Stra­ßen­wär­ter­ab­sol­ven­ten aus ganz Bay­ern wird der Fach­ar­bei­ter­brief im ETA Hoff­mann Thea­ter der Stadt Bam­berg über­reicht

Moder­ne Aus­bil­dung endet mit Frei­spre­chung nach altem Brauch

Nach altem Brauch wer­den am Don­ners­tag, den 25. Juli 2019 um 10.30 Uhr vor­aus­sicht­lich ca. 80 jun­ge Stra­ßen­wär­ter, davon 2 Stra­ßen­wär­te­rin­nen, aus ganz Bay­ern im ETA Hoff­mann Thea­ter der Stadt Bam­berg von Ihrer Lehr­zeit „frei­ge­spro­chen“.

Die ört­li­che Orga­ni­sa­ti­on der bay­ern­wei­ten Ver­an­stal­tung wird vom Staat­li­chen Bau­amt Bam­berg wahr­ge­nom­men.

Den erfolg­rei­chen Absol­ven­ten wer­den im Rah­men eines fest­li­chen Aktes durch Hr. Dr.-Ing. Heinz Dirn­ho­fer vom Baye­ri­schen Mini­ste­ri­um für Woh­nen, Bau und Ver­kehr ihre Fach­ar­bei­ter­brie­fe mit Hand­schlag über­reicht.

Hr. Bau­di­rek­tor Uwe Zeu­schel vom Staat­li­chen Bau­amt Bam­berg und Hr. 2. Bür­ger­mei­ster Dr. Chri­sti­an Lan­ge der Stadt Bam­berg wer­den die jun­gen Absol­ven­ten und die Ehren­gä­ste in Bam­berg will­kom­men hei­ßen.

Die jun­gen Fach­ar­bei­te­rin­nen und Fach­ar­bei­ter haben ihre Aus­bil­dung bei den unter­schied­li­chen baye­ri­schen Dienst­stel­len wie Auto­bahn­di­rek­tio­nen, Staat­li­chen Bau­äm­tern, Land­krei­sen, Städ­ten und Gemein­den absol­viert. Die Aus­bil­dung wur­de jedoch immer wie­der durch mehr­wö­chi­ge Block­un­ter­rich­te am „Berufs­bil­dungs­zen­trum II in Würz­burg“ sowie an der „Über­be­trieb­li­chen Stra­ßen­wär­ter-Aus­bil­dungs­stel­le der bay­er. Staats­bau­ver­wal­tung in Gerolz­ho­fen“ ergänzt und erwei­tert.

Am Ende einer nun drei­jäh­ri­gen Aus­bil­dung ste­hen dem baye­ri­schen Stra­ßen­un­ter­hal­tungs­dienst „All­roun­der“ mit moder­nen Kennt­nis­sen im Bau- und Ver­kehrs­we­sen zur Ver­fü­gung.

Die Zei­ten des alten „Weg­ma­chers“ wie der Stra­ßen­wär­ter frü­her hieß, sind längst vor­bei. Genüg­te sei­ner­zeit im Wesent­li­chen ein­sei­ti­ges hand­werk­li­ches Geschick, ist der fach­män­ni­sche Umgang mit den unter­schied­lich­sten Maschi­nen und Gerä­ten, der Kennt­nis über Mate­ri­al­ei­gen­schaf­ten der ver­wen­de­ten Bau­stof­fe, der ver­schie­den­ar­tig­sten Sanie­rungs­me­tho­den und Tech­ni­ken, der Umgang mit Ver­mes­sungs­in­stru­men­ten heut­zu­ta­ge zwin­gend not­wen­di­ges Hand­werks­zeug.

Nur so ist eine fle­xi­ble und letzt­end­lich wirt­schaft­li­che Erle­di­gung der Auf­ga­ben auf und an den Stra­ßen mög­lich.

Schwer­punkt der moder­nen Tätig­keit des Stra­ßen­wär­ters ist neben der Über­wa­chung und Bestands­si­che­rung der Bau­wer­ke (Stra­ßen und Brücken) ins­be­son­de­re die Gewähr­lei­stung der Ver­kehrs­si­cher­heit. Auf­grund der gro­ßen Ver­kehrs­be­la­stun­gen und hohen Ver­kehrs­ge­schwin­dig­kei­ten auf unse­ren Stra­ßen kön­nen bereits „Klei­nig­kei­ten“ ver­hee­ren­de Fol­gen nach sich zie­hen. Die Sen­si­bi­li­sie­rung der jun­gen Men­schen für die­ses The­ma wur­de bei der Aus­bil­dung beson­ders GROSS geschrie­ben.

Die Stra­ße war­tet nun mit ihren viel­fäl­ti­gen Auf­ga­ben auf die „Neu­en“. Sie sind durch ihre umfas­sen­de Aus­bil­dung bestens gerü­stet, bei Wind und Wet­ter, Regen und Schnee, ihre nicht immer leich­te Arbeit zuver­läs­sig für uns alle zu ver­rich­ten.

Mit der Erfül­lung die­ser Auf­ga­ben in der Stra­ßen­un­ter­hal­tung ist ein hohes Maß an Ver­ant­wor­tung gegen­über Mensch, Natur und Umwelt ver­bun­den; sie wer­den mit­ver­ant­wort­lich sein für die Betreu­ung eines ca. 42.000 km lan­gen über­ört­li­chen Stra­ßen­net­zes in Bay­ern.

Mit dem Abschluss ihrer Lehr­jah­re wer­den die jun­gen Stra­ßen­wär­ter und Stra­ßen­wär­te­rin­nen nicht die letz­te Aus­bil­dung hin­ter sich gebracht haben. Der immer rasan­ter wer­den­de Wech­sel in unse­rer Zeit wird ste­ti­ge Wei­ter­bil­dung jedem abver­lan­gen.

Den beson­ders enga­gier­ten und geeig­ne­ten der am 25.07.2019 „frei­ge­spro­che­nen“ Stra­ßen­wär­ter steht der Weg nach oben offen. Kolon­nen­füh­rer, Strecken­wart, Tech­ni­ker und Stra­ßen­mei­ster kön­nen als näch­ste Kar­rie­re­zie­le ange­steu­ert wer­den.

Wir wün­schen den Absol­ven­ten der viel­sei­ti­gen Aus­bil­dung alles Gute für Ihren wei­te­ren Lebens­weg.