In den Feri­en die Bam­ber­ger Fluss­ge­schich­te ent­decken

Falt­blatt zum Fluss­pfad Bam­berg neu auf­ge­legt

Das Fluss­pa­ra­dies Fran­ken hat das Falt­blatt zum Bam­ber­ger Fluss­pfad in deut­scher und eng­li­scher Spra­che neu auf­ge­legt. Ent­lang der Reg­nitz in Bam­berg führt es zu 23 Tafeln, auf denen die Geschich­te des Flus­ses und der Stadt dar­ge­stellt sind. An jeder Sta­ti­on laden histo­ri­sche Abbil­dun­gen dazu ein, die Situa­ti­on frü­her mit dem heu­ti­gen Stadt­bild zu ver­glei­chen. Eine gezeich­ne­te Kuni­gun­den­fi­gur will Kin­der und Erwach­se­ne dazu anre­gen, genau hin­zu­schau­en, nach­zu­den­ken oder zu schmun­zeln. So fragt sie auf der Unte­ren Brücke bei­spiels­wei­se „Wor­an erkennst du, dass ich eine Kai­se­rin war? Schau mei­ne gro­ße Stein­fi­gur genau an.“ „Auf die­se offe­ne Fra­gen, kön­nen Kin­der ihre eige­nen Ant­wor­ten fin­den“, das ist Anne Schmitt, Geschäfts­füh­re­rin des Fluss­pa­ra­die­ses Fran­ken, und ihren Mit­strei­te­rin­nen schon bei der Kon­zep­ti­on des Pro­jek­tes wich­tig gewe­sen. Dar­um wur­den die Fra­gen auf den Tafeln damals über ein Pro­jekt von Cha­peau Claque mit Kin­dern zusam­men erar­bei­tet. Und auch die schein­bar bana­le Fra­ge am Kra­nen „Wo geht’s denn hier zur Nord­see?“ hat meh­re­re Ant­wort­mög­lich­kei­ten: ein­mal fluss­ab­wärts über den Main und den Rhein. Oder auch quer durch die Fuß­gän­ger­zo­ne zu einem Fisch­ge­schäft glei­chen Namens.

Die ersten Tafeln des Bam­ber­ger Fluss­pfa­des wur­den im Juli 2005 durch die Bam­ber­ger Sor­op­ti­mi­stin­nen Inter­na­tio­nal Club Bam­berg ermög­licht. Durch ver­schie­den­ste Unter­stüt­zer wie Ser­vice-Clubs, Pri­vat­per­so­nen, Unter­neh­men oder Was­ser­wirt­schafts­amt kamen dann über die Jah­re wei­te­re Tafeln dazu. Die vor­erst letz­te im Jahr 2013 zur Indu­strie­ge­schich­te der Bam­ber­ger Müh­len. Sie steht auf dem Bru­der­mühl­steg in direk­ter Nach­bar­schaft zum neu eröff­ne­ten Welt­erbe­zen­trum.

Das tol­le am Fluss­pfad ist, dass man die Stadt aus einem beson­de­ren Blick­win­kel ent­deckt und dabei sowohl tou­ri­sti­sche Höhe­punk­te als auch ver­bor­ge­ne Sei­ten Bam­bergs ken­nen­lernt. Start der ins­ge­samt 5 Kilo­me­ter Rund­tour ist die Tou­rist-Infor­ma­ti­on auf der Insel Gey­ers­wörth. Dort ist auch das Falt­blatt erhält­lich. Von hier aus kann man den Pfad auch gut in zwei Teil­stücken gehen, z. B eine Run­de fluss­ab­wärts Rich­tung Klein Vene­dig und Alt­stadt, die zwei­te Run­de fluss­auf­wärts Rich­tung Mühl­wörth und Bür­ger­park Hain. Ein beson­de­res Erleb­nis bie­tet die Fäh­re am Mühl­wörth, mit der man sich Diens­tag bis Sonn­tag ab 10:30 Uhr über die Reg­nitz über­set­zen las­sen kann oder die Schiff­fahrt auf der Reg­nitz von der Anle­ge­stel­le am Kra­nen. Der Bam­ber­ger Fluss­pfad ist ein idea­les Aus­flugs­ziel für Fami­li­en. Zumal auch die näch­ste Eis­die­le meist nicht weit weg ist.

Die Wege sind stu­fen­los und gut mit Kin­der­wa­gen oder Roll­stuhl (mit Begleit­per­son) zu bewäl­ti­gen. Daher sind im aktua­li­sier­ten Falt­blatt auch die bar­rie­re­frei­en öffent­li­chen Toi­let­ten ein­ge­tra­gen. Über­wie­gend sind die Wege asphal­tiert, Teil­stücke sind gepfla­stert und Brücken­über­gän­ge zum Teil mit Git­ter­ro­sten belegt.

Tipp: Gut ver­bin­den lässt sich der Bam­ber­ger Fluss­pfad mit der Aus­stel­lung „Lebens­ader Reg­nitz“ im Histo­ri­schen Muse­um auf dem Bam­ber­ger Dom­berg. Dort kön­nen Kin­der auf begeh­ba­ren Fluss­kar­ten den Ver­lauf der Flüs­se oder des histo­ri­schen Lud­wig­ka­nals nach­voll­zie­hen, Schiffs­mo­del­le bestau­nen, bei einem Fluss­quiz die Tie­re und Pflan­zen am Fluss ken­nen­ler­nen oder einen Ein­druck davon bekom­men, wie weit frü­he­re Hoch­was­ser die Häu­ser über­flu­te­ten. Dabei ver­bin­den sich die Ent­deckun­gen in der Stadt mit denen im Muse­um.

fluss​pfad​.fluss​pa​ra​dies​-fran​ken​.de

Unter die­ser Inter­net­adres­se fin­den sich alle Tafeln und zusätz­lich Audio­da­tei­en in deut­scher und eng­li­scher Spra­che, mit denen man zusam­men mit dem Stu­den­ten „Johan­nes Mül­ler“ und der „Frau Reg­nitz“ durch Bam­berg spa­zie­ren kann.