Erz­bi­schof Schick ruft in Würz­burg die Kir­che auf, ihre Pro­ble­me zu lösen zum Heil der Welt

„Die Mensch­heit kann die Zukunft gewin­nen oder ver­lie­ren“

Der Bam­ber­ger Erz­bi­schof Lud­wig Schick sieht die Mensch­heit der­zeit vor der gro­ßen Auf­ga­be, „die Zukunft zu gewin­nen oder zu ver­lie­ren“. Dabei sei das Chri­sten­tum mit dem Evan­ge­li­um als uni­ver­sa­lem Heils­an­ge­bot so nötig wie die Luft zum Atmen, sag­te Schick am Sonn­tag in Würz­burg beim 145. Stif­tungs­fest des katho­li­schen Stu­den­ten­ver­eins Unitas-Heta­nia und dem 100. Stif­tungs­fest der Unitas-Bava­ria.

Der christ­li­che Heils­uni­ver­sa­lis­mus sei in der glo­ba­len Welt für die Men­schen- und Welt­ge­mein­schaft drin­gend nötig, fuhr Schick fort. Das Chri­sten­tum sei, wie kei­ne ande­re Reli­gi­on, auf die gan­ze Mensch­heit und Schöp­fung aus­ge­rich­tet. „Es ist des­halb uner­läss­lich für die Gerech­tig­keit in die­ser Welt, für die Bewäl­ti­gung des Kli­ma­pro­blems, es ist Bedin­gung für die Aner­ken­nung der Men­schen­wür­de, für die Über­win­dung von Popu­lis­mus und neu­en Natio­na­lis­men und not­wen­dig für die uni­ver­sa­len, unver­äu­ßer­li­chen Men­schen­rech­te.“

Die Kir­che müs­se in die­ser Zeit auch ihre Pro­ble­me lösen, sag­te der Erz­bi­schof. „Dazu soll auch der Syn­oda­le Weg die­nen. Alle not­wen­di­gen Anstren­gun­gen zur Reform der Kir­che müs­sen gesche­hen für das Heil der Welt, um sich zu rüsten für den Auf­trag, den Jesus uns gege­ben hat.“

Der Wis­sen­schaft­li­che Katho­li­sche Stu­den­ten­ver­ein Unitas-Heta­nia zu Würz­burg wur­de am 13. Janu­ar 1875 gegrün­det und gehört dem Unitas-Ver­band an, dem älte­sten katho­li­schen Stu­den­ten- und Aka­de­mi­ker­ver­band. Schick ist als Stu­dent in die Ver­bin­dung ein­ge­tre­ten, weil in ihr Wis­sen­schaft und Glau­be, Freund­schaft und Ver­ant­wor­tung für die Welt gepflegt wür­den. „Ich wün­sche mir, dass die Unitas so auch in Zukunft wirkt. Bei uns müs­sen Glau­be und Ver­nunft, Wis­sen­schaft und Fröm­mig­keit, Freund­schaft und Ver­ant­wor­tung für unse­re Welt und Gesell­schaft zusam­men­ge­hö­ren. Wir müs­sen sie pfle­gen und wei­ter­ge­ben und so auch in unse­re Kir­che mit­wir­ken.“ Damit müs­se auch dem um sich selbst Dre­hen ent­ge­gen­ge­wirkt wer­den, so der Erz­bi­schof. „Wenn wir uns über uns selbst besin­nen und uns bekeh­ren wol­len, dann dazu, dass wir unse­ren Auf­trag erfül­len, mit einem authen­ti­schen enga­gier­ten Leben von der Bot­schaft des Evan­ge­li­ums Zeug­nis able­gen.“