Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung “End­lich rauch­frei” im Kli­ni­kum Bay­reuth

Rau­chen: Ärz­te des Kli­ni­kums hel­fen beim Auf­hö­ren – Ent­wöh­nungs­pro­gramm „End­lich rauch­frei“ star­tet am 25. Janu­ar

Welt­weit ster­ben jedes Jahr sie­ben Mil­lio­nen Men­schen an den Fol­gen des Rau­chens. Das heißt, alle acht Sekun­den gibt es ein Rau­cher­op­fer. „Damit ist das Ziga­ret­ten­rau­chen die häu­fig­ste ver­meid­ba­re Todes­ur­sa­che“, sagt Claus Step­pert, Chef­arzt der Kli­nik für Pneu­mo­lo­gie der Kli­ni­kum Bay­reuth GmbH. Sein Team und er wol­len es nicht bei die­ser War­nung belas­sen. Sie bie­ten all jenen, die das Laster able­gen wol­len, ein beglei­te­tes Ent­wöhn­pro­gramm an. Der Titel: „End­lich rauch­frei.“ Die kosten­freie Auf­takt­ver­an­stal­tung fin­det am Sams­tag, 25. Janu­ar, um 10 Uhr im Kon­fe­renz­raum 4 des Kli­ni­kums Bay­reuth statt.

Laut Dr. Step­pert sind drei von vier Lun­gen­krebs­fäl­le durch das Rau­chen bedingt. Aber auch bei der chro­nisch obstruk­ti­ven Atem­wegs­er­kran­kung COPD ist in etwa 80 Pro­zent der Fäl­le das Rau­chen die Ursa­che. Sie war in den 90er Jah­ren des 20. Jahr­hun­derts noch die sechst­häu­fig­ste Todes­ur­sa­che welt­weit, Ende die­ses Jahr­zehnts wird sie bereits die dritt­häu­fig­ste sein.

Die in den ver­gan­ge­nen Jah­ren umge­setz­ten Maß­nah­men gegen das Rau­chen haben durch­aus Erfol­ge gezeigt, sagt Dr. Step­pert. Die Rau­cher­quo­te bei Män­nern ging auf 30,4 bei Frau­en auf 25,6 Pro­zent zurück. Auch das Ziga­ret­ten­rau­chen bei Jugend­li­chen unter 17 Jah­ren hat mit elf Pro­zent bei Jun­gen und neun Pro­zent bei Mäd­chen einen Tief­stand erreicht.

„Aller­dings ver­zer­ren die­se Zah­len die Rea­li­tät“, sagt der Chef­arzt. Gera­de bei Jugend­li­chen ist das Rau­chen von Shishas und E- Ziga­ret­ten inzwi­schen deut­lich ver­brei­te­ter. 17 Pro­zent der 16 bis 19- Jäh­ri­gen rau­chen zumin­dest gele­gent­lich E‑Zigaretten. Und selbst 1,3 Pro­zent der nicht­rau­chen­den Jugend­li­chen haben in den letz­ten 30 Tagen E‑Zigaretten kon­su­miert. „Dabei ist mitt­ler­wei­le bewie­sen, dass dies bei vie­len Jugend­li­chen der Ein­stieg ins Rau­chen ist“, erklärt Dr. Step­pert.

Auch wenn der Chef­arzt der Pneu­mo­lo­gie vor E‑Zigaretten als mög­li­chen Ein­stieg ins Ziga­ret­ten­rau­chen warnt. Denen, die bereits rau­chen, kön­nen E‑Zigaretten beim Aus­stieg hel­fen. „Eine Stu­die hat gezeigt, dass bei der Rau­cher­ent­wöh­nung E‑Zigaretten wirk­sa­mer als Niko­tiner­satz­pro­duk­te wie Pfla­ster, Kau­gum­mi oder Nasen­spray sind.“ Nach­dem die Abhän­gig­keit beim Rau­chen jedoch neben der Niko­tin­ab­hän­gig­keit auch auf erlern­tem Ver­hal­ten beruht, soll­te die Rau­cher­ent­wöh­nung zwei­glei­sig erfol­gen.

„In unse­rem Semi­nar wol­len wir Wege aus dem Rauch auf­zei­gen und ver­mit­teln, dass Nicht­rau­chen sogar Spaß machen kann“, sagt Step­pert.

Info:

Die Auf­takt- und Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung der Kli­ni­kum Bay­reuth GmbH zur Rau­cher­ent­wöh­nung fin­det am Sams­tag, 25. Janu­ar, ab 10 Uhr im Kon­fe­renz­raum 4 des Kli­ni­kums, Preu­schwit­zer Stra­ße 101, statt. Die Auf­takt­ver­an­stal­tung ist kosten­los. Betreu­en­de Ärz­te sind Chef­arzt Dr. Claus Step­pert und Ober­arzt Dr. Josef Feder­ho­fer. Um Anmel­dung wird gebe­ten – tele­fo­nisch unter der Num­mer 0921÷400−4902, oder per E‑Mail an pneumologie@​klinikum-​bayreuth.​de, Stich­wort „End­lich rauch­frei“.