Sehr guter Jah­res­ab­schluss im ober­frän­ki­schen Handwerk

Kon­junk­tur im ober­frän­ki­schen Hand­werk – IV. Quar­tal 2018

Geschäfts­la­ge auf­grund Erwar­tun­gen leicht ein­ge­trübt – Umfra­ge der Hand­werks­kam­mer für Ober­fran­ken unter 435 Betrie­ben mit 6.106 Beschäftigten

Das Jahr 2018 beschloss das ober­frän­ki­sche Hand­werk mit star­kem Ergeb­nis: 92 % der befrag­ten Betrie­be waren mit ihrer Geschäfts­la­ge in den letz­ten drei Mona­ten min­de­stens zufrie­den (52,5 % gut, 39,5 % befrie­di­gend). Das ent­spricht dem hohen Durch­schnitt der vier Quar­ta­le im Jahr 2018. „Das Hand­werk in Ober­fran­ken steckt auch beim Jah­res­ab­schluss 2018 wei­ter vol­ler Kraft. Die star­ke Kon­junk­tur bleibt unse­ren Mit­glieds­be­trie­ben erhal­ten und die Bewer­tung der Geschäfts­la­ge springt von einem Hoch zum näch­sten“, kom­men­tiert der Prä­si­dent der Hand­werks­kam­mer für Ober­fran­ken, Tho­mas Zim­mer, die aktu­el­len Umfrageergebnisse.

„2018 ist aber auch deut­lich gewor­den“, so Zim­mer wei­ter, „dass die Hand­werks­be­trie­be in Ober­fran­ken im Jahr 2019 eher mit einer Sta­bi­li­sie­rung, denn mit all­zu gro­ßem bzw. zusätz­li­chem Wachs­tum rech­nen.“ Fast drei Vier­tel gin­gen davon aus, dass die Geschäfts­la­ge unge­fähr gleich blei­be. Somit blei­be die Kon­junk­tur zwar stark, wer­de aber wohl weni­ger stark wach­sen. Was der Hand­werks­prä­si­dent beschreibt, zeigt sich deut­lich beim Geschäfts­kli­ma­in­dex, der auch die Erwar­tun­gen der Inha­be­rin­nen und Inha­ber berück­sich­tigt. Die­ser ist mit 115 Punk­ten zwar immer noch über­durch­schnitt­lich hoch, im Ver­gleich zum Vor­quar­tal aber um vier Punk­te zurückgegangen.

Der Haupt­ge­schäfts­füh­rer der Hand­werks­kam­mer, Tho­mas Kol­ler, will die gestie­ge­ne Unsi­cher­heit bei den Mit­glieds­be­trie­ben aber nicht über­be­wer­ten: „In unse­rer aktu­el­len Umfra­ge deu­tet nichts dar­auf hin, dass sich die Hand­werks­kon­junk­tur in den näch­sten Mona­ten merk­lich abküh­len wird. Im Gegen­teil: Mit durch­schnitt­lich 8,7 Wochen bei der Auf­trags­reich­wei­te haben die ober­frän­ki­schen Hand­wer­ke­rin­nen und Hand­wer­ker ein dickes Pol­ster.“ Zuletzt wur­den der­art hohe Wer­te Anfang der 90er Jah­re gemel­det. Dem­entspre­chend hoch ist mit 79 % die mitt­le­re Kapa­zi­täts­aus­la­stung im ober­frän­ki­schen Hand­werk. „Über 35 % der Befrag­ten sind zu 100 % oder sogar dar­über hin­aus aus­ge­la­stet“, ergänzt Tho­mas Kol­ler. Für den Rück­gang bei den Erwar­tun­gen macht der Haupt­ge­schäfts­füh­rer vor allem inter­na­tio­na­le Han­dels­kon­flik­te sowie einen mög­li­chen Cha­os-Bre­x­it verantwortlich.

„In der Gesamt­be­trach­tung war 2018 ein sehr star­kes Jahr für die ober­frän­ki­sche Hand­werks­kon­junk­tur“, führt Tho­mas Kol­ler wei­ter aus. „Aktu­ell erken­nen wir kaum Risi­ken für unse­re Hand­werks­be­trie­be, die sich auf die wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung aus­wir­ken könn­ten.“ Solan­ge die Kon­sum­be­reit­schaft und die Aus­ga­ben der öffent­li­chen Hand hoch blie­ben, habe das Hand­werk gut zu tun. Ins­be­son­de­re die Mit­glieds­be­trie­be in den Bau- und Aus­bau­hand­wer­ken wür­den auch 2019 von der hohen Nach­fra­ge im Wohn- und Gewer­be­bau profitieren.

Ein­schät­zun­gen aus ein­zel­nen Handwerkszweigen:

  • Ins­ge­samt bewegt sich die Hand­werks­kon­junk­tur auf dem Niveau des Vor­jah­res (52,5 % gute Geschäfts­la­ge, 39,5% befrie­di­gen­de Geschäftslage).
  • Die gro­ße Nach­fra­ge im Wohn- und Gewer­be­bau lässt nicht nach, was den Bau- und Aus­bau­hand­wer­ken eine her­vor­ra­gen­de Geschäfts­la­ge beschert: Jeweils 62 % mel­de­ten sogar eine gute Geschäftslage.
  • Die Bewer­tung der Geschäfts­la­ge bei Zulie­fe­rern und Betrie­ben des gewerb­li­chen Bedarfs ist zum Vor­jah­res­quar­tal nahe­zu unver­än­dert: Über 90 % sind zufrieden.
  • Dass im Kfz-Hand­werk nur 22,5 % von einer guten Geschäfts­la­ge spre­chen, ist auf den Ein­bruch der Neu­zu­las­sun­gen im Herbst zurück­zu­füh­ren. Den­noch sind auf­grund der guten Aus­la­stung im Werk­statt­be­reich 65,5 % der Inha­be­rin­nen und Inha­ber zufrieden.
  • Im Ver­gleich zum Vor­jahr schnei­den die Nah­rungs­mit­tel­hand­wer­ke etwas schlech­ter ab, zei­gen aber wei­ter­hin eine recht gute Geschäfts­ent­wick­lung (48 % gut, 41 % befriedigend).
  • Die Geschäfts­la­ge der Gesund­heits­hand­wer­ke sta­gniert zum Jah­res­en­de auf gutem Niveau, aller­dings sind 15 % der befrag­ten Inha­be­rin­nen und Inha­ber mit der aktu­el­len Lage nicht zufrieden.
  • Fri­seu­re und Kos­me­ti­ker legen zum Jah­res­en­de noch ein­mal etwas zu und ver­bes­sern sich sowohl im Ver­gleich zu den Vor­mo­na­ten als auch im Ver­gleich zum Vor­jahr (45,5 % gute Geschäfts­la­ge, 41,5 % befrie­di­gen­de Geschäftslage).

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