Sonntagsgedanken: Das Fest der Verklärung Jesu

Evangelium des Matthäus Kapitel 17 Verse 1 – 9, Teil I

Pfarrer Dr. Christian Fuchs

Pfarrer Dr. Christian Fuchs

Es kommt immer darauf an, unter welchen Umständen man jemanden kennen lernt, am Arbeitsplatz oder im Gasthaus, in der Jugend oder im Alter, am Tag des Glücks oder in der Stunde der Not. Welcher Eindruck, welches Urteil ist richtig? Jedenfalls sollten wir uns Zeit lassen, gründlich hinschauen, nachdenken.

Die Jünger hatten Jesus als gewaltigen Prediger erlebt, als geheimnisvollen Wundertäter, als einfühlsamen Freund, als leidenschaftlichen Diskussionspartner. Erst die heutige Geschichte sollte ihnen die Augen öffnen. Welches Bild von Jesus haben wir persönlich und welches vermitteln wir den Mitmenschen? Für manche Kommunisten, für die Anhänger der südamerikanischen „Befreiungstheologie“ war Jesus ein Revolutionär, ein Kämpfer gegen politisches Unrecht. Viele Eltern und Könige benutzten, ja missbrauchten Jesus, um ihren Kindern, ihren Untertanen Angst zu machen, um die eigene Autorität zu stärken, indem sie mit dem „jüngsten Gericht“ drohten. Manche Jugendliche sehen in Jesus eine Art Pop-Star, eine Art himmlischen großen Bruder. Festzuhalten bleibt, dass wir durch unser alltägliches Verhalten die Glaubwürdigkeit des Evangeliums stärken oder schwächen. Der Glaube ist eine mühsame Sache, ein lebenslanger Prozess. Das mussten auch die Jünger erfahren.

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Pfarrer Dr. Christian Fuchs, www.neustadt-aisch-evangelisch.de

Infos zu Christian Karl Fuchs:

  • geb. 04.01.66 in Neustadt/Aisch
  • Studium der evang. Theologie 1985 – 1990 in Neuendettelsau
  • Vikariat in Schornweissach-Vestenbergsgreuth 1993 – 1996
  • Promotion zum Dr. theol. 1995
  • Ordination zum ev. Pfarrer 1996
  • Dienst in Nürnberg/St. Johannis 1996 – 1999
  • seither in Neustadt/Aisch
  • blind