Bam­ber­ger Beam­ten­bund-Jugend gegen die hohe Glücksspieldichte

Am 10. Novem­ber waren Ver­tre­ter der Bam­ber­ger Beam­ten­bund-Jugend in die Jugend­her­ber­ge Bay­reuth vom Bezirks­ju­gend­ring Ober­fran­ken ein­ge­la­den. Bei die­sem regio­na­len Tref­fen brach­te Johan­nes Wicht die Spiel­hal­len Pro­ble­ma­tik in Ober­fran­ken ein. Man beach­te, daß es in Bam­berg ca. 20 Spiel­hal­len gibt.

Eini­ge Auto­ma­ten-Casi­nos locken über­re­gio­nal mit kosten­lo­sen Geträn­ken und Zwi­schen­mahl­zei­ten. Dies sei ein Anreiz für eini­ge Schü­ler, bei­spiels­wei­se in Frei­stun­den, für ein paar Gro­schen ins Casi­no zu gehen, um zu spie­len und dafür Snacks abzu­stau­ben. Ob es das Ange­bot auch in Bam­berg gibt, wird vom Sozi­al­re­fe­ren­ten geprüft.

Laut des neu­en Glücks­spiel­ver­tra­ges, der seit 1. Juli 2017 gilt, gibt es stren­ge­re Rege­lun­gen. So sol­len Spiel­hal­len künf­tig einen Min­dest­ab­stand von 350 Metern und für neue Hal­len sogar 500 Meter Luft­li­nie ein­hal­ten. Wo das nicht der Fall ist, müss­te eine geschlos­sen wer­den. Laut Bun­des­zen­tra­le für gesund­heit­li­che Auf­klä­rung sind 500.000 Deut­sche gefähr­det, spiel­süch­tig zu werden.

Der Bezirks­ju­gend­ring nimmt die­sen Punkt auf in sei­ne Auf­ga­ben­li­ste für die näch­sten Sitzungen.

Am 22.11. hat Wicht den Kul­tus­mi­ni­ster Prof.Dr. Micha­el Pia­zo­lo als Kreis­ju­gend­lei­ter der Beam­ten­bund-Jugend ange­schrie­ben und auf die Gefah­ren hin­ge­wie­sen. Dabei plä­diert er für eine aus­rei­chen­de Abstands­re­ge­lung zwi­schen Spiel­hal­len, Schu­len und Jugendeinrichtungen.

In sei­nem Ant­wort­brief vom 12.12. schrieb Mini­ste­ri­al­rat Ralf Kaul­fuß, der freund­li­che Grü­ße vom Kul­tus­mi­ni­ster aus­rich­ten soll, dass der Schutz der Kin­der und Jugend­li­chen vor Gefah­ren beson­ders wich­tig ist. Das dich­te Netz an Glücks­spiel­an­ge­bo­ten för­de­re die gesell­schaft­li­che Akzeptanz.

Beson­ders in den Schu­len sind die Lehr­kräf­te gefor­dert, aber auch die Erzie­hungs­be­rech­tig­ten neh­men bei der Prä­ven­ti­on eine ent­schei­den­de Rol­le ein. Die­ses The­ma wird vom Kul­tus­mi­ni­ste­ri­um sehr ernst genommen.

Herr Kaul­fuß bedank­te sich für die Anre­gun­gen der Beamtenbund-Jugend.

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