen, jeder hautnah am Leben der Tiere teilnehmen“, sagt Erlwein. Eine Übersicht aller LBV-Webcams gibt es unter www.lbv.de/webcams.

Live-Webcam am Futterhaus in Hilpoltstein

Im Garten vor der LBV-Zentrale in Hilpoltstein steht an der hauseigenen Futterstelle Deutschlands erste Futterhaus-Webcam. In HD-Qualität können den gesamten Tag über Gäste wie Kohlmeise, Grünfink und Feldsperling am Futterplatz beobachtet werden. „So lernt man welcher Vogel welches Futter am liebsten frisst, wer wen verjagt und wer häufiger oder eher seltener vorbeischaut. Auch neue Vogelarten kann man so ganz bequem von der Couch aus kennenlernen“, erklärt Markus Erlwein. Ihre Beobachtungen können die Zuschauer mit anderen Vogelfreund*innen in einem Gästebuch teilen. Außerdem können viele Spatzen, aber auch seltenere Gäste wie der Buntspecht oder das Eichhörnchen entdeckt werden unter www.lbv.de/futtercam.

Wanderfalken-Webcam im Regensburger Rathausturm

Der Wanderfalke ist der schnellste Vogel der Welt. Die Brut der beeindruckenden Vögel ist bereits in vollem Gange und kann mit der Webcam im Turm des alten Regensburger Rathauses live beobachtet werden. „Die Falken wechseln sich beim Bebrüten der vier Eier regelmäßig ab. In etwa drei Wochen werden die Jungen schlüpfen. Dann kann jeder live die Fütterung der weißen Federbälle und ihr Heranwachsen zu beeindruckenden Jägern der Lüfte erleben“, weiß der LBV-Sprecher. Auf der Facebook-Fanseite Rathausturm-Wanderfalken gibt es dazu fast täglich Updates und Wissenswertes zu den Wanderfalken. Die Webcam ist erreichbar unter www.lbv.de/falken-regensburg.

Turmfalken-Webcam in Memmingen/Unterallgäu

Wie in den letzten beiden Jahren hat sich ein Turmfalkenpaar in einem Schleiereulenkasten eingemietet. Turmfalken brüten bevorzugt in Kirchtürmen und anderen hohen Gebäuden. Bei der Nahrungssuche auf Feldern sind sie gut an ihrem Rüttelflug, dem an einer Stelle in der Luft stehen, zu erkennen. Seit gestern liegt das erste Ei im Nistkasten. Wenn das Gelege mit fünf bis sechs Eier vollständig ist, fangen die Falken an zu brüten. Diese und noch weitere Turmfalken-Webcams gibt es hier: www.lbv.de/turmfalkencam oder www.lbv.de/webcams.

Staren-Webcam im Oberallgäu

Wer schon immer einmal wissen wollte, was der schillernde Star zuhause so treibt, kann derzeit mit einer Webcam in Waltenhofen direkt in die vier Wände eines Staren-Pärchens schauen. „Die Zugvögel sind seit kurzem aus ihren Winterquartieren zurück und sind nun damit beschäftigt, fleißig Nistmaterial in ihre Nisthöhlen einzutragen“, verrät Erlwein. Einblicke ins bunte Starenleben gibt es unter www.lbv.de/starencam-allgaeu.

Deutschlands einzige Fledermaus-Webcam in Hohenburg

Mit der „Hufi-Cam“ des LBV kann die am stärksten bedrohte Fledermausart Deutschlands im LBV-Fledermaushaus in Hohenburg (Oberpfalz) beobachtet werden. Dort befindet sich deutschlandweit die letzte Wochenstube der Großen Hufeisennasen, für deren Schutz sich der LBV seit vielen Jahren einsetzt. Mit Erfolg: so steigen die Winterzahlen der Fledermaus jährlich um etwa 20 Prozent an. „Die ersten Hufeisennasen haben ihre Winterhöhlen schon verlassen und das Sommerquartier im Dach des Fledermaushaus bereits bezogen“, so Erlwein.  Bei milden Temperaturen können Sie das Ein- und Ausfliegen der Fledermäuse beobachten unter www.lbv.de/huficam.