Ober­fran­ken: Hotel- und Gast­stät­ten­ver­band lei­det unter dem Coro­na­vi­rus – Hil­fe­ruf an die Poli­tik

Ober­fran­ken. Bereits jetzt zeich­net sich ab, dass auch vie­le ober­frän­ki­sche Betrie­be durch das Coro­na­vi­rus mas­siv geschä­digt wer­den: Das baye­ri­sche Gast­ge­wer­be wird durch den Aus­bruch des neu­ar­ti­gen Coro­na­vi­rus mas­siv getrof­fen. „Nicht nur die Absa­ge von Groß­ver­an­stal­tun­gen wie der Inter­na­tio­na­len Hand­werks­mes­se führt zu aus­blei­ben­den Gästen sowie mas­sen­haf­ten Stor­nie­run­gen“, berich­tet Ange­la Insel­kam­mer, Prä­si­den­tin des Baye­ri­schen Hotel- und Gast­stät­ten­ver­ban­des DEHO­GA Bay­ern. Auch wenn sich der Scha­den noch nicht seri­ös bezif­fern lässt, zei­gen Rück­mel­dun­gen aus Betrie­ben, dass Hotel­ge­sell­schaf­ten und Event­ga­stro­no­men Ein­bu­ßen im hohen sechs- bis sie­ben­stel­li­gen Bereich zu ver­kraf­ten haben. „Lee­re Bet­ten bedeu­ten dabei immer auch lee­re Restau­rants, was schnell zu dau­er­haf­ten Fol­ge­schä­den für den Tou­ris­mus, Bay­erns zweit­wich­tig­ste Leit­öko­no­mie, füh­ren kann“, führt Insel­kam­mer aus, denn: „Der ohne­hin statt­fin­den­de Pro­zess des Wirts­haus­ster­bens wird auf­grund des Umsatz­rück­gangs erheb­lich beschleu­nigt wer­den und ein­mal geschlos­se­ne Betrie­be wer­den ihre Türen für immer geschlos­sen haben.“

Aus die­sem Grund for­dert der DEHO­GA Bay­ern ein umfas­sen­des Maß­nah­men­pa­ket sei­tens der Bun­des- und Lan­des­re­gie­rung. Hier­un­ter fällt zum Bei­spiel eine Ände­rung der Kurz­ar­bei­ter­geld­re­ge­lung, die bis zum Ende der Pan­de­mie gel­ten muss, die eine 100-pro­zen­ti­ge Erstat­tung der Sozi­al­ab­ga­ben sowie den Ver­zicht auf die Drit­tel­re­ge­lung beinhal­tet und nicht erst ab Antrag­stel­lung gilt, son­dern ab dem Zeit­punkt des Arbeits­aus­falls. Insel­kam­mer: „Der Fokus soll­te auf unbü­ro­kra­ti­schen und für klein- und mit­tel­stän­di­sche Betrie­be leicht umsetz­ba­ren Maß­nah­men lie­gen. Wir dür­fen bei den poli­ti­schen Ent­schei­dun­gen nicht nur ´auf Sicht fah­ren´. Des­we­gen benö­ti­gen wir sowohl schnell wir­ken­de, effek­ti­ve Liqui­di­täts­hil­fen und För­der­maß­nah­men, als auch end­lich den redu­zier­ten Umsatz­steu­er­satz für Essen, unab­hän­gig davon, wo gekauft, wie zube­rei­tet und wie geges­sen. Letz­te­re Maß­nah­me ist uner­läss­lich, um das Gast­ge­wer­be struk­tu­rell in die Lage zu ver­set­zen, der­ar­ti­ge Kri­sen durch­ste­hen zu kön­nen.“