Volks­be­geh­ren Arten­viel­falt: Gro­ßer Zuspruch knackt die 1‑Mil­li­on-Mar­ke

Auf dem Weg zum erfolg­reich­sten Volks­be­geh­ren seit über 50 Jah­ren – Jede Unter­schrift zählt und sen­det kla­res Signal an die Staatsregierung

Bereits zwei Tage vor dem Ablauf der offi­zi­el­len Ein­tra­gungs­frist haben bereits mehr als die gesetz­lich erfor­der­li­chen zehn Pro­zent aller Wahl­be­rech­tig­ten in Bay­ern das „Volks­be­geh­ren Arten­viel­falt – Ret­tet die Bie­nen!“ unter­schrie­ben. Vie­ler­orts im Frei­staat hat­ten sich auch am Mon­tag trotz schlech­ten Wet­ters wie­der lan­ge Schlan­gen vor den Ein­tra­gungs­stel­len gebil­det, so zum Bei­spiel in Bay­reuth, Roth, Für­sten­feld­bruck und Mün­chen. „Bis Mon­tag abend haben sich bereits über 1 Mil­li­on Wäh­le­rin­nen und Wäh­ler für ein bes­se­res Natur­schutz­ge­setz ein­ge­tra­gen“, so Agnes Becker, die Beauf­trag­te des Volks­be­geh­rens und Stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de der ÖDP Bayern.

Doch das Volks­be­geh­ren ist noch nicht zu Ende, am letz­ten Tag kön­nen sich noch­mals mehr als Hun­dert­tau­send Men­schen ein­tra­gen. „Je grö­ßer der Zuspruch, desto höher der Druck auf Mini­ster­prä­si­dent Söder, die For­de­run­gen des Volks­be­geh­rens für wirk­sa­men Arten­schutz in Bay­ern auch umzu­set­zen,“ so Agnes Becker.

„Ich bin stolz auf die Bür­ge­rin­nen und Bür­gern Bay­erns. Das war in die­sen kal­ten Win­ter­ta­gen eine weg­wei­sen­de Abstim­mung mit den Füßen. Frie­rend und in lan­gen Schlan­gen waren die Men­schen vor den Rat­häu­sern ange­stan­den, um der Regie­rung Mar­kus Söder ein kla­res Signal zu geben: Es ist Zeit, das Ruder her­um­zu­rei­ßen und Kurs zu neh­men auf wirk­sa­men Natur­schutz in Bay­ern! Wenn bis Mitt­woch­abend noch alle unter­schrei­ben, die bis­her kei­ne Zeit dafür gefun­den haben, kön­nen wir die­ses Volks­be­geh­ren zum erfolg­reich­sten seit über 50 Jah­ren machen und ein deut­li­ches Zei­chen an die baye­ri­sche Staats­re­gie­rung sen­den“, so Lud­wig Hart­mann der Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de von Bünd­nis 90/​Die Grü­nen im baye­ri­schen Landtag.

Der gro­ße Erfolg des Volks­geh­rens für ein bes­se­res Natur­schutz­ge­setz in Bay­ern unter­streicht sei­ne gesell­schaft­li­che Bedeu­tung und das Bedürf­nis vie­ler Bür­ger, end­lich etwas gegen das größ­te Arten­ster­ben seit den Dino­sau­ri­ern zu unter­neh­men. „Wenn Sie noch nicht unter­schrie­ben haben: Nut­zen Sie noch die Chan­ce am Mitt­woch, Teil der größ­ten baye­ri­schen Natur­schutz- und Arten­schutz­be­we­gung zu wer­den! Hier geht es um viel mehr als in vie­len vor­an­ge­gan­ge­nen Volks­be­geh­ren in Bay­ern, hier geht es um unser aller Lebens­grund­la­gen. Die­ses beein­drucken­de State­ment der Bevöl­ke­rung zeigt, dass es so nicht mehr wei­ter­ge­hen darf und sich vie­le Bür­ger in Bay­ern mehr Natur- und Arten­schutz wün­schen“, erklärt der LBV-Vor­sit­zen­de Dr. Nor­bert Schäffer.

Vom Erfolg des Volks­be­geh­rens soll auch ein kla­res Signal an die klei­nen und mitt­le­ren land­wirt­schaft­li­chen Betrie­be aus­ge­hen, denen eine neue Gesetz­ge­bung vie­le neue Chan­cen ermög­li­chen wird.. „Die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger haben uns mit ihrem gro­ßen Zuspruch den kla­ren Auf­trag erteilt, end­lich etwas gegen das Arten- und Höfe­ster­ben zu unter­neh­men. Mit dem Volks­be­geh­ren läu­ten wir eine natur­ver­träg­li­che Land­wirt­schaft in Bay­ern ein. Die­ser Erfolg ist ein Signal, das über unse­re Lan­des­gren­zen hin­aus reicht“, so Richard Merg­ner, Vor­sit­zen­der des BUND Natur­schutz in Bayern.

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