KErn in Kulm­bach: “Mit Vir­tu­al Rea­li­ty eine Rei­se in den Kör­per antreten”

Eine Rei­se in den Kör­per und dabei Orga­ne wie Herz oder Gehirn aus näch­ster Nähe zu betrach­ten, klingt zu phan­ta­stisch als das es Rea­li­tät sein könn­te. Doch moder­ne Tech­nik erlaubt Ein­blicke, die bis­her nur Medi­zi­nern vor­be­hal­ten waren. Mit der Vir­tu­al-Rea­li­ty-Ani­ma­ti­on (VR-Ani­ma­ti­on) „Wun­der­pil­le Bewe­gung – eine fas­zi­nie­ren­de 360°/3D-Reise in den Kör­per“ hat das KErn – Kom­pe­tenz­zen­trum für Ernäh­rung in Kulm­bach eine Mög­lich­keit geschaf­fen, auch als Laie in den Kör­per „ein­zu­tau­chen“. Nut­zer kön­nen mit­tels VR-Bril­le haut­nah erle­ben, wel­che posi­ti­ven Aus­wir­kun­gen ein beweg­ter All­tag hervorruft.

Um einen gesun­den Lebens­stil füh­ren zu kön­nen, ist eine aus­ge­wo­ge­ne Ernäh­rung un-erläss­lich. Doch damit ist es nicht getan. Es gehört auch regel­mä­ßi­ge Bewe­gung dazu. Nicht umsonst pro­pa­giert die Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on (WHO) 10.000 Schrit­te täg­lich. Doch Hand aufs Herz, gelingt uns das? In unse­rer moder­nen Welt ist es nicht mehr zwin­gend not­wen­dig, uns viel zu bewe­gen. Neue Fort­be­we­gungs- und Trans­port­mit­tel wie bei­spiels­wei­se E‑Scooter, Auf­zü­ge und Roll­trep­pen neh­men uns das zu Fuß gehen ab. Wir müs­sen noch nicht ein­mal zum Ein­kau­fen das Haus ver­las­sen. Lie­fer­dien­ste brin­gen uns vom Essen bis zur Klei­dung alles was wir möch­ten direkt an die Haus­tür. So hat sich in den letz­ten Jahr­zehn­ten der Lebens­stil mar­kant ver­än­dert. Die Sitz­zei­ten neh­men zu, akti­ve Bewe­gungs­zei­ten neh­men ab und das hat auf Dau­er fata­le Aus­wir­kun­gen auf die Gesund­heit. Betrof­fe­ne nei­gen häu­fi­ger zu chro­ni­schen Krank­hei­ten wie Dia­be­tes mel­li­tus Typ 2, Fett­lei­big­keit und Herz-Kreis­lauf-Erkran­kun­gen. Zudem besteht ein erhöh­tes Risi­ko an Depres­sio­nen zu erkranken.

Bewe­gungs­man­gel schränkt Lei­stungs­fä­hig­keit ein

Regel­mä­ßi­ge Bewe­gung kann hier wah­re Wun­der bewir­ken. Beson­ders All­tags­be­we­gung ist ein kosten­lo­ses, über­all zu erhal­ten­des, völ­lig lega­les Wun­der­mit­tel. Bereits nied­ri­ge, jedoch regel­mä­ßi­ge Dosie­rung über den Tag hin­weg ver­teilt, hat posi­ti­ve Aus­wir­kun­gen auf die Gesund­heit und das in jeder Alters­stu­fe. Kör­per­lich akti­ve Men­schen stei­gern ihre phy­si­sche Lei­stungs­fä­hig­keit und ihr psy­chi­sches Wohl­be­fin­den. Zudem ist regel­mä­ßi­ge kör­per­li­che Akti­vi­tät ein lebens­not­wen­di­ger Bau­stein zur Auf­recht­erhal­tung der Kör­per­funk­tio­nen. Die­se Erkennt­nis ist kei­nes­wegs neu, aber so wich­tig wie nie zuvor.

