Älteste Bamberger Kirche Sankt Gangolf wiedereröffnet

Erzbischof Schick: „Christsein kann man nur im Miteinander“ St. Gangolf als älteste Kirche Bambergs nach Generalsanierung wiedereröffnet

Bamberg. Erzbischof Ludwig Schick hat die Bedeutung von Kirchengebäuden für das Christsein betont. „Damit unser Glaube lebendig bleibt und immer wieder erneuert wird, brauchen wir unsere Kirchen; sie sind Räume der Begegnung miteinander und mit Jesus Christus“, sagte Schick am Sonntag im Festgottesdienst zur Wiederöffnung der Bamberger Kirche St. Gangolf nach der Generalsanierung. „Christsein kann man nur im Miteinander: miteinander den Glauben bekennen, sich über den Glauben austauschen, ihn feiern und als Christen in unserer Welt wirken.“

Die historischen, altehrwürdigen Kirchen seien darüber hinaus mit den Gebeten der Vorfahren durchdrungen. Sie atmeten den Glauben, die Hoffnung und die Liebe der Generationen von Jahrhunderten. „Dieser Atem belebt und stärkt unser Christsein heute“, fuhr der Erzbischof fort. Um diesen Atem aufzunehmen, sei es aber wichtig, die Kirchen zum Gebet und den Gottesdiensten zu besuchen. „So erfüllen diese ihre wohltuende Wirkung auf die Menschen und übermitteln die Ressource des Glaubens an Jesus Christus für ein gutes Leben.“ Kirchengebäude und die Gottesdienste in ihnen zu vernachlässigen, heiße: Lebensquellen vertrocknen lassen.

Schick dankte allen, die an der Renovierung beteiligt waren, vor allem Pfarrer Marcus Wolf, den Gremien der Pfarrei, dem Architekten, den Handwerken sowie auch den Geldgebern. Die Sanierung der ältesten Kirche Bambergs begann im Sommer 2016 mit der Einrüstung. Der erste Bauabschnitt widmete sich dem Chor, der zweite dem Lang- und Querhaus. Der dritte Bauabschnitt betraf die äußere und innere Instandsetzung der beiden Kapellen sowie der Türme. Es wurden sowohl statische Probleme behoben als auch Räume umgestaltet. Zudem wurden Schäden an der Turmzier, am Kreuz, an der Uhr und Sonnenuhr sowie an den Glocken behoben.