Abschied von frü­he­rem Dom­ka­pi­tu­lar Prä­lat Kle­mens Fink

Erz­bi­schof Schick wür­digt Ver­dien­ste als Bau­re­fe­rent und Ein­satz für Sprach- und Hörbehinderte

Requiem im Dom (Foto: Pressestelle Erzbistum Bamberg/Hendrik Steffens)

Requi­em im Dom (Foto: Pres­se­stel­le Erz­bis­tum Bamberg/​Hendrik Steffens)

Mit einem Requi­em im Bam­ber­ger Dom hat das Erz­bis­tum Bam­berg am Frei­tag Abschied genom­men von Prä­lat Kle­mens Fink. Der frü­he­re Dom­ka­pi­tu­lar und Lei­ter der Bau­ab­tei­lung im Ordi­na­ri­at war am 25. Janu­ar im Alter von 90 Jah­ren gestorben.

Erz­bi­schof Lud­wig Schick wür­dig­te in sei­ner Anspra­che das Wir­ken des Ver­stor­be­nen für den Erhalt und Neu­bau von Gebäu­den, die für das kirch­li­che Leben im Erz­bis­tum nötig sei­en: Kir­chen, Pfarr­häu­ser und Gemein­de­zen­tren. Beson­ders blei­be sein Name mit dem Bil­dungs­zen­trum für Hör­ge­schä­dig­te und Sprach­be­hin­der­te auf dem Bam­ber­ger Ste­phans­berg ver­bun­den, so der Erzbischof.

Chri­sten sei­en rea­li­sti­sche Men­schen und müss­ten wahr­haf­tig sein, sag­te der Erz­bi­schof. Des­halb dür­fe auch bei Beer­di­gun­gen nichts Unwah­res gesagt oder gelo­gen wer­den. „Die katho­li­sche Lit­ur­gie dankt beim Toten­ge­den­ken im Got­tes­dienst für alles Gute, das der Ver­stor­be­ne gewirkt hat und bit­tet zugleich dar­um, dass ihm Sün­de und Schuld ver­ge­ben wer­den, damit er zum ewi­gen Leben gelangt“, sag­te Schick.

Kle­mens Fink wur­de am 11. April 1928 in Her­zo­gen­au­rach gebo­ren. In den letz­ten Kriegs­ta­gen wur­de er ver­wun­det und kam in rus­si­sche Gefan­gen­schaft. Nach der Ent­las­sung kam Fink nach Bam­berg und mach­te dort zunächst sein Abitur, ehe er katho­li­sche Theo­lo­gie stu­dier­te. 1953 wur­de er von Erz­bi­schof Joseph Otto Kolb zum Prie­ster geweiht. Er war zunächst Kaplan in Hirschaid und in Nürn­berg St. The­re­sia, ehe er 1961 zum Pfar­rer von Bai­ers­dorf (Deka­nat Erlan­gen) und 1969 zum Pfar­rer von Nürn­berg Herz Jesu beru­fen wurde.

Fink wur­de am 9. Janu­ar 1984 Dom­ka­pi­tu­lar und kurz dar­auf Lei­ter der Bau­ab­tei­lung im Ordi­na­ri­at. Papst Johan­nes Paul II. ernann­te ihn 1990 zum Ehren­prä­la­ten. Im Sep­tem­ber 2003 wur­de der Ver­stor­be­ne mit dem Ver­dienst­kreuz am Ban­de des Ver­dienst­or­dens der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land ausgezeichnet.

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