HiPerSim4All: Spitzentechnologie für oberfränkische Unternehmen

Der Europäische Sozialfond in Bayern (ESF) und die Oberfrankenstiftung fördern an der Universität Bayreuth für drei Jahre das Forschungsprojekt ‚High Performance Simulation für alle‘, kurz HiPerSim4All. Das Projekt ist am Lehrstuhl für Konstruktionslehre und CAD sowie am IT-Servicezentrum angesiedelt. Projektziel ist, Ingenieure von kleinen und mittleren Unternehmen der Region mit dem Know-how auszustatten, aufwändige Simulationen für Produktentwicklungs-prozesse effizient und kostengünstig mit Hilfe von Supercomputern durchführen zu können. Weitere bayerische Industrieunternehmen sind als Projektpartner willkommen!

Um im globalen Wettbewerb nicht zu unterliegen, müssen Unternehmen in immer kürzeren Zyklen neue Produkte oder Dienstleistungen auf den Markt bringen. Das erfordert nicht nur unternehmerischen Mut, sondern auch die ständige Weiterentwicklung von Technik sowie die Beschleunigung und Rationalisierung von Entwicklungsprozessen. Für kleine und mittlere Unternehmen, sog. KMUs, die es häufig in Nordbayern gibt, ist das eine Herausforderung.

Hier setzt das Bayreuther HiPerSim4All-Projekt an. „Die Nutzung von Supercomputern, auch High-Performance-Computing genannt, bietet hervorragende Möglichkeiten, Produktentwicklungsprozesse effizient zu gestalten und damit die Wettbewerbsfähigkeit von KMUs zu gewährleisten“, erläutert Christopher Lange, der als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Konstruktionslehre und CAD (Lehrstuhlinhaber: Prof. Dr.-Ing. Frank Rieg) das Projekt betreut.

Aus diesem Grund wurde – mit Fördermitteln vom ESF und der Oberfrankenstiftung – ein leistungsfähiger Supercomputer mit unterschiedlichen technischen Konfigurationen an der Universität Bayreuth installiert und den Projektpartnern – hauptsächlich oberfränkische Industrieunternehmen – exklusiv zur Nutzung zur Verfügung gestellt.

Die Anwendung dieser Technologie sei jedoch keinesfalls trivial, so Lange. Ingenieure und Produktentwickler von KMUs fehlten meist die erforderlichen Ressourcen, um Simulationen schneller durchführen zu können, da sie in der Regel keinen Zugriff auf die notwendige, aber sehr kostenintensive Hard- und Software besäßen. Hier schaffe HiPerSim4All Abhilfe: Ingenieure und Produktentwickler bspw. von den Firmen Lamilux aus Rehau, Klubert und Schmidt aus Pottenstein oder auch von der Luft- und Thermotechnik Bayreuth hätten jetzt die ersten Schulungen begonnen. „Während der dreijährigen Projektlaufzeit vermitteln wir den Teilnehmern das notwendige Grundlagenwissen und darauf aufbauend, gibt es weitere Schulungen zu numerischen Berechnungsmethoden, Parallelisierung und Themen aus dem Bereich High-Performance-Computing“, erläutert Lange.

„Derzeit haben wir 14 Unternehmen als Projektpartner. Weitere bayerische Industrieunternehmen“, so Lange, „sind als Projektpartner willkommen! Die Teilnahme für bayerische KMUs ist kostenfrei – die Anmeldung ist jederzeit möglich.“

Kontakt:

Christopher Lange, M.Sc.

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Lehrstuhl für Konstruktionslehre und CAD

Lehrstuhlinhaber: Prof. Dr.-Ing. Frank Rieg

Fakultät für Ingenieurwissenschaften, Universität Bayreuth, Universitätsstraße 30 / FAN C

Telefon: 0921 / 55-7180

E-Mail: christopher.lange@uni-bayreuth.de

www.konstruktionslehre.uni-bayreuth.de/de/forschung/projekte/hipersim4all

www.konstruktionslehre.uni-bayreuth.de