FCE Bam­berg: Rug­by-Dame ver­stärkt Fuß­ball-Her­ren

Der FC Ein­tracht blickt mehr als posi­tiv in die Zukunft. Sport­lich läuft es rund – und im Ver­ein ist Ruhe ein­ge­kehrt.

Jünger und weiblicher: Die 26-jährige Katrieke Kwauka verstärkt das Vorstandsteam des FC Eintracht. Neu mit dabei ist auch Christopher Neudecker als Schatzmeister (2. v. r.). In ihren Ämtern bestätigt wurden Sascha Dorsch, Jörg Schmalfuß und Bernd Kaufer (v. l.). Foto: FCE/Alexander Waltrapp

Jün­ger und weib­li­cher: Die 26-jäh­ri­ge Kat­rie­ke Kwau­ka ver­stärkt das Vor­stands­team des FC Ein­tracht. Neu mit dabei ist auch Chri­sto­pher Neu­decker als Schatz­mei­ster (2. v. r.). In ihren Ämtern bestä­tigt wur­den Sascha Dorsch, Jörg Schmal­fuß und Bernd Kaufer (v. l.). Foto: FCE/​Alexander Wal­trapp

26, 31, 33, 50, 54 – so lau­ten die neu­en Glücks­zah­len für den FC Ein­tracht Bam­berg, dem dank lei­den­schaft­li­cher, akri­bi­scher und soli­der Arbeit drei Jah­re nach dem Insol­venz­ver­fah­ren der gro­ße Wurf gelun­gen ist: Sport­lich in Bam­berg oben­auf, die kla­re Num­mer eins in der Regi­on, was das Zuschau­er­inter­es­se in der Bay­ern­li­ga angeht – und vor allem alles auf einer gesun­den wirt­schaft­li­chen Basis. So har­mo­nisch und kon­struk­tiv wie dies­mal ist bis­her kei­ne Jah­res­haupt­ver­samm­lung ver­lau­fen.

26, 31, 33, 50, 54 – das ist das jewei­li­ge Alter der neu gewähl­ten Vor­stands­mit­glie­der. Die Füh­rungs­spit­ze ist deut­lich jün­ger gewor­den und zählt erst­mals eine Frau in ihren Rei­hen. Die 26-jäh­ri­ge Kat­rie­ke Kwau­ka wur­de für den aus beruf­li­chen Grün­den aus­ge­schie­de­nen Oli­ver Schramm von den 50 anwe­sen­den Mit­glie­dern zur 2. Stell­ver­tre­te­rin von Vor­stands­chef Jörg Schmal­fuß (33) gewählt. Die Stu­den­tin ist seit 2017 Rug­by-Abtei­lungs­lei­te­rin im Ver­ein und führt seit kur­zem auch die Rug­by-Damen der SG Fran­ken. „Es tut gut, dass im Vor­stand end­lich nicht nur Fuß­bal­ler sit­zen“, beton­te Schmal­fuß nach der Ver­samm­lung.

Eben­falls neu in der Ver­ant­wor­tung steht der Fit­ness­öko­nom Chri­sto­pher Neu­decker (31), der Robert Schlit­ten­bau­er als Schatz­mei­ster des FC Ein­tracht ablöst. Neu­decker war zuvor Team­ma­na­ger des ehe­ma­li­gen Bas­ket­ball-Bun­des­li­gi­sten Oettin­ger Rockets. Anson­sten wur­den Schmal­fuß, Sascha Dorsch (50) als Stell­ver­tre­ter und Bernd Kaufer (54) als Schrift­füh­rer in ihren Ämtern bestä­tigt.

Auch im Auf­sichts­rat des FC Ein­tracht ergab sich eine Ver­än­de­rung: Für Alex­an­der Kusch, der aus beruf­li­chen Grün­den nicht mehr kan­di­dier­te, kom­plet­tiert jetzt der ehe­ma­li­ge Regio­nal­li­ga-Trai­ner des FCE, Chri­stoph Star­ke, das Kon­troll­gre­mi­um. Ihm gehö­ren wei­ter­hin Klaus Mad­lin­ger als Vor­sit­zen­der sowie Hans Ulrich Debus, Heinz Kunt­ke und Wolf­gang Heyder an. Zu Kas­sen­prü­fern wur­den Albert Dip­pold und Hart­mut Kuhn gewählt. Auf­sichts­rats­chef Klaus Mad­lin­ger beschei­nig­te dem Vor­stand einen soli­den und kom­pe­ten­ten Umgang mit den Finan­zen: „Alle Kon­ten­be­we­gun­gen sind für uns nach­voll­zieh­bar, kor­rekt und rea­li­stisch“, beton­te Mad­lin­ger. Erfreut zeig­te er sich, dass „spür­bar Ruhe in den Ver­ein ein­ge­kehrt ist“, seit drei Abtei­lun­gen den Ver­ein ver­las­sen hät­ten. Dem über 620 Mit­glie­der zäh­len­den FC Ein­tracht gehö­ren jetzt die Abtei­lun­gen Fuß­ball, Rug­by, Quid­dich, Kara­te und Vol­ley­ball an.

Neben dem Bay­ern­li­ga-Auf­stieg der Fuß­bal­ler waren die Aus­rich­tung der Quid­dich-Euro­pa­mei­ster­schaft sowie das Rug­by­tur­nier zur Sand­ker­wa die sport­li­chen Höhe­punk­te 2019. „Gera­de das Gemein­schafts­pro­jekt und Gemein­schafts­er­leb­nis Quid­dich-EM hat gezeigt, dass die­ser Ver­ein inzwi­schen wie­der abtei­lungs­über­grei­fend her­vor­ra­gend funk­tio­niert“, stell­te Vor­stands­chef Schmal­fuß fest. Alle Abtei­lun­gen hät­ten hier „wun­der­bar“ zusam­men­ge­hol­fen. Auch ein Beleg für den neu­en Team­geist im FC Ein­tracht, dem gera­de die jun­gen Sport­ar­ten Rug­by und Quid­dich fri­schen Wind und neue Mit­glie­der ver­schaf­fen.

Neu­fas­sung der Sat­zung

Ger­ne dür­fen es noch mehr sein, wie die bei­den Abtei­lungs­lei­ter ver­kün­de­ten: „Es wäre schön, wenn nicht nur Stu­den­ten, son­dern ver­mehrt Ein­hei­mi­sche Inter­es­se an unse­rem Sport fän­den“, sag­te Rug­by-Che­fin Kat­rie­ke Kwau­ka.

Die gelö­ste und har­mo­ni­sche Stim­mung an die­sem Abend führ­te dazu, dass die Mit­glie­der alle Ent­schei­dun­gen ein­stim­mig ver­ab­schie­de­ten – selbst eine Neu­fas­sung der Ver­eins­sat­zung. „Das ging ja in neu­er Rekord­zeit über die Büh­ne“, stell­te Wahl­lei­ter Wolf­gang Schau­er fest. Und Jörg Schmal­fuß ergänz­te: „Eigent­lich unfass­bar“. Sascha Dorsch nahm den Ball auf und ver­ab­schie­de­te die Mit­glie­der mit den Wor­ten: „Es läuft alles in geord­ne­ten Bah­nen, so lässt es sich in Ruhe und erfolg­reich arbei­ten. Set­zen wir das gemein­sam fort.“ 26, 31, 33, 50, 54 – die Glücks­zah­len für eine pro­spe­rie­ren­de Zukunft des FC Ein­tracht Bam­berg 2010 lie­gen auf dem Tisch.