Anton May als Schulleiter des Maria-Ward-Gymnasiums verabschiedet

Erzbischof Schick dankt für langjährigen Einsatz an Nürnberger Schule – Nikolaus Groß wird Nachfolger

Nach elfjähriger Amtszeit wird der Schulleiter des Nürnberger Maria-Ward-Gymnasiums, Diakon Anton May, in den Ruhestand verabschiedet. Erzbischof Ludwig Schick dankte May dafür, dass er die Saat des Evangeliums gesät und auch geerntet habe. Am Gedenktag des hl. Christophorus, des himmlischen Reisebegleiters, verwies der Erzbischof darauf, dass May im Vertrauen auf Gott die Reise seines Berufslebens als Religionslehrer, Seelsorger und Direktor des Maria-Ward-Gymnasiums Nürnberg begonnen, unternommen und nun vollendet habe. Ein neues und weiteres Stück Lebensweg liege nun vor ihm, das er mit Gottes Hilfe angehen dürfe.

Auf jeder Lebensreise gebe es geruhsame und anstrengende Pfade, Zeiten der Ermüdung, Pannen, auch Rückschläge und Verletzungen. Auf der Wegstrecke im Maria-Ward-Gymnasium sei aber für Anton May in der Lehrerschaft und bei den Schülerinnen meist alles im „grünen Bereich“ gewesen, so der Erzbischof in seiner Predigt. Vor allem dankte er ihm auch, dass er den notwendigen Neubau des Maria-Ward-Gymnasiums in Angriff genommen habe, der in zwei Jahren eingeweiht werden soll. Der Glaube habe ihm in allen Zeiten das Vertrauen gegeben, dass Gott mitgeht. „Aber nur wenn wir gehen, geht Gott mit“, fügte Schick hinzu. „Auf die elf Jahre als Direktor und die Jahre davor als Religionslehrer kann Anton May und können wir dankbar zurückschauen“, sagte Schick mit einem herzlichen „Vergelt’s Gott“ und sprach ihm beste Segenswünschen für die Zeit im Ruhestand aus. Dem Maria-Ward-Gymnasium und seinem neuen Rektor wünschte der Erzbischof ein gutes Weiterbauen auf den gelegten Fundamenten.

Anton May war seit 1986 Religionslehrer an der katholischen Schule. 1997 wurde der verheiratete Familienvater zum Ständigen Diakon geweiht. Seit 2008 ist er Leiter des Maria-Ward-Gymnasiums. May studierte an den Universitäten Bamberg und Erlangen Theologie, Philosophie und Gräzistik. Nach der Referendariatszeit in Würzburg und Nürnberg sowie kurzer Unterrichtstätigkeit am Melanchthon-Gymnasium Nürnberg kam er an die Maria-Ward-Schule. 1997 wurde er Fachmitarbeiter für die Gymnasien und Fachoberschulen im Schulreferat der Erzdiözese Bamberg. Seit 2000 wurde er wiederholt zum Diözesanvorsitzenden des Verbands der katholischen Religionslehrer und Religionslehrerinnen an den Gymnasien in Bayern gewählt.

Neuer Schulleiter wird mit dem neuen Schuljahr Nikolaus Groß. Der gebürtiger Mainzer war seit 2000 Lehrer am Willstätter-Gymnasium in Nürnberg. Er kommt in spannenden Zeiten an die Maria-Ward-Schule: Derzeit erhält sie für 64 Millionen Euro einen kompletten Neubau, der bis August 2021 bezogen werden soll. Darin werden dann die etwa 1300 Schülerinnen aus Grundschule, Realschule und Gymnasium von 110 Lehrkräften unterrichtet. Der Wechsel in der Schulleitung betrifft das Maria-Ward-Gymnasium. Dort lernen etwa 600 Schülerinnen in 17 Klassen und 139 Kursen. 60 Lehrkräfte unterrichten am Gymnasium.

Insgesamt sind acht Schulen in Nürnberg, Bamberg und Schillingsfürst in Trägerschaft des Erzbistums Bamberg, wo nach einem ganzheitlichen reformpädagogischen Konzept unterrichtet wird. „Schule ist ein wichtiger pastoraler Raum der Kirche“, betonte Hans-Dieter Franke, Leiter der Hauptabteilung Schule und Religionsunterricht im Erzbischöflichen Ordinariat Bamberg. „In der Schule und im Religionsunterricht kann die Kirche so viele junge Menschen erreichen wie anderswo kaum noch.“ Bildung und die Errichtung von Schulen hätten eine lange kirchliche Tradition.