Serie von Sach­be­schä­di­gun­gen in Zap­fen­dorf geklärt

ZAP­FEN­DORF, LKR. BAM­BERG. Eine Serie von Sach­be­schä­di­gun­gen in Zap­fen­dorf beschäf­tig­te seit dem Som­mer 2017 die Poli­zei­be­am­ten aus Bam­berg und sorg­te in der Bevöl­ke­rung für Auf­merk­sam­keit und Ver­un­si­che­rung. Nach umfang­rei­chen Ermitt­lun­gen gelang es nun Kri­mi­nal­be­am­ten, drei Mäd­chen im heu­ti­gen Alter von 13 bis 15 Jah­ren zu ermit­teln, gegen die sich der Tat­vor­wurf erhärtete.

Die Serie der Sach­be­schä­di­gun­gen begann in der Nacht zum 30. August 2017, als die damals Unbe­kann­ten nahe der Zap­fen­dor­fer Kir­che zunächst einen Baum beschä­dig­ten und flüch­te­ten. Eini­ge Mona­te spä­ter, in der Nacht zum 20. April 2018, säg­ten Van­da­len auf dem Park­platz des Schwimm­ba­des in Zap­fen­dorf ein Hage­but­ten­bäum­chen um und ent­ka­men eben­falls uner­kannt. Gut einen Monat spä­ter kam es zu einen ähn­li­chen Vor­fall, als Unbe­kann­te gegen­über des Rat­hau­ses einen Nuss­baum beschädigten.

Die Rei­he an Straf­ta­ten setz­te sich Anfang August fort, nach­dem die Täter zwei­mal inner­halb einer Woche das Zap­fen­dor­fer Schwimm­bad mit Pfer­de­kot ver­un­rei­nig­ten. Auch in den dar­auf­fol­gen­den Wochen säg­ten sie wie­der­um auf dem Frei­bad­ge­län­de und an einem Kin­der­spiel­platz in Zap­fen­dorf meh­re­re Bäu­me ab. Anfang Novem­ber beschmier­ten die Van­da­len einen Fahr­kar­ten­au­to­ma­ten am Bahn­hof mit einem Stift und ver­un­rei­nig­ten auch einen Auf­zug mit Hun­de­kot. Außer­dem beschä­dig­ten sie die Hin­weis­ta­fel eines Kindergartens.

Selbst die Weih­nachts­zeit hielt die Baum­frev­ler nicht von ihren Taten ab und so brach­ten sie in der Nacht zu Hei­lig­abend sogar den Christ­baum vor der Kir­che in Zap­fen­dorf gewalt­sam zu Fall. Die Serie der Sach­be­schä­di­gun­gen ende­te in den Mor­gen­stun­den des Neu­jahrs­ta­ges, als Unbe­kann­te am Bahn­hofs­platz einen Fahr­kar­ten­au­to­ma­ten mit Eiern beschmierten.

Gestän­di­ge Tatverdächtige

Neben einer Beun­ru­hi­gung der Bevöl­ke­rung sorg­te die Serie an Straf­ta­ten in Zap­fen­dorf auch in den ört­li­chen Medi­en für gro­ße Auf­merk­sam­keit. Auf­grund der akri­bi­schen Ermitt­lungs­ar­beit und umfang­rei­chen Spu­ren­si­che­rungs­maß­nah­men gerie­ten schließ­lich die drei Mäd­chen in das Visier der Kri­mi­nal­be­am­ten. Sie stam­men aus den Land­krei­sen Bam­berg und Lich­ten­fels und begin­gen die Straf­ten jeweils zu zweit, wobei sich im Rah­men der kri­mi­nal­po­li­zei­li­chen Ermitt­lun­gen eine heu­te 15-Jäh­ri­ge als Haupt­ver­däch­ti­ge her­aus­kri­stal­li­sier­te. Ins­ge­samt ver­ur­sach­ten die Min­der­jäh­ri­gen einen Sach­scha­den von über 5.000 Euro.

Lan­ge­wei­le als Motiv

In den poli­zei­li­chen Ver­neh­mun­gen zeig­te sich das jugend­li­che Trio zum Teil gestän­dig und räum­te die vor­ge­wor­fe­nen Delik­te wei­test­ge­hend ein. Als Motiv nann­ten die jun­gen Van­da­len, die weder frem­den­feind­li­che noch poli­tisch moti­vier­te Zie­le ver­fol­gen, dass sie die Straf­ta­ten aus purer Lan­ge­wei­le began­gen haben. So äußer­te eine der Betei­lig­ten gegen­über den Ermitt­lern im Hin­blick auf den umge­säg­ten Weih­nachts­baum, dass sie schon immer mal einen Christ­baum umsä­gen woll­te. Alle Drei müs­sen sich nun wegen Sach­be­schä­di­gung in meh­re­ren Fäl­len ver­ant­wor­ten. Außer­dem prü­fen die Ermitt­ler, ob sie auch noch für wei­te­re Taten in Fra­ge kommen.

Unter­brin­gungs­be­fehl gegen Tat­ver­däch­ti­gen von abge­leg­ten Bombenattrappen

Eben­falls im Som­mer und Herbst ver­gan­ge­nen Jah­res sorg­ten jeweils ver­däch­ti­ge Gegen­stän­de in einem Post­zen­trum in Bam­berg, in der Nähe des Bahn­ho­fes von Zap­fen­dorf sowie an einer Auto­bahn­brücke bei Zap­fen­dorf für Poli­zei­ein­sät­ze mit umfang­rei­chen Absperr­maß­nah­men. Im Zuge die­ser Ermitt­lun­gen geriet Ende Okto­ber 2018 ein heu­te 35 Jah­re alter Tat­ver­däch­ti­ger ins Visier der Kri­mi­nal­be­am­ten. Der Mann ist mitt­ler­wei­le auf­grund eines Unter­brin­gungs­be­fehls in der geschlos­se­nen Abtei­lung eines psych­ia­tri­schen Kran­ken­hau­ses einst­wei­len unter­ge­bracht, wäh­rend die Ermitt­lun­gen in die­sen Fäl­len noch andauern.

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