Ent­ste­hung des Filmprojekts

Auf den ersten Blick schei­nen Bewe­gung und Ernäh­rung nichts mit­ein­an­der zu tun zu haben. Doch für einen gesun­den Lebens­stil las­sen sich die­se bei­den The­men nicht von­ein­an­der tren­nen. Das Baye­ri­sche Staats­mi­ni­ste­ri­um für Ernäh­rung, Land­wirt­schaft und For­sten hat es sich zur Auf­ga­be gemacht, opti­ma­le Vor­aus­set­zun­gen für gesund­heits­för­der­li­che Ernäh­rungs­ver­hält­nis­se zu schaf­fen und das sowohl im pri­va­ten Umfeld als auch in der Gemein­schafts­ver­pfle­gung. Mit dem Kon­zept „Ernäh­rung in Bay­ern“ stellt das Mini­ste­ri­um die ziel­grup­pen­spe­zi­fi­sche Ernäh­rungs­bil­dung sowie die Akteu­re und Mul­ti­pli­ka­to­ren der Gemein­schafts­ver­pfle­gung in den Mit­tel­punkt sei­ner Akti­vi­tä­ten. Alle zwei Jah­re fin­den in die­sem Zusam­men­hang die Baye­ri­schen Ernäh­rungs­ta­ge statt. In die­sem Jahr stan­den die Ernäh­rungs­ta­ge unter dem Mot­to „Rich­tig gut essen – Digi­tal ist real“. Bei ver­schie­de­nen Ver­an­stal­tun­gen und bay­ern­wei­ten Mit­mach­ak­tio­nen an den Ämtern für Ernäh­rung, Land­wirt­schaft und For­sten erhiel­ten Besu­cher einen Über­blick, wel­che digi­ta­len Mög­lich­kei­ten es im Bereich Ernäh­rung und Bewe­gung gibt und wie die­se hel­fen kön­nen, sich aus­ge­wo­gen zu ernäh­ren und mehr zu bewegen.

Zur Umset­zung des The­men­felds Bewe­gung fand die VR-Bril­le mit der Ani­ma­ti­on „Wun­der­pil­le Bewe­gung“ Ein­satz. Das vom KErn kon­zi­pier­te Dreh­buch stellt fach­li­che Zusam­men­hän­ge und Hin­ter­grund­wis­sen ein­drucks­voll in der 360°/3D Welt dar. In Zusam­men­ar­beit mit einer Film­pro­duk­ti­ons­agen­tur fand das Dreh­buch Umset­zung in der medi­zi­ni­schen Ani­ma­ti­on, die sich am aktu­el­len Stan­dard des zygo­ten 3D-Modells ori­en­tiert. Die Ani­ma­ti­on ist zusätz­lich zur 360°/3D Ansicht inter­ak­tiv gestal­tet. Damit kön­nen Nut­zer eigen­stän­dig Ele­men­te aus­wäh­len und im Video aktiv steu­ern. So ent­steht der pla­sti­sche Ein­druck, im Brust­raum zu ste­hen, nach unten ent­lang der Spei­se­röh­re zu blicken oder in einer Blut­bahn „spa­zie­ren zu gehen“. Die Anwen­dung gibt Ein­blicke über die posi­ti­ven Ver­än­de­run­gen und Anpas­sungs­er­schei­nun­gen im Kör­per, die sich durch eine regel­mä­ßi­ge akti­ve Bewe­gung erge­ben. Nut­zer erle­ben, wie sich die Funk­tio­na­li­tät von Herz, Lun­ge, Blut­fluss, Bewe­gungs­ap­pa­rat, Gehirn und Ner­ven bei mode­ra­ter aber regel­mä­ßi­ger Bewe­gung nach­hal­tig ver­bes­sern. Pla­stisch erlebt, ani­miert und moti­viert der Film zu mehr Bewe­gung und damit zu einem gesün­de­ren Lebensstil.

Vie­le Besu­cher der Baye­ri­schen Ernäh­rungs­ta­ge waren vom vir­tu­el­len Ein­tau­chen in den Kör­per beein­druckt und über die posi­ti­ven Effek­te regel­mä­ßi­ger Bewe­gung im All­tag erstaunt. Vor allem aber, dass es nicht viel braucht, um sich wohl zu fühlen.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen über die Anwen­dung und die Mög­lich­keit zur Aus­lei­he lesen Sie auf www​.kern​.bay​ern​.de