Melanie Huml fordert mehr Wertschätzung für Pflegekräfte

Bayerns Pflegeministerin zeichnete in Bamberg die besten bayerischen Alten- und Krankenpflegeschülerinnen aus

Dorothea Thurner aus Traunstein, Jennifer Rackl aus Roding, Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml, Elisabeth Hölscher aus Bamberg, Claudia Geist aus Bamberg. (Quelle: StMGP)

Dorothea Thurner aus Traunstein, Jennifer Rackl aus Roding, Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml, Elisabeth Hölscher aus Bamberg, Claudia Geist aus Bamberg. (Quelle: StMGP)

Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml setzt sich für eine weitere Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Alten- und Krankenpflege ein. Huml betonte am Donnerstag anlässlich der Auszeichnung der besten bayerischen Alten- und Krankenpflegeschülerinnen in Bamberg: „Mein Ziel ist es, mehr Menschen für den Pflegeberuf zu gewinnen. Dazu gehören auch eine attraktive Ausbildung und eine höhere Bezahlung. Wichtig ist zudem mehr gesellschaftliche Wertschätzung für diesen anspruchsvollen Beruf und die Menschen, die ihn ausüben!“

Die Ministerin fügte hinzu: „Nicht zuletzt auf Initiative Bayerns ist bei den Berliner Koalitionsverhandlungen viel für die Pflege erreicht worden. So werden mit dem Sofortprogramm Pflege 13.000 neue Fachkraftstellen in den Pflegeeinrichtungen geschaffen. Ferner sollen die Arbeitsbedingungen und die Bezahlung in der Alten- und Krankenpflege spürbar verbessert werden.“

Huml unterstrich: „Darüber hinaus hat Bayern im April 2018 ein umfangreiches Pflege-Paket beschlossen. In den letzten Jahren haben wir außerdem in der Altenpflege die Entbürokratisierung vorangetrieben und Verbesserungen bei den Personalschlüsseln unterstützt. Ferner werben wir mit unserer ‚HERZWERKER‘-Kampagne erfolgreich für den Altenpflegeberuf.“

Die Ministerin zeichnete am Donnerstag in Bamberg die besten bayerischen Alten- und Krankenpflegeschülerinnen aus. Eine Krankenpflegeschülerin aus Oberfranken hat bei der Europameisterschaft der Berufe im September 2018 in Budapest die Goldmedaille gewonnen. Darüber hinaus belegten drei weitere bayerische Schülerinnen aus Oberfranken, der Oberpfalz und Oberbayern beim Bundeswettbewerb „Bester Schüler in der Alten- und Krankenpflege“ des Deutschen Vereins zur Förderung pflegerischer Qualität e.V. den dritten Platz und zwei vierte Plätze.

Huml betonte: „Engagierte und einfühlsame Menschen, die mit dem Herzen bei ihren Pflegebedürftigen sind – das macht erfolgreiche Pflegekräfte aus. Ich freue mich sehr, dass gleich vier europa- und deutschlandweit ausgezeichnete Alten- und Krankenpflegeschülerinnen aus Bayern kommen. Sie sind ein Vorbild für angehende Pflegekräfte.“

Informationen zu den Geehrten:

  • Elisabeth Hölscher aus Bamberg gewann die Goldmedaille bei den Europameisterschaften der Berufe „EuroSkills“ im September 2018 in Budapest. Sie absolviert derzeit ihre Ausbildung zur generalistischen Pflegefachkraft mit Schwerpunkt Gesundheits- und Krankenpflege bei der Sozialstiftung in Bamberg. Für die Goldmedaille bei den Europameisterschaften der Berufe musste sie 16 Einzelwettbewerbe absolvieren. Geprüft wurden Kompetenzen im Krankenhaus, in der Tagespflege sowie in der ambulanten und stationären Pflege.
  • Claudia Geist aus Bamberg belegte als beste bayerische Altenpflegeschülerin den 3. Platz beim Bundeswettbewerb „Bester Schüler in der Alten- und Krankenpflege“ des Deutschen Vereins zur Förderung pflegerischer Qualität e.V. Sie arbeitet im Seniorenzentrum Martin Luther der Diakonie Bamberg-Forchheim im oberfränkischen Streitberg.
  • Jennifer Rackl aus Roding, die als Gesundheits- und Krankenpflegeschülerin bei den Sana Kliniken des Landkreises Cham im oberpfälzischen Cham arbeitet, erzielte den 4. Platz des Bundeswettbewerbs.
  • Dorothea Thurner aus Traunstein belegte ebenfalls den 4. Platz des Bundeswettbewerbs. Sie ist ausgebildete Gesundheits- und Krankenpflegerin an den Kliniken Südostbayern Traunstein.

Informationen zu den beiden Wettbewerben:

Alle zwei Jahre treten bei der Europameisterschaft der Berufe „EuroSkills“ Auszubildende, Studierende und junge Fachkräfte aus allen Teilen Europas in Begleitung ihrer Ausbilder und Lehrer zu einem öffentlichen Wettbewerb an. 2018 präsentierten rund 530 Teilnehmer aus 28 Ländern ihr Können in Budapest. Aus Deutschland mit dabei  waren 23 junge Fachkräfte aus Handwerk, Industrie und dem Dienstleistungsbereich.

Der Bundeswettbewerb wird jährlich vom Deutschen Verein zur Förderung pflegerischer Qualität e.V. veranstaltet. Er wendet sich an alle Schulen, die Ausbildungen zum Altenpfleger/in; Gesundheits- und Krankenpfleger/in bzw. Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in oder in der Generalistik anbieten. 2018 nahmen 30.000 Schüler teil. Die 23 besten Schüler aus der Alten- und Krankenpflege, der Kinderkrankenpflege und der Generalistik traten Anfang Juni 2018 in Berlin zum Endausscheid an.

Der Bundeswettbewerb „Bester Schüler in der Alten- und Krankenpflege“ unterstützt die Berufe-Europameisterschaft „EuroSkills“ im Bereich „Soziale Betreuung – Health and Socialcare“. Der Deutsche Verein zur Förderung pflegerischer Qualität e.V. ist Träger der „Nationalmannschaft Pflege Deutschland“. Diese stellt die Teilnehmer für die im jährlichen Wechsel stattfindenden internationalen Berufemeisterschaften.