Ent­bü­ro­kra­ti­sie­rung in der Pfle­ge: Bezirk Ober­fran­ken ver­zich­tet auf Stel­lung­nah­men bei Anträ­gen auf Ein­zel­zim­mer

Rich­tungs­wei­sen­de Ent­schei­dun­gen traf der Aus­schuss für Sozia­les des Bezirks Ober­fran­ken bei sei­ner heu­ti­gen Sit­zung. Mit der Auf­he­bung der Mehr­be­darfs­prü­fung bei der Bele­gung von Ein­zel­zim­mern in Pfle­ge­hei­men und der Aus­wei­tung der Feri­en­be­treu­ung für Kin­der mit Behin­de­rung wur­den wich­ti­ge Ver­bes­se­run­gen für die Betrof­fe­nen beschlos­sen.

Der Weg­fall auf­wen­di­ger Prüf­ver­fah­ren bei der Unter­brin­gung pfle­ge­be­dürf­ti­ger Men­schen in Ein­zel­zim­mern sta­tio­nä­rer Alten- und Pfle­ge­ein­rich­tun­gen bringt eine Erleich­te­rung sowohl für die Betrof­fe­nen und deren Ange­hö­ri­ge als auch für die Ein­rich­tungs­lei­tung und Ärz­te mit sich. Nach dem heu­ti­gen Beschluss ver­zich­tet der Bezirk Ober­fran­ken zukünf­tig auf die Vor­la­ge aus­sa­ge­kräf­ti­ger ärzt­li­cher Berich­te oder aus­führ­li­cher Stel­lung­nah­men der Ein­rich­tun­gen, wenn Lei­stungs­be­rech­tig­te einen Antrag auf Unter­brin­gung im Ein­zel­zim­mer stel­len. „Der Weg­fall ist eine gute Sache. Wir lei­sten damit einen Bei­trag zur Ent­bü­ro­kra­ti­sie­rung und kön­nen Ein­zel­zim­mer­an­trä­ge nun schnel­ler bear­bei­ten. Das ent­la­stet die Betrof­fe­nen, unse­re Ver­wal­tung und die Ein­rich­tun­gen glei­cher­ma­ßen“, erklär­te Bezirks­tags­prä­si­dent Hen­ry Schramm.

Trä­ger von heil­päd­ago­gi­schen Tages­stät­ten haben mit dem heu­ti­gen Beschluss des Sozi­al­aus­schus­ses des Bezirks Ober­fran­ken die Mög­lich­keit, ihre Ein­rich­tung an bis zu 35 Feri­en­ta­gen zu öff­nen. Dies füh­re zu einer spür­ba­ren Ent­la­stung von Eltern mit Kin­dern, die eine Behin­de­rung oder ein Han­di­cap haben, freu­te sich Bezirks­tags­prä­si­dent Hen­ry Schramm über die ein­stim­mi­ge Ent­schei­dung. Nach der bis­he­ri­gen Rege­lung wur­den nur 20 Feri­en­öff­nungs­ta­ge ver­gü­tet.