Grü­ner Land­rats­kan­di­dat für den Land­kreis Bam­berg ist auf­ge­stellt

Grüner Landratskandidat Bernd Fricke
Grüner Landratskandidat Bernd Fricke

Grü­ner Land­rats­kan­di­dat meint es ernst – Bernd Fricke wur­de zum Land­rats­kan­di­da­ten gewählt

Am 25.09 fand in Werns­dorf im Gast­hof Schil­ler die Auf­stel­lungs­ver­samm­lung der Grü­nen im Land­kreis Bam­berg für das Amt des Land­rats­kan­di­da­ten statt.

Bernd Fricke, 2. Bür­ger­mei­ster von Ste­gau­rach und grü­ner Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der im Kreis­tag, wur­de ein­stim­mig zum Land­rats­kan­di­da­ten der Grü­nen gewählt. Zen­tra­le Anlie­gen als Land­rat sind ihm die Bewäl­ti­gung des Struk­tur­wan­dels der Auto­re­gi­on Bam­berg hin zu nach­hal­ti­gen Arbeits­plät­zen, eine kon­se­quen­te Kli­ma­schutz­po­li­tik und Mobi­li­täts­wen­de und ein ent­schie­de­nes Ein­tre­ten gegen den Rechts­po­pu­lis­mus. Dies kön­ne nur gelin­gen, wenn Kom­mu­nal­po­li­tik trans­pa­rent sei und die Bür­ger die Mög­lich­keit hät­ten, mit­zu­ma­chen.

Die Ver­an­stal­tung begann mit einem Vor­trag zum Kli­ma­wan­del vom ehe­ma­li­gen Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Hans-Josef Fell, dem Begrün­der des erneu­er­ba­ren Ener­gie­ge­set­zes. Er zeig­te eine Viel­zahl von Kli­ma­schutz­maß­nah­men auf, die sofort umge­setzt wer­den könn­ten. Bernd Fricke griff die­se Ideen auf und mach­te deut­lich wie wenig trotz aller Lob­re­den im Land­kreis bis­her erreicht wur­de. „Unse­re Wald­bau­ern und Land­wir­te sind die ersten unmit­tel­bar Betrof­fe­nen des sich rasant beschleu­ni­gen­den Kli­ma­wan­dels. Wir brau­chen jetzt eine Kli­maal­li­anz 2.0. Alles muss auf den Prüf­stand und wir brau­chen viel kon­se­quen­te­re Maß­nah­men.“ Dazu gehö­re auch end­lich eine Mobi­li­täts­wen­de im Land­kreis und ein ÖPNV, der die­sen Namen auch ver­dient, mit gün­sti­gen Prei­sen wie einem 365 Euro Jah­res­ticket für Alle. „Alle zwei Jah­re schö­ne Kon­zep­te im Kreis­tag beschlie­ßen und Sonn­tags­re­den mit vie­len schö­nen Wort­hül­sen hal­ten, damit muss Schluss sein!“.

Betrof­fen zeig­te er sich von der Mel­dung, dass das Miche­lin Werk Anfang 2021 schlie­ßen wer­de. Es müs­se alles getan wer­den, um die betrof­fe­nen Beschäf­tig­ten und Ihre Fami­li­en zu unter­stüt­zen. Hier­für müss­ten alle poli­ti­schen Kräf­te zusam­men­ar­bei­ten. Klar sei aber auch, dass dies erst der Anfang eines sich schon län­ger abzeich­nen­den Struk­tur­wan­dels der Auto­re­gi­on Bam­berg sei. „Die Regi­on Bam­berg hat vie­le Res­sour­cen, die gel­te es gezielt zu stär­ken und die Wirt­schafts­för­de­rung im Land­rats­amt muss wie­der deut­lich ver­stärkt wer­den, was bis­her ver­säumt wur­de.“ Fricke ging noch auf vie­le The­men ein wie den Natio­nal­park Stei­ger­wald oder z.B. den Pfle­ge­not­stand, immer unter dem Mot­to, dem er sich als Land­rat ver­pflich­tet füh­le: „Zukunft mutig gestal­ten. Zusam­men!“ Die Bewer­bungs­re­de fand anhal­ten­den Bei­fall und gro­ße Zustim­mung. Jonas Glü­sen­kamp, OB-Kan­di­dat der Stadt Bam­berg, beton­te in sei­ner Gruß­re­de wie wich­tig die Zusam­men­ar­beit der Stadt und des Land­krei­ses Bam­berg bei den Zukunfts­the­men der Regi­on sei. „Stadt und Land­kreis kön­nen nur zusam­men die Auf­ga­ben bewäl­ti­gen“, waren sich Fricke und Glü­sen­kamp einig.