Ab Dezem­ber fah­ren die Bam­ber­ger Stadt­bus­se auch nach Pettstadt

Es klingt wie ein ver­früh­tes Weih­nachts­ge­schenk: Mit dem bun­des­wei­ten Fahr­plan­wech­sel am drit­ten Advents­wo­chen­en­de 2019 wird die Gemein­de Pett­stadt an den Stadt­bus­ver­kehr der Stadt­wer­ke Bam­berg ange­schlos­sen. Die Linie 918, die bis­her am Cam­ping­platz in Bug ende­te, wird dann mon­tags bis sams­tags im Stun­den­takt bis Pett­stadt fah­ren und am Ärz­te­haus und in der Orts­mit­te hal­ten. Jetzt haben die Gemein­de, der Land­kreis Bam­berg und die Stadt Bam­berg die ÖPNV-Anbin­dung Pett­stadts offi­zi­ell besiegelt.

Mit der Fahr­plan­um­stel­lung im Dezem­ber geht für die Bür­ger von Pett­stadt ein jahr­zehn­te­lang geheg­ter Wunsch in Erfül­lung. Zusätz­lich zum bestehen­den Regio­nal­bus­ver­kehr ermög­licht die neue ÖPNV-Anbin­dung den Pett­stadtern werk­tags zwi­schen 8 und 20 Uhr im Stun­den­takt direk­te Fahr­ten zum Kli­ni­kum und in die Bam­ber­ger Innen­stadt. Die Gemein­de lässt sich die­se ver­bes­ser­te ÖPNV-Anbin­dung jähr­lich einen mitt­le­ren fünf­stel­li­gen Betrag kosten, indem sie das Betriebs­ko­sten­de­fi­zit aus­gleicht. Der Land­kreis wird durch das zusätz­li­che Ange­bot nicht finan­zi­ell belastet.

In neun Minu­ten bis zum Klinikum

Die Fahrt von der Orts­mit­te bis zum Kli­ni­kum wird eine gute vier­tel Stun­de dau­ern, bis zum Zen­tra­len Omni­bus-Bahn­hof (ZOB) sind die Pett­stadter mit dem Stadt­bus gut eine hal­be Stun­de unter­wegs. Durch die werk­täg­li­che Ver­län­ge­rung der Linie 918 bis Pett­stadt ändert sich für die Bür­ger Bugs weder die Tak­tung noch das ÖPNVAngebot.

An den Sonn­ta­gen fah­ren die Bus­se der Linie 918 nach wie vor bis zum Cam­ping­platz. Zudem wer­den auch wei­ter­hin wer­den die OVF-Über­land­bu­s­se über Neu­haus, Schad­los, Höfen und Wai­zen­dorf (Linie 978) nach Bam­berg fahren.

Die Ein­zel­fahrt nach Pett­stadt in der Preis­stu­fe 3 kostet pro Erwach­se­nem 3,70 Euro, das prak­ti­sche 10er-Ticket 12,30 Euro. Das Jah­res­abo in der Preis­stu­fe 3, das zu unend­lich vie­len Fahr­ten im Land­kreis Bam­berg berech­tigt, kostet 75,60 Euro pro Monat. Anfang Dezem­ber, recht­zei­tig zum Fahr­plan­wech­sel, wer­den die Stadt­wer­ke die Pett­stadter im Detail über den Fahr­plan und die Tickets für die Nut­zung des Stadt­bus­ses informieren.

Aktu­ell fin­den Gesprä­che zwi­schen der Ver­bund­ge­sell­schaft und den Stadt­wer­ken statt, unter wel­chen Bedin­gun­gen die Gemein­de Pett­stadt tarif­lich noch bes­ser gestellt wer­den kann.

Ein­bin­dung wei­te­rer Gemein­den geplant

Nach einem ähn­li­chen Modell könn­ten wei­te­re Land­kreis- Gemein­den in das ÖPNV-Ange­bot der Stadt­wer­ke inte­griert wer­den. Sind die Abstim­mun­gen mit der Gemein­de Lit­zen­dorf erfolg­reich und ste­hen die infra­struk­tu­rel­len Vor­aus­set­zun­gen zur Ver­fü­gung, könn­te die­se ab Mitte/​Ende 2021 eben­falls von einer ver­bes­ser­ten Stadt­bus­an­bin­dung profitieren.

Jochen Hack, Bür­ger­mei­ster der Gemein­de Pettstadt:

„Unse­re Ziel­stre­big­keit und Beharr­lich­keit hat sich aus­ge­zahlt. Ein lang­ge­heg­ter Wunsch vie­ler Pett­stadter Bür­ge­rin­nen und Bür­ger geht heu­te in Erfül­lung. Nach dem Glas­fa­ser­aus­bau bis ins Haus haben wir mit der Stadt­bus­an­bin­dung den näch­sten gro­ßen Schritt zur Wei­ter­ent­wick­lung und Siche­rung der Zukunfts­fä­hig­keit unser Gemein­de gemacht. Jetzt gilt es, auch im Sin­ne des Kli­ma­schut­zes, dass mög­lichst vie­le Pett­stadterin­nen und Pett­stadter das neue Stadt­bus­an­ge­bot nutzen.”

Land­rat Johann Kalb:

„Ich freue mich, dass wir Pett­stadt im Stun­den­takt an den ÖPNV Rich­tung Bam­berg und zurück anbin­den kön­nen. Dies ist ein wei­te­rer Schritt, den Land­kreis und die Stadt Bam­berg ver­kehrs­tech­nisch zu ver­net­zen. Vie­le wei­te­re – vom Nah­ver­kehrs­plan bis zum Regio­na­len Omni­bus­bahn­hof – wer­den fol­gen. Jeder Bau­stein ver­bes­sert die Mobi­li­tät der Men­schen in Stadt und Land­kreis Bamberg.”

Ober­bür­ger­mei­ster Andre­as Star­ke, Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­der der Stadt­wer­ke Bamberg:

„Die Ver­knüp­fung des Land­krei­ses und der Stadt ist ein wesent­li­cher Schlüs­sel für den Erfolg unse­res kom­bi­nier­ten Bus­systems. Je mehr Bür­ge­rin­nen und Bür­ger mit dem Stadt­bus und nicht mit dem Auto in die Welt­erbe­stadt ein­pen­deln, desto besser!“