Bam­bergs Grü­ne wol­len mehr Kli­ma­schutz und Schul­sa­nie­run­gen

Kli­ma­schutz und Schul­sa­nie­rung

Grü­ne brin­gen Antrags­pa­ket in die Haus­halts­be­ra­tun­gen ein und for­dern lang­fri­stig ver­ant­wort­li­ches Den­ken

„In die Zukunft den­ken heißt wei­ter den­ken als eine Wahl­pe­ri­ode.“ Mit die­ser Über­schrift fasst die Stadt­rats­frak­ti­on GRÜ­NES BAM­BERG ihr Antrags­pa­ket zum Haus­halt 2020 zusam­men. Inve­sti­tio­nen zum Kli­ma­schutz und in Schu­len sei­en dabei die wich­tig­sten Schwer­punk­te, erklä­ren die Finanz­se­nats­mit­glie­der Kiki Laa­ser und Wolf­gang Gra­der.

500 neue Stadt­bäu­me wol­len die Grü­nen im näch­sten Jahr pflan­zen. Sie pla­nen, die Stadt mehr mit Was­ser zu gestal­ten und wol­len mit einem „Platz mit Was­ser“ auf dem Max­platz (beson­ders auch zum Spie­len für Kin­der) anfan­gen. Und sie wün­schen sich am Fluss­ufer am Lein­ritt ein inner­städ­ti­sches Was­ser-Nah­erho­lungs­ziel für die Bam­ber­ger Bürger*innen. Bra­che Gärt­ner­flä­chen sol­len durch ein städ­ti­sches För­der­pro­gramm zu Blüh­flä­chen wer­den.

Dem Müll wol­len die Grü­nen eben­falls den Kampf ansa­gen: mit neu­en Elek­tro­schrott-Con­tai­nern an den vier­zig Wert­stoff­in­seln, denn bis­lang lan­den kaput­te Klein­ge­rä­te noch zu oft im Haus­müll. Auf­klä­rungs­kam­pa­gnen zu Pla­stik-Müll und Bio-Müll sol­len bei Müll­ver­mei­dung und Müll­tren­nung hel­fen. Mit einem bis zu 90% durch Bun­des­zu­schuss geför­der­ten Kli­ma­ma­na­ger im Rat­haus wird nach ihrer Ansicht kom­mu­na­ler Kli­ma­schutz künf­tig gene­ral­stabs­mä­ßig geplant und umge­setzt.

Den Schul­bau­un­ter­halt wol­len die Grü­nen um fast eine hal­be Mil­li­on Euro auf­stocken. Zusätz­lich sol­len Gel­der die Aku­stik in Klas­sen­zim­mern ver­bes­sern und Dusch­an­la­gen und Toi­let­ten schnel­ler saniert wer­den als bis­her geplant. Auch bei der För­de­rung zur Ein­rich­tung neu­er Kin­der­ta­ges­stät­ten neh­men die Grü­nen mehr Geld in die Hand als im Haus­halts­ent­wurf vor­ge­se­hen. Die Aus­ga­ben für Schul­kin­der­be­treu­ung sol­len in die­sem und in den näch­sten Jah­ren erhöht wer­den, da ab 2025 ein Rechts­an­spruch besteht und bereits jetzt die Nach­fra­ge und die Not­wen­dig­keit für Bil­dungs­ge­rech­tig­keit weit­aus höher ist als die exi­stie­ren­den Plät­ze.

Neue ver­kehrs­be­ru­hig­te Berei­che will GRÜ­NES BAM­BERG aus­wei­sen, Lasten-Pedel­ecs für Fami­li­en för­dern und beim städ­ti­schen Bus­ver­kehr dafür sor­gen, dass mehr Bus­se öfter fah­ren. Sowohl in ein sozio­kul­tu­rel­les Zen­trum in der Lagar­de-Kaser­ne als auch ins Kes­sel­haus als Kunst­stät­te soll inve­stiert wer­den. Den Aus­bau von Quar­tiers­ma­nage­ment in allen Stadt­tei­len wol­len die Grü­nen schnel­ler vor­an­trei­ben, eben­so wie Maß­nah­men der Bür­ger­be­tei­li­gung.

Als Gegen­fi­nan­zie­rung grei­fen die Grü­nen auf den im Haus­halt mit 5,5 Mio Euro ver­an­schlag­ten Neu­bau der Franz-Fischer-Brücke in Bug zurück. „In der Abwä­gung“, so erklä­ren Laa­ser und Gra­der, „hal­ten wir den Neu­bau für ver­zicht­bar und wei­ter auf­schieb­bar. Die jet­zi­ge Rege­lung einer wech­sel­sei­ti­gen Befah­rung im Ein­bahn­ver­kehr ist hin­nehm­bar. Wir brau­chen das Geld drin­gen­der für unser aller Kin­der und die Siche­rung von deren Zukunft.“