Leserbrief: „Pannenflicken: Hallstadt vorne dabei“

Sehr geehrte Damen und Herren!
Wie ich http://www.cycleride.de/component/joomgallery/pannenflicken-18/19.html entnehmen konnte, ist die Entscheidung über die Vergabe des Pannenflickens 2018/19 gefallen. In der Gesamtwertung erreichte Hallstadt mit dem nominierten Kreisverkehr Emil-Kemmer-Straße den dritten Platz. Zwei der Fachjuroren sehen die im Landkreis Bamberg liegende Stadt gar ganz vorn (http://www.cycleride.de/aktuelles/news/107-fachjuroren.html).
Vergeben wird der Negativpreis für besondere Leistungen der Verkehrsbehörden, die sich um Mißachtung geltender Regelwerke und hochgradige Behinderung und Gefährdung des Radverkehrs bemühen – sei es gedankenlos, sei es in beabsichtigter Benachteiligung.
Bernd Sluka, zugleich bayerischer Landesvorsitzender des Verkehrsclubs Deutschland (VCD), urteilt deutlich: „Hier werden die Sicherheitsbelange der Radfahrer aufs Gröbste verletzt.“ Die ERA (Empfehlungen für Radverkehrsanlagen, ein einschlägiges Regelwerk) warnten ausdrücklich vor einer solchen Ausführung.
Klaus Wörle aus dem Kreisverband Regensburg des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) bewertet ebenso: „Diese Planer könnten ihre Inkompetenz und ihr komplettes Versagen kaum besser unter Beweis stellen.“ Und Ervin Peters meint lakonisch: „Letzte Planung vor der Rente, oder?“
Zu ergänzen wäre: Hallstadt wurde von Beginn an auf die Regelwidrigkeit dieses Radwegs und die durch ihn und die angeordnete Benutzungspflicht provozierten Unfallrisiken hingewiesen. Doch die Stadtverwaltung tauchte ab und überließ dem Landratsamt den (mißglückten) Versuch, ihn mit haarsträubenden Begründungen zu rechtfertigen.
Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Bönig