Kultur- und Mitmachprogramm am „Marktplatz der kleinen Fächer“ der Universität Bamberg

Großes Finale der Kleine Fächer-Wochen bietet Vorträge, Vorführungen, Lesungen und lässt Grammophone erklingen

Seit über 20 Jahren beschäftigt er sich intensiv mit der Geschichte der sogenannten „Sprechmaschinen“ und nicht nur das: Dr. Andreas Weihe, Leiter des Akademischen Auslandsamts der Universität Bamberg, hat eine beachtliche Privatsammlung an Grammophonen und Phonographen aus dem Zeitraum zwischen 1870 und 1950 zusammengestellt. Am Freitag, 17. Januar 2020, stellt er einige seiner Exponate im Rahmen des „Marktplatzes der kleinen Fächer“ aus und lässt zeitgenössische Musik erklingen. Seine Expertise zu den Abspielgeräten teilt Andreas Weihe ab 11 Uhr in einem Vortrag mit dem Titel „Von der Sprechmaschine zum Phonographen“. Damit gibt er neben seinem musikkulturellen Beitrag zugleich einen fachlichen Einblick in die kleine Disziplin der Wirtschafts- und Innovationsgeschichte.

Die Wirtschafts- und Innovationsgeschichte ist eines von 29 kleinen Fächern an der Universität Bamberg. Ein Großteil von ihnen versammelt sich am „Marktplatz der kleinen Fächer“ in der AULA der Universität, Dominikanerstraße 2a, Bamberg. Die kostenfreie Veranstaltung möchte die Bamberger Bandbreite an kleinen Disziplinen, darunter etwa die Denkmalwissenschaften, Slavistik oder Orientalistik, für die Öffentlichkeit erlebbar machen: Zwischen 10 und 15 Uhr können Besucherinnen und Besucher im Mittelschiff der ehemaligen Dominikanerkirche mit Ständen, Plakaten und einem Mitmachprogramm unterschiedlichsten Forschungsfragen begegnen. Zudem erfahren sie welche besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten jeweils benötigt werden: Wie lassen sich zum Beispiel archäologische Bestimmungen vornehmen? Wie schreiben sich fremde Schriftzeichen? Und was braucht es, um Gegenstände zu identifizieren und kulturell einzuordnen? Parallel dazu findet im Chorraum das Kulturprogramm statt: Neben Musikdarbietungen liest beispielsweise die kroatisch-deutsche Schriftstellerin und Übersetzerin Alida Bremer, es werden Gedichte von Jehuda Amichai auf Hebräisch und Deutsch vorgetragen und die fränkische Meisterin im Poetry Slam 2019 ist für ein Gespräch zu Gast.

Schülerinnen und Schüler sowie Studieninteressierte sind eingeladen, an Infoständen das Studienangebot der kleinen Fächer an der Universität Bamberg kennenzulernen. Wen allgemeine Fragen zum Bamberger Studiengangsmodell interessieren, ist herzlich willkommen, ab 16 Uhr an der Abschlussdiskussion zu Grundsätzen und Entwicklungsperspektiven der Bamberger Studiengangsstrukturen teilzunehmen: Das Modell bietet auch kleinen Fächern eine Chance, nicht nur in der Forschung, sondern auch in der Lehre eigenständig aufzutreten.

Gemessen an der Gesamtfächerzahl hat die Universität Bamberg in Sachen kleine Fächer bayernweit die Nase vorn. Ziel der Kleine Fächer-Wochen ist es, den wissenschaftlichen Wert, die gesellschaftliche Relevanz und die Bildungsmöglichkeiten dieser Disziplinen vor- und herausstellen. Gefördert wird die Veranstaltungsreihe durch die Initiative Kleine Fächer-Wochen der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

Weitere Informationen unter: www.uni-bamberg.de/events/kleine-faecher-wochen/marktplatz