MdB Dr. Sil­ke Lau­nert: “Beleg­aus­ga­be­pflicht muss ent­schärft wer­den!”

Silke Launert. Fotograf: Tobias Koch

Sil­ke Lau­nert. Foto­graf: Tobi­as Koch

Ab dem 1. Janu­ar 2020 gilt in Deutsch­land die soge­nann­te Beleg­aus­ga­be­pflicht. Die­se sieht vor, dass jeder Betrieb mit elek­tro­ni­scher Kas­se jedem Kun­den einen Bon aus­ge­ben muss. Die Beleg­aus­ga­be­pflicht ist Teil des „Geset­zes zum Schutz vor Mani­pu­la­tio­nen an Regi­strier­kas­sen“, das in der ver­gan­ge­nen Legis­la­tur­pe­ri­ode beschlos­sen wur­de. Ziel des Geset­zes ist die Bekämp­fung von Steu­er­hin­ter­zie­hung. Dazu erklärt die Bay­reu­ther Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Dr. Sil­ke Lau­nert:

„Das Gesetz, wel­ches 2016 beschlos­sen wur­de, sah ursprüng­lich eine Beleg­aus­ga­be­pflicht nur auf Ver­lan­gen des Kun­den vor. Erst auf Drän­gen des Bun­des­ra­tes wur­de die Beleg­aus­ga­be­pflicht ein­ge­führt. Wir von der Uni­on haben des­halb aus Grün­den der Ver­hält­nis­mä­ßig­keit auf die Befrei­ungs­mög­lich­keit von der Beleg­aus­ga­be­pflicht bestan­den.

Bun­des­fi­nanz­mi­ni­ster Scholz (SPD) muss sei­nen Anwen­der­erlass an die Finanz­äm­ter des­halb drin­gend nach­bes­sern und von die­ser gesetz­li­chen Aus­nah­me der Beleg­aus­ga­be­pflicht auch umfas­send Gebrauch machen. Wir brau­chen unbe­dingt einen mit­tel­stands­freund­li­chen Anwen­der­erlass, der Klein­be­trie­be und Geschäf­te mit Klein­be­trä­gen von der Beleg­aus­ga­be­pflicht befreit. Zu Recht führt die restrik­ti­ve Hand­ha­bung der Befrei­ungs­mög­lich­keit durch die Finanz­ver­wal­tung zu Frust bei den Laden­be­sit­zern und Ver­brau­chern. Soll­te das Bun­des­fi­nanz­mi­ni­ste­ri­um sich hier nicht schnellst­mög­lich bewe­gen, müs­sen wir das Gesetz ändern und die Beleg­aus­ga­be­pflicht zurück­neh­men.“