Bam­ber­ger Hein­richs­fest rund um den Dom im Zei­chen von Tau­fe und Sen­dung

Fest­pre­digt von Erz­bi­schof Schick: „Uns schickt der Him­mel“

Zum dies­jäh­ri­gen Hein­richs­fest hat Erz­bi­schof Lud­wig Schick die Chri­sten auf­ge­ru­fen, sich auf ihre Tau­fe und ihre Sen­dung neu zu besin­nen. Der Glau­be sei kei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit mehr. Vom Hein­richs­fest 2019 sol­le ein mis­sio­na­ri­scher Impuls aus­ge­hen. „Wir müs­sen unse­ren Glau­ben Men­schen ver­schie­de­ner Kul­tu­ren und Reli­gio­nen, die in einer glo­ba­len Welt über­all zusam­men­le­ben, bezeu­gen, ihn dafür neu for­mu­lie­ren und für ihn wer­ben“, sag­te Schick am Sonn­tag in sei­ner Fest­pre­digt und bzog sich dabei auch kon­kret auf den Islam. „Dazu gehört es zum Bei­spiel auch, dass wir die Frei­heit in reli­giö­sen Fra­gen, auch beim Reli­gi­ons­wech­sel, ver­tei­di­gen.“

Auch die Tren­nung von Staat und Kir­che bei gleich­zei­ti­ger Zusam­men­ar­beit zum Wohl der Men­schen müs­se unter­stri­chen wer­den, eben­so der Zusam­men­halt von Glau­be und Ver­nunft sowie die christ­li­che Barm­her­zig­keit für alle ohne Prä­fe­ren­zen und Aus­nah­men. „Des­halb ist es inak­zep­ta­bel, dass wir Men­schen im Mit­tel­meer ertrin­ken las­sen“, beton­te der Erz­bi­schof. Aber auch der Pfle­ge­not­stand und die Not alter und kran­ker Men­schen sei­en ein Skan­dal in unse­rer christ­lich gepräg­ten Gesell­schaft, so Schick.

„Chri­sten wer­den zu allen Zei­ten dazu getauft, um in das Leben Jesu ein­zu­tau­chen“, sag­te der Erz­bi­schof. „Getauft sein bedeu­tet, ein­ge­hen in Jesus Chri­stus und dann aus die­ser Lebens­ver­bin­dung leben. Jeder Getauf­te ist gesen­det, die Lebens­wei­se Jesu Chri­sti aus­zu­brei­ten. Dazu schickt uns der Him­mel.“ Das Hein­richs­fest steht die­ses Jahr unter dem Mot­to „Uns schickt der Him­mel – Getauft und gesen­det“.

Der Hein­richs­fest-Sams­tag star­te­te tra­di­tio­nell mit einer Eucha­ri­stie­fei­er mit Kran­ken­sal­bung für Men­schen mit Behin­de­rung und Kran­ke in St. Urban, orga­ni­siert durch den Mal­te­ser Hilfs­dienst. Am Nach­mit­tag fand ein Motor­rad­got­tes­dienst statt, beglei­tet von den „Beth­le­hem All­stars“. In der Alten Hof­hal­tung fan­den bun­tes Trei­ben mit Live-Musik der „Jazz­Pantz“ und Mit­mach-Aktio­nen statt.

Am Abend stand unter dem Mot­to „Nama­ste“ Nord­ost­in­di­en im Zen­trum, das Bei­spiel­land des dies­jäh­ri­gen Monats der Welt­mis­si­on. Nach dem Fest­got­tes­dienst am Sonn­tag stan­den vie­le Ange­bo­te für Kin­der und die gan­ze Fami­lie auf dem Pro­gramm, dazu vie­le Füh­run­gen, Auf­füh­run­gen, aber auch medi­ta­ti­ve Aus­zei­ten und eine Abschluss­ves­per mit dem Erz­bi­schof. Die Erlö­se und Kol­lek­ten des Festes kom­men die­ses Jahr dem „Bles­sed Joseph Nar­di­ni Semi­na­ry“ zugu­te. Die­ses Semi­nar ermög­licht der­zeit 85 Jun­gen in Nord­ost­in­di­en eine wei­ter­füh­ren­de Schul­bil­dung sowie Basis­kennt­nis­se für die Aus­bil­dung von Diö­ze­san­prie­stern. Mit der Kol­lek­te sol­len die Gebäu­de erwei­tert wer­den, um künf­tig 150 Jun­gen eine Schul­aus­bil­dung zu ermög­li­chen.

Das Hein­richs­fest fin­det jedes Jahr am zwei­ten Juli-Wochen­en­de rund um den Bam­ber­ger Dom statt und ist dem hei­li­gen Kai­ser Hein­rich, einem der Bis­tums­pa­tro­ne, gewid­me