Udo Schönfelder, Forchheimer OB-Kandidat der CSU, initiierte Presse-Seminar für Vereinsvorstände

Udo Schönfelder initiiert Vortrag der Hanns Seidel Stiftung und unterstützt Ehrenamtliche: „Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Vereine“

Seit Jahrtausenden erzählen sich Menschen Geschichten. Sie prägen unser Sozialleben, sie stiften Nähe, bringen uns zum Lachen und zum Weinen, transportieren Wissen und Erfahrung. Geschichten werden im Unterricht, im Gottesdienst oder in der Werbung eingesetzt. Wie dieses Storytelling funktioniert und wie man es gezielt in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit einsetzen kann, erklärte Torsten Geiling, Journalist und Geschäftsführer einer Strategieberatung, am Dienstagabend auf Einladung von Udo Schönfelder rund 40 Ehrenamtlichen aus 24 Forchheimer Vereinen.

„Gefällt mir! Wie eine moderne Medien- und Pressearbeit für Vereine und Verbände gelingt“, lautete die Überschrift zum Vortragsabend im Schweizer Grom, der vom CSU-Oberbürgermeisterkandidaten Udo Schönfelder initiiert und von der Hanns-Seidel-Stiftung ausgerichtet wurde.

Udo Schönfelder betonte die unschätzbare Bedeutung des Ehrenamtes für das Miteinander und führte die große Anzahl von Vereinen und Verbänden bzw. Organisationen in Forchheim vor Augen. „Die Vereine sind der Kitt unserer Gesellschaft, die uns zusammenhalten. Dafür braucht es Menschen wie Sie, die sich bereitwillig in der Vereinsarbeit engagieren. Für den Erhalt der Vereine müssen die politisch Verantwortlichen auch etwas tun!“ Und er kündigte an, die ehrenamtliche Arbeit mit ähnlichen Veranstaltungen unterstützen zu wollen: „Forchheim kann mehr…Ehrenamtsförderung!“ Er wolle sich künftig dafür stark machen, dass interessante Referate und weitere sinnvolle Dienstleistungen für Forchheimer Vereine angeboten werden.

Wie die Vereinsvertreter selbst etwas tun können, um ihre Arbeit an der und für die Gesellschaft darzustellen, erklärte Torsten Geiling in seinem Vortrag. Das Aufzählen von Daten und Fakten reiche nicht aus, um die Aufmerksamkeit von Menschen zu gewinnen und sie von Inhalten zu überzeugen. „Dafür brauche es Geschichten, sie sind das emotionale Verbindungsstück – auch zwischen Vereinsmitgliedern und Öffentlichkeit. Wer Geschichten erzählt, kann Herzen gewinnen, das Denken verändern, Ziele erreichen. Das ist inzwischen wissenschaftlich erwiesen.“

Torsten Geiling machte anhand von zahlreichen Beispielen deutlich, wie wichtig gute Bilder, spannende Geschichten und rechtzeitige Veröffentlichung von Beiträgen in den unterschiedlichen Medien sind. Früher seien das vor allem die Zeitungen gewesen, heute seien auch die sozialen Kanäle wichtig, gerade um die Jüngeren zu erreichen. Dabei hilft es, laut Geiling, sich in die Perspektive des Lesers hineinzuversetzen und zu überlegen, auf welchem Medienkanal die Zielgruppe unterwegs ist und was der Verein mit seinem Beitrag erreichen möchte. Nicht immer übermittle das Gruppenfoto eines Vereins die richtige Botschaft. Hier gelte es auch mal kreativ und mutig zu sein. „Überlegen Sie sich, was sie selbst gerne für Fotos anschauen. Das Gartenzaun- oder Aufstellbild ist es wahrscheinlich nicht“, sagte Geiling, der vor seiner Unternehmensgründung von 2007 bis 2010 Lokalchef des Fränkischen Tags und zuletzt Chefredakteur des Nordbayerischen Kuriers war.

Brauchen Vereine in Zeiten von Social Media überhaupt noch die Zeitung? Wie arbeiten Journalisten, auf welche rechtlichen Vorgaben muss ich achten oder wie schreibe ich eine Pressemitteilung, waren weitere Themen, die Geiling mit vielen Beispielen anschaulich machte. Die rund 40 Zuhörer aus unterschiedlichsten Vereinen im Stadtgebiet zeigten sich sehr interessiert an den Inhalten und hatten viele Fragen, die der Referent auch nach Ende des offiziellen Teils beantwortete. „Das war auch die Idee“, sagte Udo Schönfelder, „wir wollen über die Wichtigkeit des Ehrenamtes nicht nur reden, sondern die Ehrenamtlichen gezielt unterstützen.“

Zehn Tipps für eine gute Pressearbeit:

1) Finde ein Thema, das spannend ist

2) Fasse dich kurz und bringe es auf den Punkt

3) Denke ans Storytelling (Zielgruppe, Ziel und Kanäle)

4) Beantworte die W-Fragen (Wer, wie, wo, wann, was, warum)

5) Eine Pressemitteilung schreiben, heißt nicht Werbung machen

6) Einfach und klar formulieren

7) Zitate nicht vergessen

8) An gute Bilder (Videos) denken

9) Einen Ansprechpartner am Ende der Mitteilung nennen

10) Einen Presseverteiler aufbauen und den Kontakt zur Redaktion pflegen