Stär­kung der loka­len Mobi­li­tät im Land­kreis Bam­berg

Mit­fahr­bän­ke und Bür­ger­bus­se erwei­tern das Ange­bot für Bür­ge­rin­nen und Bür­ger, mobil zu sein

Mitfahrbänke erweitern künftig das Angebot für Bürgerinnen und Bürger, mobil zu bleiben. Der Landkreis fördert derzeit die Aufstellung durch die Gemeinden in Altendorf, Buttenheim, Frensdorf, Heiligenstadt i. Ofr., Hirschaid, Königsfeld, Lisberg, Scheßlitz, Schlüsselfeld, Stadelhofen, Stegaurach, Wattendorf und Zapfendorf. Im Bild: Heiligenstadt. (Quelle: Rudolf Mader)

Mit­fahr­bän­ke erwei­tern künf­tig das Ange­bot für Bür­ge­rin­nen und Bür­ger, mobil zu blei­ben. Der Land­kreis för­dert der­zeit die Auf­stel­lung durch die Gemein­den in Alten­dorf, But­ten­heim, Frens­dorf, Hei­li­gen­stadt i. Ofr., Hirschaid, Königs­feld, Lis­berg, Scheß­litz, Schlüs­sel­feld, Sta­del­ho­fen, Ste­gau­rach, Wat­ten­dorf und Zap­fen­dorf. Im Bild: Hei­li­gen­stadt. (Quel­le: Rudolf Mader)

Mit­fahr­bän­ke sind ein neu­er Mosa­ik­stein des inter­mo­da­len Mobi­li­täts­kon­zep­tes des Land­kreis Bam­berg. Für die­ses neue Ange­bot schafft der Land­kreis Bam­berg nun in 13 Orten eine Infra­struk­tur. Die Mit­fahr­bän­ke funk­tio­nie­ren so ein­fach wie geni­al: Mit­fahr­wil­li­ge kön­nen bei den Bän­ken vor­ge­fer­tig­te Klapp­schil­der an einem Mast anbrin­gen und damit Auto­fah­rern signa­li­sie­ren, in wel­chen Ort sie mit­ge­nom­men wer­den möch­ten.

„Mit­fahr­bän­ke ergän­zen den Mobi­li­täts-Mix für unse­re Bür­ge­rin­nen und Bür­ger“, erläu­tert Land­rat Johann Kalb das Ange­bot, das in einer ersten Stu­fe in Alten­dorf, But­ten­heim, Frens­dorf, Hei­li­gen­stadt i. Ofr., Hirschaid, Königs­feld, Lis­berg, Scheß­litz, Schlüs­sel­feld, Sta­del­ho­fen, Ste­gau­rach, Wat­ten­dorf und Zap­fen­dorf auf­ge­baut wird. Der Land­kreis Bam­berg hat hier­für zunächst 24.000 Euro an finan­zi­el­len Mit­teln ein­ge­plant.

Zusätz­lich wird der Land­kreis ein stär­ke­res Augen­merk auf die För­de­rung von Bür­ger­bussen legen. „Wir prü­fen dar­über hin­aus natür­lich wei­te­re Mög­lich­kei­ten, damit die Men­schen mobil blei­ben kön­nen“, geht Kalb auf die För­de­rung von Bür­ger­bussen ein.

Die jetzt auf­ge­stell­ten Mit­fahr­bän­ke sind kei­ne Kon­kur­renz zum öffent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehr. Sie bedie­nen vom Auf­kom­men und von den Zeit­fen­stern her sehr indi­vi­du­el­le Beför­de­rungs­be­dürf­nis­se der Bür­ger, die durch den ÖPNV wirt­schaft­lich nicht abzu­decken sind. Sie rich­ten sich an Men­schen ohne eige­ne Mobi­li­täts­mög­lich­kei­ten und sol­len hel­fen, die Ver­kehrs­er­schlie­ßung von bis­her nicht oder schlecht erschlos­se­nen Orts­tei­len zum Haupt­ort (oder nahe­ge­le­ge­nen ande­ren Orten) her­zu­stel­len.

Die guten Erfah­run­gen mit die­sem Ange­bot zum Bei­spiel in Lan­gen­sen­del­bach haben auch gezeigt, dass Mit­fahr­bän­ke auch geeig­net sind, die sozia­le und kom­mu­ni­ka­ti­ve Inter­ak­ti­on im Ort zu för­dern, weil sich Auto­fah­rer und Mit­fah­rer (bes­ser) ken­nen ler­nen kön­nen. Auch die Fra­ge, was im Scha­dens­fall pas­siert, ist gere­gelt: Mit­fah­ren­de sind über die ver­pflich­ten­de Kfz-Haft­pflicht­ver­si­che­rung immer mit­ver­si­chert.

Eine wei­te­re wich­ti­ge Kom­po­nen­te der loka­len Mobi­li­tät stel­len Bür­ger­bus-Ange­bo­te wie der „Gämaa-Flit­zer“ in Hirschaid dar. Der Land­kreis Bam­berg för­dert die von der Regie­rung geneh­mig­ten Bür­ger­bus­pro­jek­te bereits seit Jah­ren und ist von der Bedeu­tung für die Bevöl­ke­rung über­zeugt. Aktu­ell wer­den 50 Pro­zent der jähr­li­chen Defi­zi­te, höch­stens jedoch 2.500 Euro vom Land­kreis über­nom­men. Der Land­kreis prüft aktu­ell die Mög­lich­keit, auch die kom­mu­na­len Fahr­dien­ste, die nicht geson­dert von der Regie­rung geneh­migt wur­den, finan­zi­ell zu unter­stüt­zen. Auch die­se lei­sten einen wich­ti­gen Bei­trag zur Mobi­li­tät im Land­kreis, weil sie Men­schen, die selbst nicht (mehr) mobil sind, zum Bei­spiel zum Arzt oder zum Ein­kau­fen brin­gen.