AOK Bam­berg: Tipps gegen Weihnachtsstress

Weih­nach­ten ist ein Fest der Fami­lie und Har­mo­nie – eigent­lich. Statt besinn­li­chem Zusam­men­sein herr­schen aber in so man­chen Fami­li­en eher Stress und Dis­har­mo­nie. Die Ursa­chen dafür kön­nen viel­fäl­tig sein. Weih­nach­ten ist ein Fest, das emo­tio­nal sehr auf­ge­la­den ist. Dabei den­ken vie­le Men­schen an ihre frü­he Kind­heit und möch­ten ger­ne die Glücks­ge­füh­le, die man damals hat­te, wie­der­ho­len und das gelingt nicht immer. Wenn sich Fami­li­en­mit­glie­der nach lan­ger Zeit wie­der­se­hen, kön­nen auch leicht Kon­flik­te auf­bre­chen, die lan­ge nicht bear­bei­tet wor­den sind. Oft kommt dazu der selbst­ge­mach­te Druck, die Fei­er­ta­ge per­fekt zu gestal­ten. „Dahin­ter stecken meist über­höh­te Erwar­tun­gen, die dann ent­täuscht wer­den“, so Klaus Knorr, Direk­tor von der AOK in Bamberg.

Dabei kann jeder für sich selbst zu einem gelun­ge­nen Weih­nachts­fest bei­tra­gen – äuße­re Umstän­de hin oder her. Die AOK gibt Tipps, die nicht nur zu Weih­nach­ten gut­tun und dafür sor­gen, dass man stress­frei durch die Fei­er­ta­ge kommt:

Zeit für sich einplanen

Ein Spa­zier­gang im Schnee, ein ent­span­nen­des Schaum­bad oder Musik hören – sich Zeit neh­men für ange­neh­me Din­ge hilft dabei, Stress abzu­bau­en und zu ent­span­nen. Wer dafür kei­ne Zeit fin­det, soll­te sei­nen Ter­min­plan hin­ter­fra­gen: Sind alle ein­ge­plan­ten Ter­mi­ne wich­tig? Wor­auf kann ich womög­lich ver­zich­ten, um mehr Zeit für mich zu haben?

Dank­bar sein

Dank­bar­keit kann ver­schie­de­ne Effek­te haben. Unter ande­rem wirkt sie sich nach­weis­lich posi­tiv auf das Wohl­be­fin­den aus. Wich­tig ist, dass der Dank ehr­lich ist und von Her­zen kommt. Gera­de zu Weih­nach­ten muss er sich nicht unbe­dingt auf ein Geschenk bezie­hen. Man kann auch frem­den Men­schen dan­ken, etwa der Kas­sie­re­rin im Super­markt, die an Hei­lig­abend arbeitet.

Das Posi­ti­ve erkennen

Bewusst das Gute wahr­neh­men und dar­aus Ener­gie schöp­fen – gar nicht so ein­fach, wenn man es nicht gewohnt ist. Denn der Mensch behält nega­ti­ve Gefüh­le län­ger in Erin­ne­rung als posi­ti­ve. „Posi­ti­ve Gefüh­le wie­der­um mil­dern nega­ti­ve Emo­tio­nen ab“, so Knorr. Die Kon­zen­tra­ti­on auf Gutes, das einem wider­fährt, lässt sich mit einer ein­fa­chen Übung trai­nie­ren: Jeden Abend drei posi­ti­ve Din­ge auf­schrei­ben und ergän­zen, was man selbst dazu bei­getra­gen hat.

Vom Per­fek­tio­nis­mus verabschieden

Weih­nach­ten muss nicht per­fekt sein, dazu gehört nicht immer gleich das Fünf-Gän­ge-Menü oder der makel­lo­se Weih­nachts­baum. Wich­tig ist, auch die eige­nen Ansprü­che ein­mal unter die Lupe zu neh­men und zu prü­fen: Was will ich wirk­lich? Was ist nötig und was ist ver­zicht­bar? Manch­mal ist weni­ger auch mehr. „Es kommt dar­auf an, dass sich alle wohl­füh­len – auch ohne Fest­essen und per­fek­tes Geschenk“, so Knorr.