Volks­be­geh­ren Arten­viel­falt: Erfreu­li­che Zwi­schen­bi­lanz nach einer Woche

End­spurt mit Öff­nungs­zei­ten am Wochen­en­de – Darf nicht auf der Ziel­ge­ra­den schei­tern – Für die Bie­nen und die Bauern

Nach­dem vor einer Woche die Ein­tra­gungs­frist für das „Volks­be­geh­rens Arten­viel­falt – Ret­tet die Bie­nen!“ begon­nen hat, rech­nen die Initia­to­ren zum Abend mit einer erfreu­li­chen Bilanz. Nach bis­he­ri­gen Hoch­rech­nun­gen wer­den sich bis zum Don­ners­tag­abend bay­ern­weit über 7 Pro­zent, also rund 700.000 Wäh­le­rin­nen und Wäh­ler, für den Erhalt der Arten­viel­falt im Frei­staat ein­ge­tra­gen haben. „Jetzt gilts – wir brau­chen die letz­te Vier­tel­mil­li­on! Die­se histo­ri­sche Chan­ce darf nicht knapp schei­tern“, warnt Agnes Becker, die Beauf­trag­te des Volks­be­geh­rens und Stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de der ÖDP Bay­ern. „Wer für Bie­nen und Bau­ern ist, der trägt sich jetzt am Wochen­en­de noch für das Volk­be­geh­ren ein.“

Allen, die sich ger­ne in die Listen für das Volks­be­geh­ren ein­tra­gen möch­ten, aber bis­her noch kei­ne Zeit gefun­den haben, bie­tet das Wochen­en­de die idea­le Mög­lich­keit dazu. Das Gesetz schreibt vor, dass die ört­li­chen Rat­häu­ser auch an min­de­stens einem Wochen­end­ter­min geöff­net haben müs­sen. „Des­we­gen wer­den wir jetzt noch­mals alle Kräf­te ein­brin­gen, um die letz­ten 250.000 Unter­schrif­ten am Sams­tag und Sonn­tag zusam­men zu bekom­men“, so Lud­wig Hart­mann, der Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de von Bünd­nis 90/​Die Grü­nen im baye­ri­schen Land­tag. „Soll­ten wir am Ende mehr als die erfor­der­li­chen 10 Pro­zent errei­chen, ist dies ein star­kes Zei­chen an die Staats­re­gie­rung, dass die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger in Bay­ern sich eine bes­se­res Natur­schutz­ge­setz wünschen.“

Mitt­ler­wei­le hat auch Mini­ster­prä­si­dent Mar­kus Söder auf die Sor­ge der Bevöl­ke­rung um den Rück­gang der Arten­viel­falt reagiert. „Umso wich­ti­ger ist es, das Volks­be­geh­ren zu einem gro­ßen Erfolg zu füh­ren. Damit Wor­ten tat­säch­lich auch Taten fol­gen“, kom­men­tiert der LBV-Vor­sit­zen­de Dr. Nor­bert Schäffer.

Hin­zu kommt, dass die Wet­ter­vor­her­sa­ge für wei­te Tei­le Bay­erns idea­le Bedin­gun­gen ver­spricht, unter denen sich die Ein­tra­gung ide­al mit einem Früh­lings­spa­zier­gang ver­bin­den lässt. „Da wo am Wochen­en­de die Son­ne her­aus­kommt, wird man die Mög­lich­keit haben, den ersten Schmet­ter­ling des Jah­res zu sehen. Doch trotz war­mer Tem­pe­ra­tu­ren wird die Natur an eini­gen Orten stumm blei­ben, weil dort schon zu vie­le Insek­ten dem Arten­ster­ben zum Opfer gefal­len sind. So kann es nicht wei­ter­ge­hen“, sagt der LBV-Vor­sit­zen­de Dr. Nor­bert Schäffer.

Wie schon in der Ver­gan­gen­heit ist es den Initia­to­ren wich­tig zu beto­nen, dass sich das Volks­be­geh­ren expli­zit als Part­ner der Land­wir­te ver­steht. „Seit 2010 haben in Bay­ern zudem auch über 13.000 Land­wirt­schafts­be­trie­be auf­ge­ben müs­sen. Wir haben nach wie vor ein mas­si­ves Arten- und Höfe­ster­ben. Die­se Ent­wick­lung wol­len wir stop­pen. Das Volks­be­geh­ren ist des­halb für Bie­nen und für Bau­ern, denn die Staats­re­gie­rung muss hier mit einem gro­ßen Inve­sti­ti­ons­pro­gramm für eine gesun­de Ent­wick­lung sor­gen, die gera­de klei­nen und mitt­le­ren Betrie­be eine Chan­ce bie­tet, im Agrar­markt zu bestehen“, so Richard Merg­ner, Vor­sit­zen­der des BUND Natur­schutz in Bayern.

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