1. Kultur+Natur-Wanderung der SPD Kir­cheh­ren­bach

Kunst­ge­nuss in der frän­ki­schen Hei­mat – die Lil­lin­ger Mari­en­ka­pel­le

Teilnehmer der SPD-Bürgergemeinschaft Kirchehrenbach einschl. des Kirchehrenbacher Künstlers Erich Müller

Teil­neh­mer der SPD-Bür­ger­ge­mein­schaft Kir­cheh­ren­bach einschl. des Kir­cheh­ren­ba­cher Künst­lers Erich Mül­ler

Die erste Kultur+Natur-Wanderung 2019 der SPD-Bür­ger­ge­mein­schaft Kir­cheh­ren­bach führ­te eine statt­li­che Grup­pe Inter­es­sier­ter zunächst zur Weg­ka­pel­le St. Mari­en auf die Lil­lin­ger Höhe. Deren Innen­raum wur­de vor 50 Jah­ren vom Maler Wen­de­lin Kusche (1926–2003) voll­stän­dig aus­ge­malt.

Mit dabei war auch der Kir­cheh­ren­ba­cher Künst­ler Erich Mül­ler, ein Schü­ler und Freund Kusches, der die Male­rei 2016 im Sin­ne sei­nes Leh­rers mei­ster­haft reno­viert hat.

Er hat­te viel Inter­es­san­tes zu erzäh­len zur Mal­tech­nik, zur Gestal­tung der Mal­flä­chen und zum Inhalt der Male­rei­en, die an den Wän­den das Leben Mari­as nach dem Evan­ge­li­um des Jako­bus sehr beein­druckend dar­stel­len. Die bibli­sche Geschich­te wird dabei auch im frän­ki­schen, bäu­er­li­chen Umfeld ver­an­kert und in unse­re Zeit ver­setzt. So ist zum Bei­spiel der Gekreu­zig­te an ein Scheu­nen­tor gena­gelt.

Kusche sei mit der Über­lie­fe­rung durch­aus frei umge­gan­gen und habe viel von sei­nem per­sön­li­chen Gedan­ken­gut ver­ar­bei­tet, erklär­te Erich Mül­ler, der die Teil­neh­mer auf vie­le inter­es­san­te Ein­zel­hei­ten hin­wies.

Beson­ders beein­druckt waren alle von der Dar­stel­lung der vier Welt­re­li­gio­nen im Decken­ge­mäl­de und der Auf­for­de­rung des anti­ken Phi­lo­s­phen Hera­klit „Erken­ne dich selbst“ in des­sen Zen­trum. Die Brü­der­lich­keit unter den Reli­gio­nen und die Zusam­men­ge­hö­rig­keit aller Men­schen auf die­ser einen Welt sei hier die Bot­schaft des Malers, erläu­ter­te Erich Mül­ler.

Anschlie­ßend wan­der­ten alle bei schön­stem Früh­lings­wet­ter zur Lil­lach­quel­le und am rau­schen­den Kalk­tuff­bach ent­lang nach Wei­ßen­no­he. Ein wun­der­ba­res Natur­schau­spiel, das den Kunst­ge­nuss abrun­de­te.

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