Gesund­heits­ein­rich­tun­gen des Bezirks Ober­fran­ken keh­ren zum Tarif zurück

Schnel­ler als ursprüng­lich geplant keh­ren die Gesund­heits­ein­rich­tun­gen des Bezirks Ober­fran­ken (GeBO) zum Tarif­ver­trag für den öffent­li­chen Dienst (TVöD) zurück. Das beschloss der Ver­wal­tungs­rat der ober­frän­ki­schen Bezirks­kli­ni­ken unter Vor­sitz von Bezirks­tags­prä­si­dent Hen­ry Schramm in sei­ner Sit­zung am Mitt­woch. Dem­nach erhal­ten rund 1100 Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter rück­wir­kend zum 1. Janu­ar 2,5 Pro­zent mehr Lohn.

„Wir set­zen mit der kom­plet­ten Rück­kehr zum Tarif ein deut­li­ches Zei­chen der Wert­schät­zung gegen­über unse­ren enga­gier­ten Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern. Sie lei­sten in unse­ren Bezirks­kli­ni­ken tag­täg­lich einen wich­ti­gen Dienst für Men­schen, die unse­re Hil­fe brau­chen. Die heu­ti­ge Ent­schei­dung bringt eine spür­ba­re Ver­bes­se­rung für unse­re Beleg­schaft mit sich“, unter­strich Bezirks­tags­prä­si­dent Hen­ry Schramm bei den Bera­tun­gen am Mitt­woch in Bay­reuth. Er steht dem Ver­wal­tungs­rat der GeBO mit deren rund 2000 Beschäf­ti­gen vor. Zwar wur­den bereits in der Ver­gan­gen­heit Schrit­te zur Anpas­sung der Ver­gü­tung an den TVöD unter­nom­men, rund die Hälf­te der Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter muss­ten jedoch wei­ter­hin einen Abschlag von 2,5 Pro­zent ihres Loh­nes in Kauf neh­men. Dies wird sich nun ändern. Der Ver­wal­tungs­rat beschloss ein­stim­mig, den Lohn für alle Berufs­grup­pen rück­wir­kend zum 1.1.2019 voll­stän­dig an den Tarif­ver­trag des öffent­li­chen Dien­stes anzu­glei­chen. Ursprüng­lich war dies erst Ende 2021 vorgesehen.

„Damit wer­den wir als Arbeit­ge­ber auch für Bewer­ber attrak­ti­ver. Der Lücken­schluss in der Ver­gü­tung war der letz­te Mosa­ik­stein hin zum TVöD. Ich dan­ke dem Ver­wal­tungs­rat sowie unse­ren moti­vier­ten Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern, die durch ihr Enga­ge­ment eine voll­stän­di­ge Rück­kehr mög­lich gemacht haben“, blickt GeBO-Vor­stand Kat­ja Bitt­ner auf die sich kon­ti­nu­ier­lich ver­bes­sern­de wirt­schaft­li­che Lage bei dem ober­fran­ken­weit agie­ren­den Gesundheitsunternehmen.

Die Rück­kehr zum Tarif ist ein­ge­bet­tet in ein gan­zes Maß­nah­men­pa­ket, das die GeBO fit für die Zukunft machen soll. Vor weni­gen Wochen stell­te Bezirks­tags­prä­si­dent Hen­ry Schramm ein umfang­rei­ches, rund 500 Mil­lio­nen Euro schwe­res, Inve­sti­ti­ons­pa­ket für die Bezirks­kli­ni­ken vor. „Mein Anlie­gen ist es, den psy­chisch kran­ken Men­schen in Ober­fran­ken die best­mög­li­che medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung zu bie­ten. Dazu gehö­ren modern aus­ge­stat­te Kli­ni­ken eben­so, wie tarif­ge­recht bezahl­te Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter, die sich für­sorg­lich um unse­re Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten küm­mern“, so Bezirks­tags­prä­si­dent Hen­ry Schramm. Um wei­te­ren Nach­wuchs im Pfle­ge­be­reich zu gewin­nen wur­den bereits zwei wei­te­re Klas­sen in den GeBO-eige­nen Berufs­fach­schu­len für Kran­ken­pfle­ge in Bay­reuth und Kut­zen­berg ein­ge­rich­tet und ein Kran­ken­pfle­ge­hel­fer­kurs gestartet.

INFO: Die GeBO

Um Men­schen in psych­ia­tri­schen Lebens­kri­sen zu hel­fen, betrei­ben die Gesund­heits­ein­rich­tun­gen des Bezirks Ober­fran­ken ein flä­chen­decken­des Netz an Kli­ni­ken, Tages­kli­ni­ken und Psych­ia­tri­schen Insti­tutsam­bu­lan­zen in ganz Ober­fran­ken. Die GeBO ist an acht Stand­or­ten vor Ort: Bay­reuth, Kut­zen­berg, Rehau, Hoch­stadt, Bam­berg, Coburg, Hof und Kro­nach. Ins­ge­samt beschäf­tigt die GeBO rund 2000 Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mitarbeiter.